Pavement.Pavement! Nie gehört? Na, dann wirds höchste Zeit; denn im Zeitalter studioüberzüch-teter Plastikmusik ist diese Band wohl eine der letzten, die es schafft, durch, auf den ersten Blick schlichte smoothe Arrangements (wenns sein muß, können sie auch zur Sache kommen!), ohne Auf-gesetzt- und Abgeschmacktheit zu überzeugen. Man muß nicht unbedingt ein eingeschworener Angänger der Lo-Fi-Gemeinde sein, um sich auf diese abge-drehte Entdeckungsreise nach dem roten Faden in den auf den ersten Blick unauffälligen Stücken einzulassen. Stephen Malkmus ist und bleibt einer der letzten Songwriter-Masterminds, der es ver-steht, seine alltagsphilosophisch angehauchten Schrägheiten klein und fein, und wenn es sein muß, auch mal knallig laut zu verpacken (frei nach dem Motto: Musik muß richtig laut sein, damit uns jemand glaubt). Pavement! nie gehört? Dann ist 'Brighten the Corners' sicher nicht die schlechteste Platte, um sich endlich in die Nische der neuen amerikanischen Alternativmusik zu verirren, und wer weiß, sich vielleicht auch darin zu verlieren. Allen, die gewillt sind, eine Platte auch mehrmals anzuhören, die nicht erwarten, beim zweiten mal jedes Stück aus vollem Hals lautstark mitgröhlen zu können, sei diese Platte, und überhaupt diese Band herzlich emp-fohlen - sie wächst mit dem Hörer.