Lou Andreas Salomé, eine der unkonventionellsten Frauen ihrer Zeit, die neben Rilke auch enge Vertraute Nietzsches und Freuds gewesen ist, schreibt hier an Rainer Maria Rilke, einen der einfühlsamsten und tiefsinnigsten Dichter unserer Geschichte. Rainer Maria Rilke verehrt Lou. Sie verkörpert für ihn die reife, in sich ruhende weise Frau. Für Lou, die sich zunehmend der Psychoanalyse zuwendet, bedeutet Rilke schutzbedürftiges Kind und Geliebter zugleich. Und so beginnt ein Briefwechsel, der sich über die Jahre entwickelt von einer jungen, heftigen, einseitigen Romanze zu einem engen Austausch und einer tiefen Seelenverwandtschaft. Ein wunderbares Zeitdokument, für alle, die Rilke lieben und verstehen wollen - für alle, die Lou als Sinnbild der Eigensinnigkeit lieben - und für alle, die miterleben wollen, wie ein Dichter aufwächst, von der Welt zu singen.