Wie im Fieberwahn heizen die fünf Männer aus New York mit Gitarre, Fiddle und Banjo durch Country, Folk, Gypsy-Musik und Bluegrass Songs. Immer wieder wechselnden Strukturen in ihren Songs - schnell, langsam, laut, leise, Punk, Folk, Humppa, Staccato - führen dazu, dass der geneigte Zuhörer immer wieder überrascht wird. Eine Tonfolge löst sich hier nicht einfach in einem wohlklingenden Akkord auf, sondern schwirrt schier endlos durch die Gehörgänge. Die Fiddel treibt, im Gypsy-Klang fest verankert, das spartanische Spiel von Schlagzeug, Gitarre, Bass und Banjo nach vorne. Sänger und Gitarrist Greg Jamie singt dazu in seinem leicht quietschenden Schrei- und Sprechgesang. Eine latente Spannung macht sich breit und schlägt sich in fast nicht mehr nachvollziehbaren Verschachtelungen der Melodieläufe nieder. Einen Song möchte ich nicht herausheben, da ich diese Scheibe als Gesamtwerk für äußerst empfhlenswert halte.