Liebste aller kleinen Lieblingsbands, endlich bist Du wieder da, um mein Herz zu erfreuen! Schon fühle ich, wie meine Seele im Übermaß der Freude sich weit über mich hinausspannt - endlich bietest Du mir 10 neue bezaubernde Lieder, die nichts mehr sein wollen als da sein. Für uns, für mich und für die vielen anderen, die euphorisch und melancholisch im selben Atemzug sein können. Du, kleine australische Band mit mittlerweile acht tollen Zauber-Platten im Gepäck, hast eine Feinheit und Stärke in Deiner lyrischen und musikalischen Poesie, Gedanken und Gefühle in uns springen und jubilieren zu lassen. Weißt Du noch, verehrteste Gitarrenband? Einer Deiner größten Songs waren die "Clarke Sisters": Sie hatten stahlgraues Haar, und sie schliefen im Hinterzimmer eines feministischen Buchladens. Nun hast Du wieder solche warme und liebevollen Preziosen über Wahrsagerinnen, Tagebücher oder persönliche Revolutionen dabei. Dein "Too much of one thing" (zum ersten Mal singen Deine beiden Songschreiber Grant McLennan und Robert Forster in einem Song!) ist das schönste gegenseitige Versichern der jeweiligen Bedeutung Deiner beiden Charakterköpfe, das meine Ohren je vernahmen: "You are one thing greater than the things that you are together". Gespielt mit "Luft zum Atmen, nicht belästigt von Ornamenten und originellen Ideen", wie der große Klaus Walter schrieb. Nicht traurig sein, werte Go Betweens. Eure Musik ist zwar keine zum Angeben, aber auch keine selbstreferentielle depressive Hölle. Und dennoch sind Eure Lieder in dem Augenblick, in dem sie vorgetragen werden, auf ihre eigene verschrobene Art identisch mit den formulierten Gefühlen. Dazu jingelt und jangelt der zeitlose folky Style - ach herrlich! Schön, dass Ihr Go-Betweens wieder da sind! Das versichert Ihnen bei seinem Seelenheil Ihr ergebenster Diener
Monsieur Klug