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Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung

4.3 von 5 Sternen 38 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman, Ving Rhames, Tom Sizemore
  • Regisseur(e): Martin Scorsese
  • Komponist: Elmer Bernstein
  • Künstler: Dante Ferretti, Rita Ryack, Joseph Reidy, Robert Richardson, Scott Rudin, Thelma Schoonmaker, Adam Schroeder, Paul Schrader, James Sabat, Barbara De Fina, Eric Steel, Bruce S. Pustin, Robert Guerra
  • Format: PAL, Surround Sound
  • Sprache: Ungarisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Bulgarisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Touchstone
  • Erscheinungstermin: 24. April 2001
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 116 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen 38 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00005JH8S
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bringing Out The Dead gehört zu den DVDs, die vor allem durch brillante Bild- und Tonqualität bestechen. Sowohl der Transfer der Bilddaten (in Originalformat 1:2.35) als auch die Aufbereitung der Tonspur (Deutsch, Englisch und Spanisch in Dolby 5.1) sind makellos gelungen. Daher kann man verschmerzen, dass die Special Features extrem mager ausgefallen sind. Denn außer einem zehnminütigem Making Of, in dem Martin Scorsese, Nicolas Cage und Autor Joe Connelly zu Wort kommen, hat diese Edition nichts zu bieten. --René Classen

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Martin Scorsese ist mit seinem Film Bringing Out The Dead in die Straßen von New York heimgekehrt. Bringing Out The Dead ist das rasant erzählte Märchen eines Krankenwagenfahrers (Nicolas Cage) auf einer Dreitagesschicht ohne Schlaf, in der er sich auf einer adrenalinpuschenden Odyssee durch die Nacht befindet. Scorsese erzählt keine durchgängige Geschichte, er erschafft vielmehr ein Stimmungsporträt der Nacht und bedient sich dabei den Erinnerungen des ehemaligen Krankenwagenfahrers Joe Connelly, dessen semi-autobiographisches Buch gleichen Titels dem Film als Vorlage dient. So ist Bringing Out The Dead ein realistisches, gleichzeitig aber auch surreales, düsteres Comicmärchen über die Suche eines Mannes nach Erlösung.

Frank Pierce (Cage) ist dieser Mann, der sich von seinem Job als Krankenwagenfahrer ausgelaugt fühlt. Er sieht sich nicht mehr als Lebensretter. Er fühlt sich vielmehr traurig aufgrund des Elends, mit dem er jeden Tag konfrontiert wird. Krampfhaft versucht er, den Schmerz in sich zu vertuschen. Doch es gelingt ihm immer weniger. Sein Leben ändert sich, als er Mary (Patricia Arquette) kennen lernt, die Tochter eines Mannes, der einen Herzinfarkt erlitten hat und den Frank ins Krankenhaus transportiert hat. In einer Welt, in der menschliche Interaktion in der Regel bedeutet, einen leblosen Körper auf eine Trage zu legen, steht Frank kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Doch die Begegnung mit Mary verändert sein Leben.

In Bringing Out The Dead hat Scorsese erstmals seit langer Zeit wieder mit seinem Drehbuchautor Paul Schrader zusammengearbeitet, der bereits für die Drehbücher zu den Filmen Taxi Driver und Wie ein wilder Stier verantwortlich war. Kameramann Robert Richardson wiederum spinnt ein engmaschiges Netz von Menschen und Schicksalen über das New York der frühen 90er-Jahre und entwickelt ein unglaubliches visuelles Geschick bei der Komposition von Bildern als Spiegel der Gefühle der handelnden Personen, ohne dabei Überflüssiges im Bild festzuhalten.

Nicolas Cage wiederum erbringt in seiner Rolle eine außergewöhnliche Leistung, wobei er von einer großartigen Darstellercrew unterstützt wird, die neben Patricia Arquette auch noch John Goodman, Ving Rhames und Tom Sizemore umfasst. In Nebenrollen sind außerdem Mary Beth Hurt und Latino-Popstar Marc Anthony (als Drogenjunkie) zu sehen. Hervorzuheben ist schließlich der Kurzauftritt von Cliff Curtis in der Rolle eines freundlichen Drogenhändlers!

Ein Meisterwerk wie Taxi Driver ist Scorseses neuer Film nicht, aber er gehört ganz klar zu seinen besten Werken. --Mark Englehart

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD
Frank ist ein Mensch der in einem der unwirklichsten Berufe dieser Welt arbeitet - er ist im Rettungsdienst, und das auch noch in New York...
Es ist ein Job ohne Netz und Doppelten Boden - Fehler werden sofort bestraft - und es ist die große Frage ab welcher Nähe zu Patienten diese als "Fehler" gewertet werden darf....
Der Film beschreibt genau den Drahtseilakt zwischen Trost und Untergang mit Patienten und deren Angehörigen. Dieser Film offenbart uns Seiten (liebe Kollegen!) die sicherlich jeder schon einmal an sich entdecken durfte / mußte...
Der Film widmet sich der schönsten Droge der Welt - ein Leben zu retten und der größten Niederlage - eines zu verlieren!
Frank verfängt sich in den Leidensgeschichten seiner Patienten - wird eingeholt von der Kundschaft die er nicht dem Tod abjagen konnte. Nicolas Cage spielt diese Rolle wunderbar überzeugend, ist er doch in Vorbereitung zu diesem Film im New Yorker Rettungsdienst mitgefahren um an der Quelle zu sehen was er verkörpern soll...
John Goodman an seine Seite zu stellen war ein genialer Schachzug - die beiden wirken wirklich enorm realistisch!
Ist ein Kultfilm - in der Tat - und das nicht nur für mich und meine Kollegen aus dem Deutschen Rettungsdienst!
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Von Ein Kunde am 28. September 2004
Format: DVD
Der Film spielt in den frühen 90ern in einem New York, in dem Bürgermeister Rudi Giuliani die Broken Windows Theory und das Zero Tolerance Konzept noch nicht zur Maxime der Exekutive erhoben hat. Junkies, Penner, Straßenstrich - ein einziges Elend, durch das Frank und seine Sanitäter-Kollegen nächtens kurven und der Klientel harren. Die angespannte Langeweile wird mit Isopropanol und jener mit O-Saft gestreckt. Ein Job auf Abruf. Und der erfolgt natürlich immer zu spät, wenn die Kinderhure die Überdosis bereits intus hat, der Dealer schon auf dem Balkongitter aufgespießt ist oder die Reanimation nur noch eine Körperhülle am Funktionieren hält.

Ein Job also auch, in dem die privat organisierte Dienstleistung an der Gesundheit ihre eigene Ökonomie geltend macht. Leben retten bringt manchmal, den Tod verzögern auf jeden Fall, Geld. Franks Leid entstammt der Bodenlosigkeit und dem Fatalismus seiner Arbeit, sein Streben gilt einem sinnvollen Maßstab. Am Ende wird er den Tod akzeptiert haben. Und die Liebe.

Diesen bitteren Kern hat Scorcese in ein unbekümmertes Kaleidoskop expressionistischer Lichtorgien, schwelgerischer Musikeinfälle und überzogener Heroin-Chic-Allegorik aufgespalten. Ein verschlepptes 'Red, red wine' während Frank im Selbstversuch harte Drogen erprobt und in tiefroten Teppichen versinkt, ein hingerotztes 'I'm so bored with the USA' während er am Steuer brüllend vor Wahnsinn durch die Rotlichtviertel brettert, nur um dem ewig gleichen Penner ('The King of Stink, the Duke of Drunk') das Erbrochene aus der Luftröhre zu saugen.
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Format: DVD
Ich denke dieser Film ist für Szene-Insider wirklich ein erfrischender/komischer Film, aber auch ein Film der sehr differenzierte gesellschaftskritische Seitenhiebe in sich hat. Nicolas Cage spielt hier den ausgeburnten Paramedic Frank(eben keinen Sanitäter oder "Krankenwagenfahrer" wie das hier von anderen bezeichnet wurde - aber wir vergeben natürlich den Unwissenden)der in einem "problematischen" Viertel New Yorks Nachtdienste auf dem Rettungswagen verbringt. Zur Erheiterung tragen auch die echt schrägen Kollegen von Frank bei, die wohl durch den Dauerstress in New York alle ein mehr oder weniger großen Hau weg haben. Die Szenen/Einsätze am Rande der Gesellschaft dürften Insidern irgendwie bekannt vorkommen. Auf die notfallmedizinischen Details sollte man hier nicht so sehr achten, hier mußten wohl für die eigentlichen Ziele des Filmes Kompromisse gemacht werden. Alles in allem aber, meiner Meinung nach, eine gelungene Darstellung der Belastung von Menschen in diesem Berufsbild. Natürlich ist alles, für unsere Augen, New York-spezifisch überzogen. In einer deutschen Stadt wird man wohl seltener Einsätze mit mehren Schussverletzten haben. Aber es ist mit Sicherheit der Film zum Thema: Posttraumatisches Belastungssyndrom.
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Format: DVD
Ein sehr subjektives Berufsbild von einem Rettungssanitäter (Nicolas Cage), der ausgebrannt ist, Alkohol und Drogen konsumiert und sich dennoch einen menschlichen Touch im Umgang mit den Hilfesuchenden bewahrt hat. Der Zynismus der Kollegen bestimmt die Kommunikation. Ist wohl ein Schutzverhalten, um in diesem Stress und inmitten des menschlichen Elends zu überleben. In bestimmten Situationen nimmt Cage im Rausch Kontakt zu den Sterbenden auf. Das wird optisch umgesetzt, wie er die Toten wieder an die Oberfläche bringt. Eine predigende Nonne weist den Weg der Wiederauferstehung. Die letzte Einstellung wirkt demnach fast wie eine Pieta, wenn sich Cage an Patricia Arquette anschmiegt. Doch diese Religiosität wirkt etwas aufgesetzt. Eigentlich findet all das nur im Kopf von Cage statt, der von Toten heimgesucht wird, die er nicht retten konnte, und der durchaus nachvollziehbar an seiner Umgebung verzweifelt. In dieser hoffnungslosen Welt ist vielleicht die Flucht in einen religiösen Wahn ein möglicher Ausweg. Bedrückend realistisch und zugleich aber durch die Antennen zum Jenseits nach oben offen.
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