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Bright Star - Grosse Kinomomente

Abbie Cornish , Ben Whishaw , Jane Campion    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Bright Star - Grosse  Kinomomente + Bright Star. Die Geschichte von John Keats und Fanny Brawne + Ausgewählte Werke: Lyrik (Engl. /Dt.), Verserzählungen, Drama, Briefe: Lyrik (Englisch/Deutsch). Verserzählungen. Drama. Briefe
Preis für alle drei: EUR 30,89

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Produktinformation

  • Darsteller: Abbie Cornish, Ben Whishaw, Paul Schneider
  • Regisseur(e): Jane Campion
  • Komponist: Mark Bradshaw
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 22. Oktober 2010
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 114 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003XI3LH0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.042 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der gesundheitlich angeschlagene Poet John Keats und die Schneiderin Fanny Browne verlieben sich. Ihr Umfeld missbilligt die Affäre. Fannys Mutter will keinen armen Künstler als Schwiegersohn, und Johns Gönner und väterlicher Mentor Mr. Brown hält das hübsche Mädchen nur für einen Störfaktor, das den Dichter von der wahren Kunst ablenkt. Die beiden Liebenden nehmen keine Rücksicht darauf, schreiben sich innige Briefe, treffen sich ab und an und tauschen Küsse. Doch ihr gefährdetes Glück währt nur drei Jahre.

Produktbeschreibungen

Es ist eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt scheint: Zu groß sind die Unterschiede zwischen der zwar klugen und schlagfertigen, aber nicht sonderlich gebildeten Schneiderin Fanny (Abbie Cornish) und dem jungen und sehr begabten, aber auch reichlich schwermütigen Poeten John (Ben Whishaw). Gleich von zwei Seiten wird ihre Beziehung torpediert: Fannys Mutter stellt sich ihnen entgegen, weil John kein Geld besitzt. Johns väterlichem Mentor Mr. Brown missfällt die hübsche Fanny, weil er sie für eine bloße Ablenkung von der Dichtkunst hält. Immer wieder voneinander getrennt, bleibt den Liebenden nur ihr inniger Briefwechsel, um einander nah zu sein. Doch als John schwer erkrankt, spitzt sich die Lage

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Kundenrezensionen

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der poet, die modemaus und die entdeckung der romantik 26. September 2010
Von Jo
wer nun den titel liest, könnte meinen, auch die crash-liason zwischen enfant terrible(ment pété) pete doherty und laufstegschwalbe kate moss wäre im derzeit vorherrschenden bio-pic-wahn verfilmt worden. und läge damit vielleicht gar nicht mal soweit daneben. sex gibt es. immerhin ein geschwängertes dienstmädchen und die frage, ob man sich denn nicht doch endlich zu bett begeben möge, um sich erleichterung zu verschaffen. drogen gibt es, schließlich weiß der protagonist nicht umsonst, wie es sich anfühlt, "as though of hemlock i had drunk". nur rock'n roll war noch nicht so recht geplant. wie auch, immerhin nähert sich der film "bright star" der entdeckung der romantischen idee, bevor uns joe wright weismachen wollte, dass das seinerzeit schon aussah, wie heute im valentinskartenabteil von hollywood.

"a poem needs understanding through the senses."

sagt da der professionelle dichter seiner sich weigerlich anbahnenden holden in einer grundsatzlehrstunde über seinen berufsstand und dessen produkte.
zeigt da die regisseurin, die sich selbst als ehemalige poesie-faschistin bezeichnet (beste zugangsvoraussetzung für dies unterfangen), in ihrem produkt, dass durchweg in bilder und synästhetische stimmungen getaucht ist, wie sie heller, schwebender und ätherischer kaum sein könnten. und doch. rüschen gibt es in diesem film nur an den modeschöpfungen der protagonistin.

"so sore, i believe, one could die of it."

wenn die kritiker meinten, diese bilder wären fast zu schön, um erträglich sein, hat ihre sinnliche wahrnehmung sie nicht getrügt. wenn sie jedoch meinen, diese augenfällige schönheit würde die ernsthaftigkeit in frage stellen, hat ihr sinn sie getäuscht.

die bilder, die ein recht karges, in diesem sinne klassizistisches lebensumfeld der menschen zeigen, sind als gegenpol geschmückt mit einer ganzen bittersüßen galerie von blumen, schmetterlingen, wehenden stoffen und abgeschnittenen fäden, wie sie kaum ein lexikon von vanitassymbolen faßt. so wird der tod von anfang an zum ständigen begleiter in der wehmütig-lichternen szenerie, ob nun in gestalt der prächtig blauen falter, die nach wenigen sommertagen ihr leben aushauchen oder des stillen jüngeren bruders (thomas sangster) mit der fiedel.

aufgefangen wird der hohe künstlerische anspruch der überirdischen bilder durch die absolut erdverwachsenen, lebendigen, energischen charaktäre und ihre realistische darstellung. der auch optisch so polternde wie empfindliche gönner keats' (ein bombiger paul schneider), mama brawne (kerry fox), dass mütterlichste muttertier, dass je die kostümbefüllte leinwand zierte oder die putzige toots (edie martin, tatsächlich das cutest kid in town) bieten unter anderen gelungenen kurzauftritten genügend gelegenheit für irdische erbaung und einen reichen rahmen für die hauptcharaktäre john keats und fanny brawne.

da sich die merklich noch sehr junge fanny (abbie cornish) eingehend mit der zu unrecht im negativen sinne als oberflächlich verschrienen mode beschäftigt, ist es sicher nur angebracht, ihren charakter und seinen werdegang einmal beispielhaft über ihre kleider (100%ig zum stilvollen grundton des filmes passend von janet patterson geschneidert) zu beleuchten. so trägt sie eingangs eine kreation mit der sie vor allem durch die starke farbigkeit (reines weiß, reines rot, ein wenig reines gelb) in noch recht krasser weise aus ihrem klassisch blau-braun ausgewogenen umfeld hervorsticht. geerdet wird die "lautstärke" des wagemutigen aufzuges durch ihre sprichwörtlich bieder(meierlich)e frisur, die quasi doch einen recht aufgeräumten kopf krönt. auf das kennenlernen von keats und der daraus resultierenden schlagartigen erweiterung ihres horizontes folgen einige entweder zart rosa-farbene kreationen oder sich den "erwachsenen" annähernde erdtonige kleider mit kräftig farbigen oder exotischer kleidung entnommenen, originellen zutaten. wenn keats in trennungsabsicht den ort verläßt und ewig nicht von sich hören läßt, weicht alle farbe aus fannys kleidern. und sie kehrt kehrt, wie auch keats, nur noch verhalten zurück, der rest ist eine modische reise in die dunkelheit bis zu ihrem letzten aufzug, der einem komplett schwarzen witwenkostüm gleicht.

die durch ihr oeuvre hinweg mit stark(en) eigenwilligen heldinnen bestechende regisseurin jane campion (das piano, sweetie) erhielt eben drum den titel als feministische filmemacherin. schlauer als andere so bezeichnete weiß sie, dass es die position ihrer heldinnen untergraben würde, stellte man ihnen einen weniger starken männlichen charakter (zum verlieben) an die seite. dementsprechend ist nun der mustergültige romantische poet john keats nicht der huldvoll dahinsiechende ästhet, der den kopf längst schon in den wolken verlor und mit den füßen sowieso nie auf der erde stand. er (ben wishaw) ist so selbstlos wie zartfühlend wie albern wie aufbrausend wie bisweilen unfair und schlecht gelaunt.

wenn der respektvolle abstand zu den figuren bei der äusseren ereignisarmut zunächst in der gehemmten emotionalen einbindung des zuschauers mündet, so zieht sich die dramatische schraube doch spätestens mit keats ausbrechender krankheit schleichend, wenn auch so wirkungsvoll zu, dass man meint, man selbst würde während des sehens in eine art korsett gequetscht. am ende dieser schraube steht dann eine luft und kehle entgültig abschnürende szene, die jedoch kaum als erlösend oder gar befreiend bezeichnet werden kann und somit campions ungewohnt unprätentiösen und zugänglichen film mit einem ebenso ungewöhnlich untröstlichen, dunklen ende versieht.

trotzdem die regisseurin ausgerechnet in der allerletzten einstellung um ein ärgerliches fehlgeht und fanny beim aufgesetzt rezitierenden leiden mitten ins gesicht blickt, einen künstlerisch-handwerklich perfekteren film, der zudem eine solche, für "perfekte" filme recht artuntypische emotionale wucht entfaltet, habe ich, wenn überhaupt, lange nicht gesehen.

die extras der SPIEGEL-edition beschränken sich auf ein schon vor kinoveröffentlichung durchs www schwirrendes, kurzes werbe-featurette und ein mehrseiteiges booklet.

fazit: kunstvoll ohne in prätentiösen posen zu erstarren, poetisch, ohne sich in tagträumereien zu verlieren, bodenständig, nicht laut aber sublim.

für dieses kunststück also ein ganzes, komplettes, übervolles, gebrochenes herze.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zähmung einer Emanze im metrischen Rahmen 7. August 2011
Aus Gründen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, schulde ich diese Rezension schon seit einer schieren Ewigkeit einer geschätzten jungen Dame. Bereits vor wohl mehr als einem Jahr hatte ich ihn mir dieses schillernde Werk angeschaut und zum eigenen Erstaunen festgestellt, dass ich ihn "gut" fand. Ehrlicherweise sollte ich noch die Wörtchen "nahezu uneingeschränkt" vor "gut" setzen. Nichtsdestotrotz nahm ich mir vor, ihn noch ein zweites Mal sorgfältigst zu sichten, um auch eine ausreichend reflektierte Rezension zu schreiben. Außerdem war ich faul, uninspiriert und völlig perplex, keinen Verriss schreiben zu können.

Die zweite Sichtung war... faszinierend. Die halbe Zeit schwirrte mir der Gedanke durch das edle Haupt, warum ich diesen Film nicht, go****ned noch mal, langweilig hoch zigtausend finde: diese grausigen Kleider, das unsägliche Liebesgeholze, die Kulissen, etc... brrr. Tjaha, der Film hat mich besiegt. Ein zweites Mal. (Bis auf diesen grausigen Gruppengesang vom Anfang, der war so schauderhaft wie bei der ersten Sichtung.) "Bright Star" (bitte vergesst den fürchterlich inflationären dt. Zusatztitel) handelt von einem jungen Paar, John Keats (Ben Wishaw) und Fanny Brawne (Abbie Cornish) mit Namen. Keats ist ein armer hochtalentierter Poet, der nichts aber auch gar nichts sein eigen nennt und von der Großzügigkeit seiner Gönner lebt, unter denen vor allem der polternde großherzige Pfiffikus Mr. Browne hervorsticht. Er ist ein auf den ersten Blick intellektuell reifer Charakter, der nur, in höheren Sphären schwebend, das Leben selbst nicht kennt. Fanny Brawne ist die vorderste Front der Emanzipation dieser Zeit. Ihr Vater hat der Familie ausreichend Vermögen hinterlassen, parallel erwirtschaftet Fanny als Modeschöpferin eigenes Geld und verfügt über ein entsprechend voluminöses Selbstbewußtsein. Sie hat ein gutes Herz, ist jedoch oberflächlich bis ins Mark. Er kennt die Frauen nicht, sie kennt Männer wie ihn nicht. Beide fühlen sich voneinander angezogen, auch wenn keiner (Zuschauer eingeschlossen) so recht weiß warum. Gefühle. Die Szene im Wald nach der verunglückten Valentinskarte ist exemplarisch. Fanny steht da wie angegossen, von den Ereignissen überrannt. Keats ist launig und redet von Liebe, ohne recht zu wissen, was er tut. Und Mr. Browne hält alles für ein Zwischenspiel. Zwei junge Menschen im Gefühlschaos. Es ist oberflächlich, weil die beiden nicht die Spur um sich wissen. Es ist allerdings auch tiefgründig, weil sie es Schritt für Schritt lernen. Das ist nicht das übliche Liebesgehampel - künstliche Widerstände überwinden und anschließend in trauter Seelenverwandtschaft vereint. Hier geht es in erster Hinsicht um die Charaktere selbst, die zaudern, tasten, stolpern, irren und lernen. Doch wo endet das stürmische erste Verliebstsein und wo beginnt das Verstehen, die wahre Tiefe, die Liebe...?

Äußerst angenehm empfand ich, wie still und unprätentiös die Gräben aufgerissen wurde. Keats ist beispielsweise ärmer als eine Kirchenmaus und kommt deswegen als potentieller Ehepartner nicht in Frage. Anstatt diese Kluft zu hochemotionalen Spiegelgefechten auszuschlachten, schwingt es eher als tragische Randnote mit. Die Darsteller sind samt und sonders ein Traum. Ben Wishaw ist als abgerissener Feingeist und Habenichts eine Wucht. Ebbie Cornish ist keine Hollywoodschönheit - sie ist echt. Paul Schneider empfand ich zuerst ein wenig zu nahe am overacting, um bei der zweiten Sichtung seine Finesse und Gefühlsschwere zu bewundern. Und "Toots" schlägt eh alles und jeden. Schade übrigens, dass ich schon das Wort "Traum" für die Darsteller verwendet habe, denn die atemberaubend durchkomponierten Bilder hätten es noch einen Tick mehr verdient. Wie die Regisseuse jedes einzelne Bild zu einem perfekt arrangierten Kunstwerk kreiert: großes Kino mit - gottlob - viel Herz unter der scheinbar allzu perfekten Oberfläche. Der helle Stern mag seine Schwächen haben, aber ohne diese gäbe es keine Stärken. Kurz ein Film, der, wenn auch zähneknirrschend, seinen Namen hochverdient hat.

"Bright Star" ist verfilmte Poesie. Auf den ersten Blick hochgestochene Mühe und Anstrengung erfordernde schwere Kost, die sich unter ihren Fittischen mit schierem Alltag und der unerbittlichen Realität herumschlägt. So fern und doch so nah. Die letzten zehn Minuten schlugen mir - erneut - wie ein Holzscheit über das Haupt. Und die letzte Minute gab mir die Antwort.

"Bright Star" ist... uneingeschränkt gut. Und so wie John Keats "Bright Star" seiner Fanny widmete, so erlaube ich mir, diese Rezension einer nordischen Rose zu widmen. Farewell Lady!
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