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Briefsteller: Roman [Taschenbuch]

Michail Schischkin , Andreas Tretner
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

14. April 2014
Eine Frau, ein Mann, eine Sommerliebe.

Eine Frau, ein Mann, eine Sommerliebe. Sascha und Wolodja werden durch einen Krieg getrennt und können sich nur Briefe schreiben. Sie erzählen einander darin von allem und jedem: von Kindheit, Familie, Alltag, von Freud und Leid. Ein normaler Briefwechsel zweier Liebender – bis sich beim Leser Zweifel regen und klar wird, dass die Zeit der beiden verrückt ist, dass sie durch Raum und Zeit getrennt sind. Sie lebt in der Gegenwart, er kämpft im Boxeraufstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegen chinesische Rebellen. Ein großer, anrührender Liebesroman, der die grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz behandelt und der durch die Macht des Wortes die Gesetze von Zeit und Raum außer Kraft setzt.


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Produktinformation

Zusatzinformation Jetzt reinlesen [0kb PDF]
  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (14. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442747899
  • ISBN-13: 978-3442747894
  • Originaltitel: Pis'movnik
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 998.679 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Michail Schischkin ist ein mächtig ausgreifender Erzähler und Wortgläubiger mit Klassikerpotenz, wie man ihn schon lange nicht mehr sah in der russischen Weltliteratur.« (NZZ am Sonntag)

»Michail Schischkin gelingt es, das Leben seiner Briefsteller überzeugend in seiner ganzen Vielfältigkeit zu erzählen. Auch die Nebenfiguren sind lebendig geschildert.« (Zeit online, 14.03.2013) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Michail Schischkin ist einer der meist gefeierten russischen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Linguistik und unterrichtete Deutsch. Seit 1995 lebt er in der Schweiz, Moskau und Berlin. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als Einziger alle drei wichtigsten Literaturpreise des Landes: den russischen Booker-Preis, den Preis Nationaler Bestseller und den „Das-Große-Buch“-Preis. International wurden ihm u.a. der Preis für das beste ausländische Buch 2005 in Frankreich, der italienische Grinzane Cavour Preis 2007 und 2011 der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Für seinen neuesten Roman Briefsteller erhielt er den renommierten Bolshaja kniga ("Das große Buch") erneut; das Buch erscheint weltweit in über 20 Ländern.

Andreas Tretner, geb. 1959 in Gera, Übersetzer u.a. von Boris Akunin und Vladimir Sorokin, ist schon längst die "deutsche Stimme" von Viktor Pelewin. Zu Pelewins letztem Buch schrieb Wladimir Kaminer: "Die deutsche Fassung ist noch besser als das Original - innovativ und durchgeknallt."

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HG HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Neues aus der Wissenschaft: Berechnungen zufolge haben sich die meisten Menschen in den vergangenen fünf Jahrtausenden nicht aus freien Stücken einander genähert, sondern in der Art von Bäumen, die sich weder ihre Nachbarn noch ihre Bestäuber selbst aussuchen, Äste und Wurzeln einfach infolge ihres Wachstums miteinander verflechten.
Außerdem spielt die Zeit verrückt, das haben Experimente bewiesen. Die Reihenfolge, in der die Ereignisse sich abspielen, ist beliebig, genauso das handelnde Personal. Man kann in der Küche sitzen und auf einem Kamm mit Zigarettenpapier blasen und zur selben Zeit in einer ganz anderen Küche einen Brief lesen von jemandem, den es gar nicht mehr gibt. (...) Wie überhaupt schon unsere Urahnen herausfanden, dass die Vergangenheit mit den Jahren immer näher rückt, statt sich zu entfernen."
Diese Zeilen aus dem neuen Roman von Michail Schischkin beschreiben zugleich in wenigen, aber eindringlichen Worten, den Duktus des Buches. Der 1961 in Moskau geborene Linguist und Deutschlehrer, der 1995 in die Schweiz emigrierte und sowohl national, als auch international vielfach ausgezeichnet wurde, legt mit "Briefsteller" erneut ein atemberaubendes, eloquentes, fantasie- und kunstvolles Werk vor.

Eine Frau - Saschenka - und ein Mann - Wolodenka - schreiben sich Briefe. Ihre junge Liebe wurde unsanft durch den Krieg getrennt. Nun sind es die Worte, die ihre Nähe zueinander aufrecht erhalten. Zeilen über ihre Kindheit, die Familie, den Alltag. Worte voll Freude und Traurigkeit, voll Liebe und Leid, voll Glückseligkeit und Schmerz. Sascha berichtet von ihrem Studium der Medizin und Wolodenka von seinem Einsatz in China. Doch immer mehr schleichen sich Zweifel beim Leser ein.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich schreibe, also bin ich… 4. November 2012
Von sandravl VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das dieser Briefroman keine gewöhnliche Liebesgeschichte ist, wird einem schon auf den ersten Seiten klar. Man wird verzaubert von Worten und Gedanken, aber man versteht zunächst… nichts. Oder nicht viel. Es geht um Melonen, Mohrrüben, Mona Lisa und Krieg, ein sogenannter "Segen für das keuche Vaterland", welcher ein junges, verliebtes Paar gewaltsam auseinanderreißt. Wolodenka, der an die Front berufen wird und Saschenka, für die das Leben daheim ohne ihn einfach weiter gehen muss.
Durch ihre Briefe bleiben sie zusammen, schreiben über ihren Alltag – auf der einen Seite einsam, düster und vom Tod bedroht, auf der anderen Seite hoffnungsvoll und voller Erinnerungen an frühere Zeiten. Der Krieg an sich braucht da nicht einmal einen Namen, denn Wolodenka und Saschenka sind ein Paar, wie es sie während eines Krieges millionenfach gibt. Erst nach einer ganzen Weile merkt man als Leser, dass zwischen den Zeilen etwas nicht stimmt. Die beiden schreiben sich regelmäßig, doch warum geht keiner auf die Briefe des Anderen wirklich ein?

Der Klappentext verrät für meinen Geschmack schon ein bisschen zu viel. Es dauert lange, bis man als Leser beginnt Fragen zu stellen und es würde noch länger dauern, wenn man dieses Hintergrundwissen aus dem Klappentext nicht hätte. Es bliebe einfach mehr Zeit, eigene Vermutungen aufzustellen, denn erst ab einen gewissen Punkt weit nach der Hälfte des Buches ist die Story nicht mehr misszuverstehen. Vorher ist reichlich Potential vorhanden, welches die eigenen Gedanken wie im Buch selbst so schön beschrieben wird, in Fetzen auseinander fliegen lässt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachdenklich und wortgewaltig 3. Februar 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Sascha und Wolodja verbindet eine Sommerliebe. Dann jedoch trennt sie der Krieg und ihre Kommunkation findet nur über Briefe statt – Briefe, in denen sie ihre Gedanken zu diesem und jenem austauschen, in denen sie von Erlebtem berichten und ihre Gefühle bis zum kleinsten Teilchen beleuchten.

Bei der Lektüre ist mir zuallererst der Stil aufgefallen. Sascha und Wolodja schreiben sich Briefe in einer Sprache, die alles andere als gewöhnlich und einfach ist. Verrückt klingende und dennoch eingängige Metaphern kommen darin vor, Alltägliches wird auf eine besondere Art und Weise geschrieben, sodass man gerne darüber liest – und Wolodjas schreckliche Ereignisse aus dem Krieg bilden mit dieser schönen Sprache eine seltsame Allianz und lassen das Grauen echt erscheinen. Auf der anderen Seite werden aber auch Gedanken der Hauptfiguren so verpackt, dass man sie nachvollziehen kann.

Diese Gedanken tauchen sowohl bei Sascha als auch Wolodja auf. Sie schreiben einander von Überlegungen, die sie haben; was einem als Leser allerdings nicht nur einen guten Einblick in ihre Köpfe verschafft. Man fängt ebenfalls an, sich über die verschiedensten Dinge Gedanken zu machen, angeregt von den Sätzen in dem Buch.

Deshalb berührt der Roman auf zwei Ebenen – einmal mit diesen Gedankenanstößen, andererseits aber auch mit den Geschehnissen, von denen die beiden berichten. Oftmals sind das eher traurige oder gar brutale als fröhliche Erzählungen, was das Lesen manchmal nicht ganz leicht macht. Dennoch versucht der Autor hier nicht auf mitleiderregende Weise zu schildern, was die Figuren erleben, sondern vielmehr neutral – und das macht das Ganze noch echter.
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