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am 6. April 2001
Dieser Briefwechsel ist ein Lesevergnügen, dem man sich an einem Stück hingeben möchte, das man aber besser brief- und tageweise genießen sollte. Die Briefe sind Ausdruck der Begründung und Entwicklung einer tiefen, herzlichen Lebensfreundschaft zweier herausragender deutscher Schöngeister im 20. Jahrhundert, dessen Wirren zur Zeit des Naziterrors in Deutschland und Europa einen bedrückenden, aber zugleich lehrreichen Hauptfokus der Korrespondenz bilden. Daneben erfährt der Leser Mannigfaches über die Werke der beiden Autoren, ihre gegenseitige Wertschätzung und nicht zuletzt über die hohe Kunst des Briefeschreibens. Ein ansprechendes Layout und eine hervorragende Editierung machen das gebundene Buch zu einem Stück, von dem man sich nicht wieder trennen mag.
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am 22. März 2005
Weder die Bücher Hesses noch die Manns sind wohl als „leichte Kost" zu verstehen - also ist es nicht erstaunlich, dass auch diese Briefe nicht grade als Abendlektüre geeignet sind. Außerdem ist es bei Briefen ja meist so, dass darin von Dingen die Rede ist, von denen man keine Ahnung hat, alle Unklarheiten können da auch nicht von Anmerkungen beseitigt werden. Aber erstaunlich ist vor allem, dass zwischen all den persönlichen Berichten von Seiten beider Autoren immer wieder Stellung bezogen wird zum politischen Geschehen in Nazideutschland.
Der erste Brief stammt von 1910, der letzte von 1955 (verständlicherweise endet der Briefwechsel mit dem Tod Thomas Manns).
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich Hesses Werk sehr mag, deshalb lese ich so ziemlich alles, was ich von ihm in die Hände bekommen kann. Und als Hintergrundinformation ist dieser Briefwechsel durchaus geeignet, kommen doch immer wieder Bezüge zu grade im Entstehen seienden Werken darin vor.
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am 10. September 2007
Mit vielen Annotationen koennen wir hier in schoen gedruckter Form den Briefwechsel zwischen Mann und Hesse geniessen. Um Politik geht es, wie koennte es anders sein, praegt doch der 2. Weltkrieg sogleich die ersten Jahre der Freundschaft. Die Leiden des Exils und der Ausgrenzung, die Sorge um Freunde und die Literatur,... gemeinsam werden Werte gefunden, Tagesgeschehnisse und Ueberdauerndes diskutiert. Da geht es aber auch um die jeweiligen Buecher, um gegenseitige Rezensionen und Kritiken der Gedichte und Romane. Besonderen Spass hat der heutige Leser daran, zu lesen, was Thomas Mann an Hesse schrieb und es dann - Dank der wunderbaren Anmerkungen - mit Manns Tagebucheintraegen zu vergleichen :).
Wer gerne Hesse liest, wer Thomas Mann interessant findet - fuer den oeffnet sich hier ein weiteres Fenster ins Leben dieser beiden und der wird manches finden, dem er gerne nachspueren moechte, literarisch, politisch und menschlich.
Sehr lesenswert, eine Bereicherung.
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am 22. September 2011
Den Briefwechsel von Thomas Mann und Hermann Hesse zu lesen und dem Gelesenen nachzuspüren ist ein Genuß. Dieses Buch (da ich auch H.Hesse sehr mag) läßt einem spüren, wie sich die beiden doch sehr verschiedenen Menschen mochten und schätzten. Es ist schön zu lesen, daß die beiden genialen Schriftsteller den anderen nicht als Konkurrenten ansahen sondern eher als Ergänzung. Des weiteren hat mich beim Lesen berührt, wie beide am Leben (und den Schicksalsschlägen) des anderen Anteil nahmen obwohl sie - als Th. Mann noch in USA wohnte - doch räumlich weit entfernt waren. Von den vielen Büchern über den Briefwechsel von Th. Mann ist das hier eines meiner Liebsten und für jeden Thomas Mann und/oder Hermann Hesse Fan unverzichtbar.
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