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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Antworten auf Fragen, die Sie sich nie stellten :-),
Von
Rezension bezieht sich auf: Britannica & ich: Von einem, der auszog, der klügste Mensch der Welt zu werden (Taschenbuch)
Haben Sie das Zeug zum Schwerdenker, legen Sie Wert auf Wissen, das Sie vielleicht niemals benötigen, reizt Sie ein enzyklopädischer Crashkurs? Und haben Sie's nicht so recht mit Suchmaschinen wie Yahoo! und Google? Dann sind Sie bei A.J. Jacobs humorvoller Odyssee durch das wohl berühmteste Nachschlagwerk der Welt goldrichtig.Jacobs, von Berufs wegen Redakteur beim "Esquire" bzw. umtriebiger Artikelschreiber für "The New Yorker" u.a. Magazine, stellte sich freiwillig der Mammutaufgabe, die "Encyclopaedia Britannica" von "A-ak" bis "Zywiec" durchzuackern. Er schaffte die 32 je 2 kg schweren Bände und 33.000 Seiten in einem Jahr. Da die thematischen Sprünge zwischen den Eintragungen mitunter sehr groß sind, litt Jacobs bald an einem (O-Ton) "geistigen Schleudertrauma". Geschadet hat's ihm nicht. Was er in "Britannica & ich" Revue passieren lässt, liest sich flott und führt zu Permaschmunzeln (ein Wort, das auch einen Eintrag wert wäre ;-)). Genies wie George Bernard Shaw oder der Physiker Richard Feynman lasen sich ebenfalls von A bis Z durch die "Britannica". A.J. Jacobs ist somit in bester Gesellschaft. Nun aber zum Kern der Sache. Wussten Sie z.B., dass die etruskische Schrift nach dem Boustrophedon-Muster verläuft? Dass die Popgruppe Eurythmics ihren Bandnamen von einer bei den Anthroposophen gepflegten Bewegungsart entliehen hat? Dass Aristoteles in Sachen Genetik ein Anhänger der Telegonie, und Pythagoras "einer der schrulligsten Männer" (Jacobs) war? Dass im alten Schottland unverheiratete Paare zwar im selben Bett schlafen durften, aber in getrennte Schlafsäcke eingenäht wurden (was dann bundling hieß)? Dass es im selben Land das Amt eines Abbot of Unreason (Abt der Unvernunft) gab? Nein? Dann sind Sie reif für A.J. Jacobs Lesereise. Schottland scheint überhaupt ein guter Boden für die "Britannica" zu sein. Sie erschien zum ersten Mal 1768 in Edinburgh, dreibändig, produziert von einem obskuren Schriftsetzer, einem trinkfesten Herausgeber und dessen 1,35 m großen Kompagnon. 1913 steuerten dann schon schillernde Persönlichkeiten wie Harry Houdini, Sigmund Freud und Albert Einstein ihre Artikel bei. Wenn Ihnen selbst daran gelegen ist, Eingang in diese hehre Enzyklopädie zu finden, hat A.J. Jacobs u.a. folgende Tipps zur Hand: "- Lassen Sie sich enthaupten. Das ist der wahrscheinlich schnellste Weg zu einem Eintrag. - Erforschen Sie die Arktis. Je verhängnisvoller der Ausgang Ihrer Expedition, desto besser. - Schreiben Sie Gedichte. Surrealistische und russische Poeten werden besonders gern genommen. - Lassen Sie sich kastrieren (nur für Herren). Wenn Sie es wirklich zu etwas bringen wollen, kann es nicht schaden, wenn das Wörtchen 'Eunuch' in Ihrem Lebenslauf auftaucht. - Werden Sie Geliebte eines Monarchen (nur für Damen). Das scheint mir eine ebenso angenehme wie schmerzlose Methode zu sein, Eingang zu finden." Fast hätt' ich's vergessen. War Ihnen bekannt, dass der berühmte Afrikaforscher Livingstone an Hämorrhoiden starb? Ein Exitus, der vielleicht nur die reizende Charlotte Roche interessiert ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine Geschichte über Intelligenz, Überheblichkeit und die wichtigen Dinge im Leben,
Von
Rezension bezieht sich auf: Britannica & ich: Von einem, der auszog, der klügste Mensch der Welt zu werden (Taschenbuch)
A.J. Jacobs erzählt die Geschichte wie er vorhatte die Enzyclopaedia Britannica von A bis Z zu lesen. Die Höhen und Tiefen die er dabei durchlebt, erfährt der Leser in anderer Weise durch Jacobs sehr unkonventionellen Humor. Auf der einen Seite stehen die wissenschaftlichen Beiträge der EB, die er nach freier Auswahl zitiert, auf der anderen Seite, im völligen Gegensatz dazu, steht seine ungemein lockere Erzählweise. Jacobs lässt im gesamten Buch nie Zweifel daran aufkommen, dass er eigentlich Artikel für Boulevardblätter verfasst. Wenn er beispielsweise Goethe als "Penner" bezeichnet oder einen mythologischen Exkurs mit den Worten "wild gewordene Griechenhure" beendet. Humor, der teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist. Zudem bringt er im Buch zahlreiche US-Showgrößen unter, von denen man nicht unbedingt schon etwas gehört hat, was den Lesespaß auf einigen Seiten etwas trübt. Doch nun zum positiven: Auf der Suche nach grenzenlosem Wissen ( gut, nicht ganz grenzenlos, es sind exaxt 44 Millionen Wörter)bringt der Autor dem Leser seine ganze Familie Buchseite zu Buchseite näher. Die Sympathie, die man für für Jacobs von der 1. Seite an entwickelt hat, überträgt sich im Laufe des Buches auf seine Familie, die er in jedem noch so absurden Fach-Beitrag unterzubringen weiß. Er bringt den Leser damit den wirklich wichtigen Dingen näher - abseits von Intelligenz, Überheblichkeit oder Francis Bacon, der an einer Bronchitis starb, die er sich zugezogen hatte als er wissen wollte ob ein mit Schnee voll gestopftes Huhn vielleicht langsamer verwest.Dieses Buch ist zum schmunzeln und vor-sich-hin-grinsen,zum weitererzählen völlig banaler Anekdoten aus der gesamten Menschheitsgeschichte und für alle diejenigen, die einfach ein sympathisches Buch lesen wollen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
seeeehr unterhaltsam!,
Von mondmobil (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Britannica & ich: Von einem, der auszog, der klügste Mensch der Welt zu werden (Taschenbuch)
Es wundert mich richtig, dass die Rezensionen zu diesem Buch unterdurchschnittlich ausfallen - Mir hat's wirklich gefallen! A.J.Jacobs beschreibt den beschwerlichen Weg durch die Britannica (allein schon seine Ausdauer hat mich schwer beeindruckt) von A - Z. Zwischen wirklich wissenswerten Informationen und skurrilen Anekdoten kommt er immer wieder auf seinen Alltag, seine Ehe, seine etwas schwierige Familie zu sprechen, und dabei zieht er so ziemlich alles und jedes durch den Kakao.Gerade die Kritik, dass Jacobs selbstverliebt wirkt, kann ich nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Er nimmt sich ständig selbst auf die Schaufel, beschreibt sich unverblümt als mit Größen- und Bildungswahn behaftet, kritisiert immer wieder die Hochmut und den "Standesdünkel" der Intellektuellen (besonders lustig finde ich die Stellen über die Mensianer - ich habe sie meinem Mann, der auch einer ist, vorgelesen, und er hat sich prächtig amüsiert...) Vor allem die kräftige Portion Selbstironie macht das Buch wirklich lesenswert. Vorwiegend will Jacobs sicher unterhalten. Dennoch wirft er auch immer wieder die Frage nach dem Sinn von Bildung auf - wie wichtig ist es, sich sein Hirn mit Fakten vollzustopfen? Geht's vielen Wissenshungrigen nicht hauptsächlich darum, mit ihrer Bildung anzugeben bzw. sich anderen überlegen zu fühlen? Ich kann "Britannica und ich" allen, die sich (und auch ihren IQ ;-) nicht allzu ernst nehmen, wirklich ans Herz legen - Gute Unterhaltung für zwischendurch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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