Oh Oh, was wirft uns der Folkie-Altmeister und Godfather of Grunge denn da zu. Nach nur nach zwei Jahren Crazy Horse Pause ist Broken Arrow sicherlich ein schwer verdauliches Stück RocknRoll und wird aus kommerzieller Sicht sich nicht besser verkaufen als Re-Ac-Tor, an welches man sich hier erinnert fühlt. Aber bei aller Kritik will ich hier ein paar Kaufanreize für dieses Paarundvierzigste Neil Young Album geben. Big Time ist mit sicherheit ein klasse Song, ebenso wie Slip Away, auch wenn beide natürlich etwas langgeworden sind. Loose Change hat ein klasse Intro und man sieht ein Harmonie zwischen E-gitarre und Harmonica wie nur selten. Das anschließend 6 Minütige Instrumental Outro, wobei die letzten drei Minuten aus einem einzigen Akkord bestehen. Changing Highways und This Town, wo man wieder die gesanglichen Qualitäten von Crazy Horse sehen kann. Music Arcade ist eine klassisch-schlichte Instrumentalnummer, nur Neil und seine Gitarre. Und zum Abschluß das fragwürdigste Stück ist der größte Kaufanreiz überhaupt. Warum mutet uns Neil eine so klanglich schlechte Qualität des Jimmy-Reed-Blues Baby what you want me to do an. Allein dieses Stück lädt zum munteren philosophieren ein: Will sich der bekennende LP-Fan Young über seine CD-Fans lustig machen, witzelt er über die Unterschiede zwischen neumodischer HDCD-Technik (auf die er hier so stolz ist) und altem Bootleg-Charme, nobody knows.....
Eines ist wie immer klar: Diese Platte musste herauskommen, weil keiner mit ihr gerechnet hatte und sie hat diesen gewissen Reiz, dieses Etwas......