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Sämtliche Werke und Briefwechsel. Innsbrucker Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe mit Faksimiles der handschriftlichen Texte Trakls: Dichtungen und ... Texte 1906 bis Frühjahr 1912: Bd. 1
 
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Sämtliche Werke und Briefwechsel. Innsbrucker Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe mit Faksimiles der handschriftlichen Texte Trakls: Dichtungen und ... Texte 1906 bis Frühjahr 1912: Bd. 1 [Gebundene Ausgabe]

Hermann Zwerschina

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Kurzbeschreibung

Eine neue Trakl-Ausgabe entsteht am Forschungs-institut »Brenner-Archiv« der Universität Innsbruck. Alle neu aufgefundenen Texte bzw. Briefe Trakls, Briefe an Trakl und Dokumente zu Trakl werden in der neuen historisch-kritischen Ausgabe enthalten sein; sie wird darüber hinaus die Überlieferung des Werks dokumentieren und die Text-zeugen kritisch prüfen, um deren Authentizität zu gewährleisten Sowohl Trakls Dichtungen als auch seine Briefe werden zusammen mit den Gegenbriefen in chronologischer Anordnung ediert. Neue For-schun-gen zur Datierung haben eine Rekonstruktion der Werkentstehung und der Textgenese ermöglicht. . Das editorische Konzept sucht der Eigenart der Entstehung und Überlieferung von Trakls Werk zu entsprechen: Ausgangspunkt bei der Darstellung der Genese sind das Faksimile der Handschrift und die diplomatische Umschrift; sie soll eine Lesehilfe sein und durch die Zeilenzählung alle in einzelne Textstufen unterschiedenen Arbeitsprozesse am Faksimile nachvollziehbar machen. Um den Entwurfszusammenhang zu berücksichtigen, werden die Texte in ihren Stufen mit all ihren Änderungen jeweils geschlossen dargestellt - und nicht getrennt in einen Lesetext- und einen Apparatband. Der Kommentar in der Entstehungs-, Text-, Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte sowie in den Einzelstellen-Erläuterungen soll einen Überblick über die Veränderungen von Trakls Texten ermöglichen und neue Zugänge zu deren Verständnis schaffen, nicht zuletzt durch einen Einblick in Trakls Technik der Montage, der Selbstzitate und der Übernahmen vor allem von Hölderlin und Rimbaud; bei privaten wie ›amtlichen‹ Briefen soll ihr Zusammenhang mit Werken Trakls sowie ihr biographischer bzw. literarischer Hintergrund erhellt werden. Vor jeder Gruppe der (nach Jahreszeiten gegliederten) Dichtungen Trakls führt eine auf den neuesten Stand gebrachte Lebenschronik wichtige Ereignisse in Trakls Leben vor Augen. Trakl gilt als ›Klassiker der Moderne‹. Das Moderne an seiner Art zu dichten wird durch die Innsbrucker Trakl-Ausgabe erkennbar. Die Arbeit der Herausgeber wird vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Wien) und von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gefördert, die Drucklegung von der Stadt Innsbruck und vom Bundeskanzleramt / Kunstsektion (Wien).

Über den Autor

Georg Trakl (1887-1914) wird von klein auf durch den heraufdämmernden Untergang der K. und K.-Monarchie geprägt. 1905 beginnt er ein Praktikum in einer Salzburger Apotheke. 1906 werden zwei Einakter, die er später vernichtet, im Salzburger Stadttheater aufgeführt. Er bewegt sich zunehmend in Bohème-Kreisen; sein lebenslanger Alkohol- und Drogenkonsum und das leidvolle inzestuöse Verhältnis zu seiner Schwester Margarethe gehen auf diese Zeit zurück. 1908 siedelt er zum Studium der Pharmazie nach Wien über. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 pendelt Trakl in Probediensten und auf der Suche nach Anstellungen, die er meist schnell wieder aufgibt, zwischen Salzburg, Wien und Innsbruck. Ab 1912 werden seine Gedichte im Brenner erstveröffentlicht; außerdem publiziert er in der Fackel von Karl Kraus. 1914 zieht Trakl als Medikamentenakzessist mit einer Sanitätskolonne nach Galizien in den Krieg, von wo er im Anschluss an die Schlacht bei Grodek zur Beobachtung seines Geisteszustandes nach Krakau überwiesen wird. Dort stirbt er am 3. November an einer Überdosis Kokain.

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