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Brigitta: Novelle Urfassung/Studienfassung [Taschenbuch]

Joseph Kiermeier-Debre , Adalbert Stifter
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. April 1997

Ebenso großartig wie sensibel erzählt Stifter die schwierige Liebesbeziehung der an äußeren Reizen armen Brigitta und dem sie um ihres Wesens willen liebenden Gutsherrn Stephan. Als dieser sie betrügt, gelingt es ihr, den inneren Reichtum in würdige Stärke und Tätigkeit umzusetzen – und schließlich auch die gereifte Liebe ihres Mannes zurückzugewinnen.

Stifter verlegt die Lebens- und Leidensgeschichte Brigittas in die ungarische Steppe und schafft somit eine Verknüpfung des Schicksals seiner Protagonistin mit den politischen und kulturellen Geschehnissen in Ungarn.

Die Novelle ›Brigitta‹ gehört zu den am häufigsten veröffentlichten und gelesenen Texten Adalbert Stifters. Wie bei nahezu all seinen Erzählungen existiert auch hier eine Ur- oder »Journal«-Fassung und eine Buchausgabe, in diesem Fall die sogenannte »Studien«-Fassung. Diese Edition enthält erstmals originalgetreu beide Versionen von 1844 und 1847 in einer parallelen Textanordnung.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 186 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423026081
  • ISBN-13: 978-3423026086
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 17,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 635.138 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Qualität der Hörbuchfassung liegt in der geschickt gekürzten Rahmenhandlung. Karl Menrad setzt Stifters Erzählkunst so gekonnt um, dass sich dieser Ausflug in die überschaubare Welt des 19. Jahrhunderts allemal lohnt." (NDR Kultur) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Buchrückseite

Brigitta, die Titelgestalt der zuerst 1844, in überarbeiteter Form dann 1847 im vierten Band der Studien erschienenen Erzählung, ist bei aller natürlichen Lebenskraft auf ungewöhnliche Weise benachteiligt: als Kind so häßlich, daß selbst die Mutter sich von ihr abwendet, wächst sie einsam und unverstanden auf, und auch ihre Ehe steht vorerst unter keinem guten Stern. Der Leser wird Schritt für Schritt in die Ereignisse eingeweiht, kann das die Erzählung beherrschende Geheimnis aber erst im Rückblick ganz verstehen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine sehr faszinierende Erzählung 22. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Adalbert Stifter: Brigitta 1847

"Brigitta" ist eine der bedeutendsten Erzählungen Stifters. Es ist eine Liebesgeschichte, die ich auf den ersten Blick gar nicht als solche erkannte.

Die ganze Erzählung beginnt mit einem philosophischen Gedankengang, der etwa eine halbe Seite lang ist. Er ist Einleitung und vorweggenommene Schlussfolgerung zugleich. Dieser für mich sehr eindrückliche Gedankengang weckte bei mir aber weniger die Neugierde auf die folgende Erzählung, sondern viel mehr das Interesse an Stifters Denkart.

Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt, die klar nach ihrem Geschehen voneinander abgetrennt, deren Übergänge aber fliessend sind. Stifter schreibt aus der Perspektive des Protagonisten und nur selten und fast unmerklich wechselt er in die Aussensicht. Ich erfuhr so den ganzen Verlauf der Dinge aus der Sicht des Erzählers, genau so, wie er sie der Reihe nach erlebt hat. Es ist ein Rückblick auf ein Erlebnis. Dabei macht Stifter weder Vorausdeutungen noch Gedankensprünge. Aus diesem Grund war die Erzählung für mich sehr einfach nachvollziehbar. "Brigitta" besteht eigentlich aus zwei unterschiedlichen Geschichten, die Stifter geschickt miteinander verknüpft hat.

Der Protagonist begibt sich auf den Weg nach Ungarn, um dort seinen alten Reisebekannten zu besuchen. Von diesem Major erfährt er das Schicksal Brigittas, der Frau, die auf dem Nachbargut wohnt. Aus der Vergangenheit des Protagonisten selber erfährt man nur, was zur Erklärung einzelner Umstände wichtig ist. Die namenlos bleibende Person erhält dadurch für mich einen etwas unpersönlichen Zug. Ich lernte seine Person vor allem durch seine Beobachtungen und Schilderungen kennen....

Stifter benützt für seine feinfühligen Beschreibungen sehr viele Adjektive. Er legt sehr viel Wert auf kleine Dinge, die vielen Menschen als wertlos erscheinen mögen. Bei mir haben Stifters fein differenzierte Wertauffassungen einen sehr tiefen Eindruck hinterlassen, denn bei ihm erhält sogar das Hässliche schöne Züge und Einsamkeit wie Öde bekommen ihren eigenen Reiz. In dieser Erzählung erhält die Zeit ihre eigene Dimension und die Menschen haben eine fast grenzenlose Geduld. Ich konnte die Stille und Ruhe, die aus dieser Erzählung hervorgehen, geradezu spüren. Die Natur steht in enger Verbindung zum menschlichen Leben. Die tiefe Harmonie konnte ich auch aus den Schilderungen der zwischenmenschlichen Beziehungen, die bei Stifter ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, spüren. Dazu tragen auch die wenigen direkten Reden, die in diesem Buch zu finden sind, bei. Die Menschen stellt Stifter vor allem durch ihr äusseres Erscheinen und ihre Handlungen dar.

Die Erzählung erinnerte mich immer wieder an den Pietismus. Diese Glaubensart erlebte in der Epoche des Biedermeier eine Wiedererstehung. Ich erkannte den Pietismus in dieser Erzählung sowohl in der Landschaftsbeschreibung als auch im Handeln der Menschen. Sie erfüllen ihre Pflicht, sind genügsam und fleissig und geben sich der Arbeit, die nie um des Gewinnes willen getan wird, hin.

Stifter gibt vor allem Empfindungen von Liebe und Schönheit Ausdruck. In seiner Erzählung sind deshalb weder Wut, Hass noch Angst zu finden. Doch auch die Freude ist nicht sehr deutlich. Es ist nicht Stifters Art grosse Gefühlserregungen wiederzugeben. Die ganze Erzählung wirkt auf mich somit schon fast etwas melancholisch.

Brigittas Vergangenheit hingegen ist sehr lebhaft dargestellt. Als ich dieses Kapitel las, legte ich das Buch nur ungern zur Seite. Ich finde es schade, dass ihre Geschichte durch die vielen Details in den Hintergrund gerückt wird. Sie nimmt lediglich einen Viertel der Erzählung ein. Die Wanderung des Ich-Erzählers und der Aufenthalt bei seinem Reisebekannten sind dagegen viel ausführlicher beschrieben.

Die ganze Erzählung bleibt ohne Spannung. Selbst den Ausgang der Geschichte erahnte ich ziemlich schnell. Das Schlüsselereignis, das zur Auflösung des vom Major gut behüteten Geheimnisses führt, ist nicht sehr aufregend. Es wirkt im Gegensatz zum Rest der Geschichte künstlich.

In der heutigen Zeit mag diese Erzählung vielen Lesern als monoton und langweilig erscheinen. Auf mich wirkte sie entspannen. Trotzdem fehlte mir die Geduld, das Buch in einem Mal zu lesen. Doch mir wurde wieder einmal bewusst, dass Geld und Ruhm unwichtig sind und wir das Glück im Kleinen suchen müssen. Lesen Sie weiter... ›

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angenehmer Lesegenuß 22. Dezember 2008
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Geschichte dreht sich um die zentrale Person der Brigitta, die - von Kind an häßlich - anfangs in Liebesangelegenheiten nicht sehr viel Glück erfährt und über die Jahre hinweg eine innere Reife erfährt, die sie für die wahre Liebe - einem Major - zu einem Juwel werden läßt. Eine Geschichte die durchaus nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat in einer Zeit in der Schönheitsoperationen, magersüchtige Models und eine Wahn der Äusserlichkeit immer mehr um sich greift.
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5.0 von 5 Sternen Starker Roman, schöne Sprache 25. Mai 2013
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Für mich ist dieser Roman ein Meisterwerk, thematisch wie sprachlich:
Thematisch deshalb, weil es um echte Liebe geht, die Äußerlichkeiten
und Oberflächlichkeiten übwerwindet, um zur wahren Schönheit zu kommen.
Sprachlich, weil mit wenig Text viel ausgedrückt wird, und das mit poetischer
Schönheit und Kraft, es handelt sich eben um echte Dichtkunst!
Ein Buch, das mich sehr bereichert hat!!!
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz und unglaublich gut! 16. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Beim Lesen der ersten Seiten war ich sehr überrascht über die ausführlichen Beschreibungen der ungarischen Steppe. Ich konnte mich genau in das Geschehen hineinversetzen. Man lebt sozusagen mit den Personen der Handlung. Die Novelle erfährt eine unerwartete Wendung und jedes Detail fügt sich am Ende zu einem großen wunderschönen Bild zusammen. Ich bin begeistert, wie man so eine schöne Geschichte schreiben kann! Das Buch bewegt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an die Liebe und die menschliche Seele 4. Januar 2013
Von Artifex
Format:Audio CD
Wer die langsame, einfühlsame Art Stifters schätzt, wird mit dieser Geschichte reich belohnt - Inhaltsangaben finden sich bereits bei den anderen Rezensenten.

Zum Hörbuch sei daher noch angemerkt, daß die behutsame Erzählweise, das sanfte Sprechen von Christian Brückner dieser Novelle mehr als angemessen ist - man wird langsam und unwiderstehlich in die Welt des Majors und von Brigitta hineingesogen und fühlt sich am Ende der zwei CDs erfrischt und gereinigt.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwulst 2. Februar 2013
Von Karin
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Epische und schwülstige Landschaftsbeschreibungen um eine kleine Liebesgeschichte in Ungarn des frühen 19. Jahrhunderts.

Kleine Erzählung für Wintertage am Kamin.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Landschaftspfleger von der Puszta 1. Dezember 2007
Format:Taschenbuch
Dort wo die Steppe großräumig durch Ungarn steppt, wo kaum ein Bäumchen Csárdás tanzt, dort wo das Vieh auf den weiten Weiden "von Debrezin bis Plattensee" grast, da liegt die öde, sandige Landwirtschaftslandschaft der südungarischen Tiefebene, die Puszta. Sich dieser Landschaft annehmend, sie zu hegen, zu pflegen und zu fördern, aus ihr nicht zuletzt auch wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, haben sich - unter anderem - Brigitta Marosheli, die Titelheldin, sowie ihr Nachbar, der Major Stephan Murai, im "Bund der Landwirtschaftsförderer" zusammengetan. Doch dieser Bund ist sicher nicht das einzige, was beide Protagonisten miteinander verbindet. Hierüber allerdings erfährt der Leser nur nach und nach, scheibchenweise: Salamitaktik mit ungarischer Dauerwurst.

"Es gibt oft Dinge und Beziehungen in dem menschlichen Leben, die uns nicht sogleich klar sind, und deren Grund wir nicht in Schnelligkeit hervor zu ziehen vermögen. Sie wirken dann meistens mit einem gewissen schönen und sanften Reize des Geheimnisvollen auf unsere Seele." Doch Geheimnisse werden gelüftet in "Brigitta", so der Titel der uns von Adalbert Stifter gestifteten Erzählung aus dem Jahre 1844. Brigitta, die Titelheldin, gilt - gelinde gesagt - als wenig hübsch, von Schönheit und Anmut nur nachlässig verwöhnt. Dennoch "in dem Angesichte eines Hässlichen ist für uns oft eine innere Schönheit, die wir nicht auf der Stelle von seinem Werte herzuleiten vermögen, während uns oft die Züge eines andern kalt und leer sind, von denen alle sagen, dass sie die größte Schönheit besitzen.
... Lesen Sie weiter... ›
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