Nicht zuletzt dank der besonders atmosphärischen, bedrohlichen und überdrehten Musik zieht es den Betrachter in den zugrunde liegenden Film hinein. Wie fälschlich in der Produktinfo angekündigt ist diese Zusammenstellung nicht "nur" von R.E.M., sondern von so unterschiedlichen 60er - 70er Bands wie den Who, den Clash oder den Big Brother and the Holding Company. Die große Klammer ist die zeittypische Produktion, die jedoch gut gemastert und weich bearbeitet daherkommt: Auf einem guten CD-Player tönt all das satt und rund, was zu Beginn der CD-Ära noch wie aus dem Handylautsprecher geklungen hätte. Es beginnt noch ganz zurückhaltend mit Van Morrissons eleganten Northern-Soul-Grooves, spätestens ab der Nummer 3 beschleunigt die Musik allerdings auf Lichtgeschwindigkeit. Eine schöne Klang-Zusammenstellung aus einem klasse Film. Ein Wermutstropfen: Warum nun der schlechtesten Song der einst wegweisenden Reggae-Band UB 40, nämlich "Red Wine" enthalten sein muss, bleibt ein Rätsel, schließlich ist ihr Red Wine so etwas wie Uriah Heeps Lady in Black, nämlich ein Armutszeugnis. Nicht umsonst hat Jan Delay den Rotwein auf Searching... aufs Korn genommen.