Die Zeit des Rock'n'Roll: In der Schule machen die vier Jungs, die sich "Lords of Flatbush" nennen, durch Unflätigkeiten auf sich aufmerksam. Den Mädchen wollen sie prinzipiell an die Wäsche, ansonsten treiben sich die Jungs hauptsächlich zwecklos herum. Auf die Dauer kann das nicht gut ausgehen. Das merkt besonders Stanley (Sylvester Stallone), als seine Freundin ihm sagt, sie sei schwanger. Chico (Perry King) versucht auch sein Glück beim weiblichen Geschlecht. Als er Konkurrenz bekommt, stiftet er seine Kumpels an, ein Auto zu klauen. Aber mit der Zeit müssen die vier feststellen, dass Macho-Gehabe allein nicht reicht, um es zu etwas zu bringen.
Aus heutiger Sicht ist natürlich Stallone die auffälligste Figur dieser Geschichte. Er ist hier in einem seiner ersten Studio-Filme zu sehen. "The Lords of Flatbush" (Columbia Pictures, 1974) ist vor allem ein urbanes Drama, das von seinen Figuren lebt. Die Inszenierung ist einfach gehalten, ohne aber ins Experimentelle oder Pseudo-dokumentarische abzudriften. Kurz: ein kleiner aber feiner Film über das Erwachsenwerden.
Einfach gehalten haben es auch die Leute von Sony bei dieser DVD, die sinnigerweise in einer "Platinum Classic Film Collection" erscheint. Es ist löblich und gewünscht, dass mit Sony überhaupt noch ein Major-Anbieter bisher unveröffentlichte Klassiker auf DVD vermarktet (bei Paramount und Warner herrscht in dieser Beziehung tote Hose, weil höchstens mal die Verpackung wechselt, und Universal und Fox/MGM verschachern die Rechte an kleine Labels, die der Aufgabe oft nicht gewachsen sind). Trotzdem ist es unsinnig, eine DVD derart mager auszustatten: Audio und Untertitel nur jeweils deutsch und englisch, kein Kapitelmenü und erst recht kein Bonusmaterial. Gespart wurde offenbar auch bei der Bildqualität. Die vielen nicht zu sehenden Haupthaare lassen darauf schliessen, dass das vorliegende Bildformat 1,85:1 (16:9) erzeugt wurde, indem man eine alte 4:3-Vorlage oben und unten "geköpft" hat. Das Umschlagblatt ist ebenfalls Produkt einer Sparübung: kein Wendecover ohne den "FSK"-Flatschen (was sonst bei Sony Standard ist) und die Gestaltung der aufgedruckten Credits sieht, mit Verlaub, hingerotzt wie bei einem Billig-Label aus. Somit kann auf der DVD nur der 81 Minuten lange Film überzeugen. Und weil er das schafft, gibt es insgesamt gerade noch drei von fünf Taubenvolieren und einen Benimmkurs, damit die Beteiligten wissen, was sich gehört.