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Alberta Cross klingt ganz so wie ihr Name andeutet nach pickfeinem Crossover aus solidem Rock und (Brit-) Pop. Allerhand intensive, fast hymmnische Melodien kommen fein arrangiert daher und auch wenn der Sound sich über das ganze Album hinweg sehr treu bleibt, langweilt das nicht, denn die Songs sind fast durchweg dramaturgisch abwechslungsreiche oder gar spannende Arrangements, in denen sich sich feine intensive Stellen mit kraftvollen durchzugsstarken Momenten abwechseln.
Ihre Stimme liegt irgendwo zwischen Juliette Lewis und Sandra Nasic (wenn diese klar singt und nicht so röhrt), ist nicht so voll, kann aber mit ihrer anhaltenden Intensität auch die kraftvolle, teils etwas düstere und flächige Atmosphäre bestens mittragen.
Erstaunlicherweise ist Alberta jedoch keine Dame und Cross auch nicht ihr Nachname. Stattdessen handelt es sich um den Bandnamen, den sich ein weltenbummelnder Schwede (Sänger und Gitarrist Petter Ericson Stakee) und ein im londoner East End aufgegabelter Bassist (Terry Wolfers) gaben, während sie sich noch drei weitere Musiker suchten und schließlich in Austin ihr Debüt aufnahmen.
Wer das mit der sehr weiblich anmutenden Stimme verdauen kann, den erwartet ein Album, das gleichzeitig klassisch sowie modern anmutet und bei aller Kraft und Fülle dennoch nicht überladen wirkt.
Erstaunlich ist auch, dass die texanischen Rednecks im Zuge der Studioaufnahmen der netten langharigen Blonden ihren starken Bartwuchs haben durchgehen lassen.
Eine sehr sehr ordentliche Produktion, die irgendwo zwischen 4 und 5 Sternen bleibt. Was weniger am ganz ganz leichten Nachgeschmack liegt, den die ... sagen wir etwas gewöhnungsbedürftige Stimme hinterlässt, sondern mehr daran, dass die 5 Herren ihre ganz große Melodie noch nicht gefunden haben.