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Produktinformation
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Die erklärte Absicht des ehemaligen Police-Sängers ist es, "aus der grauen Prosa meines Lebens eine Art transzendentes Gedicht zu schaffen." Diesen blumigen Satz darf man durchaus programmatisch verstehen: Es sind nicht so sehr die nach außen hin sichtbaren Highlights von Stings Karriere, die in Broken Music eine Rolle spielen, sondern die persönlich entscheidenden Momente: Wie der kleine Junge aus Wallsend, Tyneside, im Morgengrauen mit dem schweigsamen Vater Milch ausfährt, wie er die eigene Mutter in flagranti mit ihrem Liebhaber erwischt, wie er sich beim wunderlichen Musikalienhändler Mr. Braidford herumtreibt. Und wie die Großmutter dem halbwüchsigen Klimperer fragt, ob er mal was anderes spielen könne als immer diese... diese broken music.
Es ist der Englischlehrer Mr. McGough, der in Gordon die Liebe zur Literatur weckt (und möglicherweise Schuld daran ist, dass dieser sich zeitweilig selbst als Lehrer versucht). Und der längst vergessene Posaunist und Namensvetter Gordon Solomon von den Phoenix Jazzmen, der ihm 1972 wegen seines schwarz-gelben Pullovers den Namen Sting ("Stachel", "Stich") verpasst. Es sind unbekannt gebliebene Musiker-Kollegen wie Gerry Richardson und Ronnie Pearson, denen Sting mit seiner Autobiografie eine Legende setzt. Es sind professionelle Pannen und persönliche Niederlagen, die aus dem Nebenerwerbs-Jazzer Gordon Sumner den Weltstar Sting machen. Mit der Gründung von The Police und dem Welthit "Roxanne" im Jahre 1978 enden die Memoiren. Die entscheidenden Dinge des Lebens spielen sich nicht immer im Rampenlicht ab.
Fazit: Man muss kein Sting-Fan zu sein, um Vergnügen an diesem Buch zu finden. Broken Music ist spannend geschrieben, stilistisch elegant und menschlich berührend. Mit anderen Worten: Ein prima Geschenk! --Axel Henrici
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Herzerfrischend sind auch seine zahllosen Musiker-Anekdoten, die er mit seiner ersten Band "Last Exit" erlebt (interessant hierbei: Der Text zu "So lonely" entstammt ursprünglich einem "Last-Exit"-Song ...). Viele Dinge kommen einem sehr vertraut vor, vor allem, wenn man selbst Musiker ist und das kraftraubende Auf- und Abbauen von Equipment, miefige Kneipenluft etc. selbst zu Genüge kennt.
Fazit: Ein schönes Buch vor allem für Fans. Im Gegensatz zu manch anderer Rezension bin ich der Meinung, dass es mehr ist als eine Sammlung lustiger Musiker-Anekdoten, zumal Sting neben der reinen Beschreibung von Vorgängen immer auch Bezug auf seine innere Befindlichkeit nimmt. Warum nur vier Sterne ? Mich hätte auch die Zeit nach Police interessiert, d.h. wie kam es zur Solo-Karriere ? Wie hat er Musiker wie Kenny Kirkland (der in der Widmung genannt wird) oder Dominic Miller kennen gelernt ? Was war/ist seine musikalische Philosophie, die z.B. Werke wie "Ten summoners' tales" hat entstehen lassen ? Welchen Bezug haben die Texte der Songs seiner Solo-Alben zu seiner Vergangenheit ? Antworten auf diese oder ähnliche Fragen hätten das Bild von diesem Künstler noch weiter abgerundet. Trotzdem: Sehr lesenswert !
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