Produktbeschreibungen
In Ermangelung von Freizeit-Alternativen begann Joe Steer als junger Teenager in Devon lebend, Songs zu schreiben. Nach der Schule studierte er Musik und wurde Teil eines Orchesters, bevor er gemeinsam mit Lee Schofield die Band
Artisan gründete. Später entschloß Joe, sein eigenes Projekt zu starten. Er zog sich in seine Wohnung in Nordlondon zurück und experimentierte mit Ideen herum, dabei entstanden die Songs, die später auf der
Broadcast 2000 Debüt- EP
Building Blocks veröffentlicht wurden. Steer beeindruckte dort erstmals mit seinem bezaubernden Tenor. Nach der EP
Building Blocks folgt nun das selbsbetitelte Album
Broadcast 2000. Auf diesem wurden Steers Homerecordings durch den Violinisten Tom Hobden (
Noah And The Wale) verfeinert, außerdem wurden einige Aufnahmen gemeinsam mit dem Produzenten Eliot James (
Kaiser Chiefs,
Bloc Party) durchgeführt, um
Broadcast 2000s hypnotischen und orchestralen Folkpopkompositionen den letzten Schliff zu verleihen. Wenn Steer für die neue Produktion das gewohnte Umfeld seines Heimstudios verließ, dann auch, um die Dichte der Komposition zu erhöhen. Es ging ihm darum, den Sound kraftvoller zu machen und mehr Instrumente und Stimmen hinzuzufügen, als er es mit seinem Equipment zuhause gekonnt hätte. Trotzdem hat die Musik ihren Heimstudio-Sound nicht verloren. Alles klingt immer noch so, als hätte er es daheim aufgenommen, jedoch mit einem Orchester im Wohnzimmer. Die so entstandenen Stücke sind sinfonische Kleinode, versehen mit feinfühlig übereinander gelegtem Gesang und komplexen, aber harmonischen Arrangements, bei denen Kontrabass, Cello, Gitarre, Ukulele, Glockenspiel und Percussion, alle gespielt von Steer, zum Einsatz kommen.
"Warmherzig, verspielt und liebevoll instrumentiert: das mehrstöckige Folkpop- Gebäude von
Broadcast 2000."
Musikexpress "Vielleicht ist
Broadcast 2000 so etwas wie das britische Äquivalent zu
Get Well Soon….Ein ganz eigenwilliger, doch nicht zu abgedrehter Song- und Klangkosmos…"
Intro "
Broadcast 2000 sind eine echte Entdeckung…Es ist eine Freude, diesen Liedern, die an Sufjan Stevens, Ryan Adams oder Jeff Buckley erinnern, seine Aufmerksamkeit zu schenken."
Piranha
Auf seinem Debütalbum setzt Broadcast 2000-Kopf Joe Steer auf eine Überdosis Niedlichkeit. Dabei ist er aus dem Hello Kitty-Alter längst raus. "Ganz ehrlich, wenn wir als Band unterwegs sind, fühle ich mich oft wie der langweilige Onkel meiner Kollegen", gesteht Joe Steer. Verwunderlich ist das nicht. Der hagere Londoner ist fast zehn Jahre älter als seine Mitstreiter und doch ist die von Steer unter dem Decknamen Broadcast 2000 produzierte Musik alles andere als langweilig. Kommende Touren werden für Steer wohl musikalische Klassenreisen - mit ihm als Lehrer. Broadcast 2000 wachsen als Live-Projekt stetig, zur Veröffentlichung des selbstbetitelten Erstlings wird Joe Steer mit mehreren Percussionisten, Sängern und einem Streichquartett eine kleine Armee von Mitmusikern auf die Bühne führen, um seine orchestralen Folk-Pop-Miniaturen in all ihrer Vielschichtigkeit umsetzen zu können.
Ausgedacht hat sich Steer diese Kleinode allein in seinem Schlafzimmer, das angesichts der instrumentalen Vielfalt auf 'Broadcast 2000' einer musikalischen Rumpelkammer gleichen sollte. Für die Arbeit am Album begab sich der schluffige Bandleader in die Untiefen des Home-Recordings und bastelte aus einzelnen Gitarrenakkorden, Celli, Ukulelen, Streichern, Klicker-Beats und Glockenspielen ein Sounduniversum, das nicht nur filigran, sondern irgendwie auch besonders niedlich wirkt. Broadcast 2000 klingen deshalb nicht selten, wie die britische Version von Sufjan Stevens. Steer hat das große Talent, aus ziemlich unrockigen Attributen wie klassischer Musikausbildung und Kammermusik zeitgemäßen Indie zu basteln. "Klassische Musiker sind seltsame Typen, das bestreite ich gar nicht. Ich habe Cello studiert und sowas wirkt im Pop-Betrieb immer noch irgendwie anrüchig. Und wenn sich meine Bandkollegen haltlos besaufen, sage ich am nächsten Morgen: 'Ich hab es euch doch gesagt'." Joe Steer kann sich ein Grinsen über die eigene Verschrobenheit nicht verkneifen. "Aber die Niedlichkeit kennt natürlich Grenzen. Ich habe mir ein Klavier gekauft und werde darauf die nächste Platte schreiben. Zumindest werde ich nicht mehr so viel Glockenspiel einsetzen, das wäre irgendwann nervenzerfetzend - auch für die Nachbarn."
Von den klassischen Wurzeln hat sich Steer für Broadcast trotz aller kammersynphonischen Aspekte seiner Musik weitgehend gelöst. Trotzdem hat die Konservatoriums-Erfahrung auch im popkulturellen Kontext einiges für sich. Steer zumindest findet im Gespräch immer wieder Schnittstellen, die man so nicht vermutet hätte: "Aus dem Orchester bin ich es zumindest gewohnt, mit unglaublich vielen Musikern unterwegs zu sein. Das hilft auch im Fall von Broadcast 2000."