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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das pure Songwriter-Vergnügen,
Rezension bezieht sich auf: Bring the Family (Audio CD)
Immer wieder frappierend: Die mit Worten kaum zu beschreibende zusätzliche Dimension durch das SACD-Format, die bei den Hybrid-SACDs bis zu einem gewissen Grad selbst ohne dazugehörenden Player hörbar wird. Auch "Bring the Family", mit dem John Hiatt 1987 seinen Durchbruch schaffte, hat in der SACD-Version um einiges an Natürlichkeit gewonnen und besticht durch deutlich mehr Tiefe im Klangbild. Jetzt zahlt sich aus, dass Toningenieur Larry Hirsch und Produzent John Chelew schon seinerzeit höchsten Wert auf die größtmögliche Transparenz bei den Aufnahmen legten. Der Hörer hat das Gefühl, er hockt mitten zwischen Ry Cooders messerscharfer E-Gitarre, Hiatts Piano- und Klampfenakkorden, Nick Lowes pumpenden Bassläufen, und Jim Keltners zurückhaltend groovenden Drums. In dieser Besetzung nahmen die Herren übrigens drei Jahre später auch das Album "Little Village", ebenfalls vorzüglich, auf. Darüber bellt Hiatt mit charakteristischer Stimme seine Texte, mit denen er seine damals schwierige Lebenssituation verarbeitete. Der Mann war Mitte der 80er Jahre am Boden. Seine Frau hatte ihn verlassen, sein altes Label hatte ihn wegen Erfolglosigkeit gedroppt, zudem hatte er die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum verloren. "Bring the Family" war ein Neuanfang nach erfolgreichem Entzug. Dass ihm dabei diese Traumbesetzung zur Verfügung stand, ging auf eine Schnapsidee zurück: Ein A&R-Manager der britischen Dependance von Hiatts Plattenfirma hatte ihn nach seinem Dream Team gefragt. Hiatt hatte ohne groß nachzudenken die besten ihres Fachs genannt - und der Manager schaffte es, die Herren tatsächlich zusammenzutrommeln. Aber nicht nur die ausgezeichnete Band machen "Bring the Family" zum Meilenstein. Es sind John Hiatts eindrucksvolle Songs, die dem Album den Ausnahmerang geben. Der fröhliche Rocker "Things called Love" wurde wenig später nach Veröffentlichung ein kleiner Hit in der Version von Bonnie Raitt und Liebeslieder wie "Have a little Faith in me" und "Learning how to love you" sorgen noch heute für Gänsehaut, wobei ersteres mehrfach gecovert wurde, am prominentesten von Joe Cocker. Unter dem Strich handelt es sich bei "Bring the Family" um ein Kleinod der besonderen Art, welches jeder Musikfan UNBEDINGT besitzen sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schnörkellos,
Rezension bezieht sich auf: Bring the Family (Audio CD)
Wenn man diese CD hört, weiß man, warum John Hiatts Songs so oft nachgespielt und von anderen Interpreten bekannt gemacht werden. Unklar bleibt, warum Hiatts eigene Interpretationen relativ unbekannt bleiben -- Hiatt ist ein begnadeter Songwriter, der partout in keine Schublade passen will, und der regelmäßig mit jedem neuen Album die bisherige (hierzulande ohnehin recht kleine) Fangemeinde ratlos macht, weil er sich eben auf keinen Stil festnageln lässt. Konstant von Album zu Album bleiben jedoch Vielseitigkeit und Virtuosität -- und eine Blues-taugliche unprätentiöse Stimme."Bring the Family" ist geprägt von Bluesballaden und schnörkellosem Rock und Folk, gelegentlich auch ungehobeltem Country ohne Western-Seligkeit. Die Melodien stehen klar im Vordergrund, die Instrumentierung ist eher zurückhaltend. Aber auch Zurückhaltung will gekonnt sein, und hier ist sie's. Ein Highlight bleibt auch nach vielen Durchläufen "Have a Little Faith". Hiatts Gesang ist zwar kein Naturereignis wie der von Joe Cocker, aber durch die zurückhaltende Pianobegleitung entsteht hier eine ganz eigene Atmosphäre, die unter die Haut geht. Andere Tipps zum Reinhören: "Memphis in the Meantime", das an die besten Zeiten von J.J. Cale erinnert; oder "Alone in the Dark", ein gediegener tiefschwarzer Blues. Oder "Lipstick Sunset", eine melancholische, wunderbar spröde Ballade, oder auch "Your Dad Did", eine eingängige Rock-Nummer mit viel Drive. Und zum Schluss das wunderschöne "Learning How to Love You", dem man bei jedem Ton anhört, wie den vier Vollblut-Musikern Hiatt, Cooder, Keltner, Lowe das Zusammenspiel Spaß gemacht hat. Ein vielseitiges Album ohne Schwachstellen, das schnörkellos rüberkommt und doch bei aller Zurückhaltung mit musikalischen Finessen nicht geizt. Dafür sorgen diesmal nicht zuletzt Hiatts illustre Begleitmusiker: Ry Cooder, Jim Keltner, Nick Lowe... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragende Eigenkompositionen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bring the Family (Audio CD)
John Hiatt muss als aufrechter Rockmusiker angesehen werden, der authentisch ist und dies durch eine lange Phase relativer Unbekanntheit, die in Deutschland immer noch anhält, geworden ist. Dass er nie den Glauben an sich verloren hat, hört man "Bring the Family" in jedem Song an. Das inzwischen auch von Joe Cocker vertonte "Have a little faith in me" ist eine Aufforderung, die man annehmen sollte. Eine ganz große Platte mit starker Besetzung (Ry Cooder, Nick Lowe, Jim Keltner). Wenn man überhaupt Songs herausheben möchte, so muss man hier sicherlich das zarte "Lipstick sunset" mit phantastischer slide guitar und das stimmungsvolle "Alone in the dark" mit überragendem Intro nennen. Wenn du Freund(in) großer Rockmusik bist und auf der Suche nach nicht völlig ausgetrampelten Pfaden - willkommen!
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