Eigentlich sagt die Überschrift schon alles. Ich glaube, "Broadway Danny Rose" ist einer der kürzesten, unspektakulärsten und zugleich melancholischschönsten Filme, die ich je sehen durfte. Das alles in Schwarz-Weiß und stets tragikkomisch, auch teils aberwitzig, teils lebensnah ist, macht den Film so wertvoll.
Danny Rose, von Woody Allen selbst wunderbar verkörpert, ist ein schrulliger Künstleragent, der sich meist für die verlassensten Entertainer und Versager einsetzt: Sei es ein stotternder Bauchredner, ein einbeiniger Stepptänzer, ein Mann mit einer Vogelklaviernummer, dessen Leitvogel der Katze zum Opfer gefallen ist oder der Sänger Lou, der schon seit den 50er Jahren keinen Hit mehr hatte.
Im Film sitzen am Anfang einige Leute aus der Branche beim Essen zusammen und erzählen sich Anekdoten über diesen leicht trotteligen und doch irgendwie liebenswerten und unverzichtbaren Mann. Nach einigen kleineren, kommt einer schließlich mit der "besten" Danny-Rose-Geschichte an: Sie wird sich als eine Mischung aus Slapstick, Gangsterstory und Liebesgeschichte erweisen - es ist nämlich eben diese Geschichte, wie Danny versucht Lou ein Comeback in der Nostalgiewelle zu verschaffen und dabei unfreiwillig für den Liebhaber seiner Angebeteten gehalten wird, die anscheinend immer die falschen Herzen bricht...
Danny Rose ist nicht unbedingt ein smarter, auch kein wirklich witziger Film. Er ist nostalgisch und ein bisschen klein gehalten, ein bisschen wie einer dieser Filme, die einem ihre Geschichte erzählen und dann gleich wieder verschwinden, im Zwielicht ihrer eigenen, stilvoll bescheidenen Musik.