Ich denke, die Geschichte als solche ist durch die anderen Rezensionen bekannt. Ich möchte jedoch auf die schauspielerischen Leistungen sowie des Regisseurs eingehen. Selten habe ich einen Film gesehen, der sich über zwei Stunden und 13 Min. zieht, bei dem es so wenige Dialoge gibt (um nicht zu sagen kaum welche),und bei dem so wenig gesprochen wird, der aber dennoch faszinierend ist in seiner Ausdrucksstärke. Beeindruckend und unbedingt hervorzuheben ist die schauspielerische Leistung. Entgegen sonstiger Verfilmungen, in denen sich die Schauspieler der Sprache bedienen, beweisen die Akteure in vorliegendem Werk beispiellos das schweigend auszudrücken, was üblicherweise in Worte gefaßt wird. Man bekommt unweigerlich den Eindruck, dass sie mit der Rolle verschmelzen und im jeweiligen Moment in seiner gänzlichen Intensität bzw. Emotionalität leben. Selten wurde so überzeugend das tiefste seelische Empfinden nach außen gebracht. Der Regisseur Hernandez ergänzt Erklärungen durch einen Erzähler, dessen Einsätze bestens platziert sind. Die Poesie der Beschreibung beeindruckt genauso, wie die emotional intendierte Musikauswahl.
Zusammenfassend das Meisterwerk eines Regisseurs das nicht umsonst entsprechend ausgezeichnet wurde.