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Bright Star [UK Import]
 
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Bright Star [UK Import]

Abbie Cornish , Ben Whishaw , Jane Campion    Nicht geprüft   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Bright Star

Bright Star


Zu groß sind die Unterschiede zwischen der zwar klugen und schlagfertigen, aber nicht sonderlich gebildeten Schneiderin Fanny (Abbie Cornish) und dem jungen und sehr begabten, aber auch reichlich schwermütigen Poeten John (Ben Whishaw). Gleich von zwei Seiten wird ihre Beziehung skeptisch beobachtet: Fannys Mutter (Kerry Fox) ist in Sorge, weil John über keine finanziellen mittel verfügt. Johns väterlichem Mentor Mr. Brown (Paul Scheider) missfällt die hübsche Fanny, weil er sie für eine bloße Ablenkung von der Dichtkunst hält. Immer wieder voneinander getrennt, bleibt den Liebenden ihr inniger Briefwechsel, um einander nah zu sein. Doch als John schwer erkrankt, spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Bright Star

Bright Star

Movieman.de

Der Film erzählt eine wunderschöne, aber sehr zurückgenommene Geschichte. Der Film bleibt emotional etwas unterkühlt, passend zu der Zeit und dem Ort, an dem er spielt. Jane Campion fängt die Geschichte in prächtig ausgestalteten Bildern ein und erweckt eine Zeit zum Leben, in die man sich aus heutiger Sicht nur schwer hineinversetzen kann. Und dennoch gelingt es ihr, den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Campion erweist sich einmal mehr als eine phantastische Regisseurin, die eigentlich immer genau weiß, wie sie den Zuschauer zu nehmen hat. Und so führt sie uns eine Geschichte vor, deren Ende - wie die größten Love-Storys aller Zeiten - nun einmal nicht happy sein kann. Fazit: Ansprechendes Drama

Moviemans Kommentar zur DVD: Die Farben sind zurückhaltend, passen aber gut zur Stimmung des Films. Der Kontrast sorgt für gut konturierte Kleidung (00:08:38), aber bei hellen Elementen blüht es etwas (00:11:57). Schwarzflächen können mitunter etwas gräulich erscheinen. Rauschen gibt es dafür kaum und die Schärfe überzeugt mit klaren Linien. Der Ton ist gut gemischt. Hintergrundgeräusche wie bei dem Empfang im Haus sorgen für eine akustisch ansprechende Atmosphäre und die Dialoge sind gut verständlich. Das Bonusmaterial sieht umfangreich aus als es ist. Die Interviews mit den Schauspielern bleiben an der Oberfläche, nur das mit Jane Campion kann etwas mehr überzeugen. Featurette, B-Roll und Cannes-Promo sind allesamt kurz und nichtssagend. Außerdem gibt es noch knapp zwei Minuten an Deleted Scenes (nicht wichtig) und den Trailer. --movieman.de


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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ophelia TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Wer glaubt noch an das Ideal der ewig reinen und romantischen Liebe? Jane Campions neuestes Werk ist eine einzige Huldigung dieses Ideals, eine Ode an die Romantik, die Liebe und die Poesie. Auch wenn es hier um den realen Dichter Keats geht, ist "Bright Star" kein Künstlerportrait, sondern der Film konzentriert sich ganz und gar auf die, übrigens historisch verbürgte, Liebesgeschichte zwischen ebendiesem John Keats und der Schneiderin Fanny Brawne.
1795 wurde Keats in London geboren. Er gilt als der wichtigste Vertreter der englischen Romantik. 1818 lernte er Fanny kennen und lieben, hier setzt der Film ein.
Als "leuchtenden Stern" (Bright Star) bezeichnete Keats seine Fanny in einem Gedicht, welches er ihr widmete.

1818 Hampstead bei London: Der fragile 23 Jahre alte John Keats, lebt zusammen mit seinem spöttischen und poltrigen Freund und Mentor Mr. Brown in ärmlichen Verhältnissen. Sie haben sich ganz der Dichtkunst verschrieben, gefördert allein durch die finanziellen Mildtätigkeiten einiger Unterstützer. Noch ahnt kaum einer etwas vom wahren Genie des Dichters. Die 18jährige Schneiderin Fanny Brawne, zwar gescheit und redegewandt, aber eher ungebildet, wagt es über seine Gedichte zu urteilen. Fanny besticht Keats mit ihrer direkten Art und der schwermütige Poet verfällt ihr. Fannys Mutter hält ihren Nachbarn Keats zwar für recht sympathisch, ist aber klar gegen eine Verbindung ihrer Tochter mit ihm, denn er ist nun mal arm wie eine Kirchenmaus und könnte nie und nimmer für eine Familie sorgen. Johns Mentor Mr. Brown ist ebenfalls vehement dagegen, die Liebe würde Keats nur von seiner Bestimmung, nämlich ein Dichter zu sein, ablenken. Aber es ist uns ja auch allen klar: Der Poet ohne Geld in der Tasche und die situierte Bürgertochter, das ist doch noch nie gut gegangen! Fanny lässt sich, anfangs scheint mir eher aus Trotz, auf den zerbrechlichen Mann ein. Und es entspinnt sich langsam ein zartes Netz der Verbundenheit. Die beiden erörtern wie Gedichte entstehen und es entwickelt sich eine Intimität, die eigentlich ohne Berührung auskommt. Hier eine kleine verstohlene Berührung der Hände - irgendwann ein paar keusche Küsse.

"Mr. Keats hat Hampstead verlassen." schreibt Fanny trocken in ihr Tagebuch, es soll das letzte Mal dass sie ihn hier erwähnt. Um einander nah zu sein, dient den Liebenden fortan ein inniger Briefwechsel. Keats Briefe an Fanny sind im Gegensatz zu denen, welche Fanny schrieb, der Nachwelt glücklicherweise erhalten geblieben und sorgten Jahrzehnte später beim Erscheinen nach Fannys Tod, sogar für einen kleinen Skandal.
Ich dachte diese Brieftexte und verschiedene Gedichte, sowie deren Bebilderung, wären das eigentliche und tragende Element dieser Verfilmung, aber ich musste erstaunt feststellen, dass nicht Poesie, blaue Waldhyazinthen, allegorische Landschaften und sinnbildliche Kostüme allein dominieren, sondern alles auch recht alltagstauglich und bodenständig, ja auch dialogstark und teils sogar deftig, in Szene gesetzt wurde. Also wenn man hier von "deftig" überhaupt sprechen kann ;-) *räusper*

Ein besonderes Augenmerk möchte ich Fannys Mutter Mrs. Brawne und Keats Freund Mr. Brown einräumen. Sie sind die erkennbaren Hindernisse, die dem Paar im Wege stehen. Aber irgendwie sind diese beiden auch diejenigen, die für Erfrischung in diesem schwermütigen Melodrama sorgen. Der lieben Mrs. Brawnes Vorbehalte sind eigentlich halbherzig und langmütig. Und Mr. Brown (Paul Schneider, "Lars und die Frauen"), ist zwar (herrlich) respektlos gegenüber Fanny und humorig-kämpferisch im allgemeinen, aber auch im Endeffekt harmlos. Es wird zunehmend offenkundig, dass keine Menschen der Liebe im Wege stehen, sondern die Wirklichkeit, oder, anders ausgedrückt, der Tod.

Jane Campion hat schon immer eher feministische Arthaus-Filme gemacht. "Das Piano" dürfte ihr berühmtester sein. Oft werden die Probleme von Frauen in rigiden Gesellschaften angesprochen und auch hier steht eigentlich die Frau im Mittelpunkt: Fanny Brawne. Man sieht im Film nur das, was sie damals tatsächlich auch selbst gesehen haben könnte. Ihr Kampf um Selbstbestimmung fällt nicht so klar triumphierend aus wie Adas in "Das Piano" und ihr Charakter ist schon wesentlich konventioneller und zahmer, aber damit auch greifbarer und klarer, als die etwas prätentiösen Frauencharaktere aus vorigen Filmen, wie Das Piano o. Portrait of a Lady. Das Band der Liebe, um die es hier geht, ist zart, aber im Endeffekt hat Fannys beharrliches Festhalten daran, schon fast was Rebellisches.
*Abbie Cornish als Fanny ist auch klar das Herzstück des Filmes. Ihr subtiles Spiel zwischen Trotz und Hingabe, bringt alles zum Ausdruck. Ihre Zurückhaltung, die doch soviel zeigt - man kann in ihrem Gesicht lesen. Wirklich stark.
*Der schmächtige Ben Whishaw : In seinem Gesicht spiegelt sich die Empfindsamkeit und der heilige Ernst des wahren Romantikers. Mit den trauerumflorten Augen unter der blassen Dichterstirn, mimt er den angekränkelten John Keats sehr rührend und überzeugend.

Das Fortschreiten der Geschichte drückt sich auch in diesem Film wieder deutlich in den Landschaften und den Jahreszeiten aus. Es ist typisch für Campion, dass sie ihre Filme mit Metaphern auflädt. Der sehr emotionale Stoff wird in absolut wunderschönen Bildern gezeigt, wenngleich alles auf eine eher seltsam nüchterne und dezent zurückhaltende Art dargeboten wird. Dadurch erhält das Pathos ein wunderbares Gleichgewicht und wirkt nie zu schwer. Die lichtdurchfluteten Bilder, das ganze eigenwillige Setting und die vielen magischen Orte an die der Film uns führt, bringen die Gedichte Keats zum Strahlen und setzen die Poesie in Bilder um. Er findet aber immer wieder Erdung und stellt so eine glaubhafte und emotionale Wirkung her. Obwohl er auf Süßlichkeit oder Kitsch verzichtet, kann "Bright Star" hoffnungslos romantisch sein, und uns rühren, ohne je zum Ausgleich herb sein zu müssen. Einzig eine Prise gesalzenen Humors und eine wohl gesetzte Einlage von Respektlosigkeiten würzen den Regency-Film, der zur guten alten Zeit Jane Austens spielt. Der Film wirkt, obwohl er sehr authentisch die Zeit um 1800 herum abbildet, gegenwärtiger und moderner, als man denken mag.
Meine Erwartungen waren sehr hoch, sie wurden übertroffen, wie schön! Die magische Wucht der Bildersprache war noch intensiver in seiner Wirkung, als ich es mir erhofft hatte.
Hat Jane Campion es tatsächlich geschafft, einen neuen Lieblingsfilm für mich zu erschaffen? Die Jahre werden es zeigen. Aber es wäre möglich.

Wem gefällt "Bright Star"?
Ich würde sagen dieser Film ist eher eine Art Leinwandgedicht, als ein Handlungsspielfilm.
Hier gibt es nichts schwungvolles, abenteuerliches oder ausschweifend dramatisches. Der Film wird wohl eher Menschen gefallen, denen eine lebendige Filmhandlung nicht fehlt, und die sich auf ein getragenes Kammerspiel, langsame Einstellungen, sowie auf uneingeschränkte Romantik einlassen können.

Ach ja, Tarantino, der ja bekennender Jane Austen- und Kostümfilmhasser ist, nahm diesen Film fast in seine persönliche Top Ten der Lieblingsfilme des Jahres auf. ;-) hehe

Romantikdrama USA/GB/Australien
"Bright Star"
Regie: Jane Campion
Laufzeit: 119 Minuten
John Keats - Ben Whishaw
Fanny Brawne - Abbie Cornish
Fannys Mutter - Kerry Fox
kleine Schwester Toots - Edie Martin
kleiner Bruder Samuel - Thomas Sangster
Mr. Brown - Paul Schneider

Ich erlebte im Kino einen seltenen magischen Moment. Beim Abspann des Filmes, kam wie üblich der Saaldiener, um den Kinoraum zu erhellen. Zum Glück war er sensibel genug, um gerade noch innezuhalten. Kein Zuschauer erhob sich nämlich von seinem Platz. Alle blieben, um den Worten Keats zu lauschen: Endymion. Es war ein ziemlich langer Abspann. Wunderschön. Gänsehaut.

Zur deutschen DVD sind oben von Amazon die wichtigsten Angaben schon (richtig) gemacht worden.
Das 50 minütige Bonusmaterial ist IN DER DEUTSCHEN FASSUNG! STETS mit deutschen Untertiteln ausgestattet und hat auch bissl was zu bieten. Ein Audiokommentar der Filmemacherin fehlt aber leider!
+Interview-Statements mit Cast & Crew (Interessante Interviews mit Ben Whishaw, Abbie Cornish, Paul Schneider und Jane Campion.)
+Ein Extra Interview mit Jane Campion "Bringing a poet to live" ist auch dabei.
+B-Roll mit Making-of-Impressionen
+Featurette
+Trailer (dt. und engl.)& Cannes-Promo
+Deleted Scenes (Zwei Stück)

Hier gehts zu Bright Star - Meine Liebe. Ewig.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wundervoll 3. August 2010
Von K. Gerigk
Format:DVD
Dieser Film macht vollkommen sprachlos.

Keats' Biografie wird aus Fannys Sicht erzählt und auch, wenn das Ende stark gerafft ist und der "Wirklichkeit" nicht ganz entspricht: wundervoll!
Ich habe auch ein paar Leute zum Ansehen dieses Films gezwungen, die eben nicht sonderlich sonderlich Keats- oder allgemein Lyrik-fest waren. Dennoch waren beide angetan... Nicht zuletzt auch vom Abspann (den man sich bis zuletzt anesehen sollte). Die deutsche Fassung ist in ihrer Synchro recht gut gelungen, aber natürlich geht nichts über das Original.

Absolut sehenswürdig!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wunderbar 10. August 2010
Format:DVD
einer der schönsten, ruhigsten, wundervollsten, traurigsten filme, die ich jemals gesehen habe.
schön, dass das heute noch möglich ist.
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Für Jane Austen-Fans
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