James Bond ist bekannt für seine Haftminen, schießenden Kugelschreiber, Abendgarderobe mit Tauchausrüstung und ähnliche Spezialwaffen. Doch warum ist der Superagent ausgerechnet Brite? Wer sich diese Frage schon immer gestellt hat, findet die Antwort in diesem Buch. Britische Geheimdienste haben während des Zweiten Weltkriegs erstmals die Kunst der verdeckten Kriegsführung technisiert und Tausende mit speziellen Waffen ausgerüstete Agenten in die feindlich besetzten Gebiete entsandt. Damit schufen sie die Grundlage für den Mythos, den der Bond-Autor Ian Fleming dann mit seinem fiktiven Helden unsterblich gemacht hat.
Dies ist nur eine Interpretation von mir, weil ich mich sehr für Bond 007 interessiere. Der Autor behandelt das Thema sehr seriös und mit fast wissenschaftlicher Prezision. Hier schreibt kein Waffennarr, sondern ein professioneller und analytisch vorgehender Historiker. Dennoch ist das Buch sehr kurzweilig lesbar und kein langweiliges Nachschlagewerk. Der Leser erfährt, wie es zur Spezialisierung der britischen Dienste auf Guerillakriegsführung kam und wie die speziell dafür entworfenen Waffen und Sprengmittel im Kriegsverlauf immer mehr perfektioniert wurden. Anhand der deutschen Version einer Gebrauchsanweisung für diese Kriegsmittel, die im Anhang als Nachdruck wiedergegeben ist, kann man sich in die Widerstandskämpfer hineinversetzen, die von den Briten per Fallschirm Waffenpakete abgeworfen erhielten und sich anhand dieser Pamphlete ausbilden mussten.
Ich habe das Buch sehr genossen und kann es vorbehaltlos weiterempfehlen.