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Brieffreundschaft mit einem Abzocker: Was alles Recht ist [Gebundene Ausgabe]

Andreas Sterntal
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

Februar 2011
Internetkriminalität Gerissene Anwälte und skrupellose Abzocker haben eine Masche entwickelt, mit der es gelingt, tagtäglich tausenden argloser Menschen verbindliche Verträge unterzujubeln, die diese nie und nimmer so abschließen wollten. Das Widerrufsrecht der unfreiwilligen Kunden wird mühelos ausgehebelt. Wer nicht zahlt, wird mit anwaltlichen Mahnschreiben in die Enge getrieben. Das Strafrecht findet an diesem ausgefuchsten "Geschäftsmodell" keinen Angriffspunkt, die Abzocker bleiben weitgehend unbehellilgt. Eigene bittere Erfahrungen und gründliche Recherchen haben Andreas Sterntal im Laufe der Zeit zum Experten für die sogenannte "Nutzlosbranche" werden lassen. Spannend verpackt in die Romanhandlung lässt er die Leser an seinem Wissen teilhaben und bietet Tipps und Tricks für den Umgang mit Abzockern. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum", tönt es aus der Politik. Nach der Lektüre dieses Buches hat man einen anderen Eindruck.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 205 Seiten
  • Verlag: EWK Verlag; Auflage: 1., Erstausgabe (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938175605
  • ISBN-13: 978-3938175606
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 14 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.115.102 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort Es mag irritieren, dass einem Roman, der nicht einmal ein Wirtschaftskrimi ist, das Vorwort eines Wirtschaftskriminologen vorangestellt wird. Ich selbst habe gezögert, bin aber, nachdem ich wenige Seiten des Manuskripts gelesen hatte, gern dem Wunsch des Verlegers nachgekommen. Denn der Roman setzt sich auf eine ganz besonders kluge, nämlich unterhaltsame Weise mit einem Phänomen auseinander, das aus wirtschaftskriminologischer und gesellschaftspolitischer Sicht von größter Bedeutung, aber - obgleich Experten lange bekannt - noch immer wissenschaftlich und gesetzgeberisch weitgehend unerforschtes Neuland ist: Mit der so genannten Internetkriminalität. Selbstverständlich kann es nicht um die ganze Bandbreite dieser Kriminalität gehen. Ein solches Projekt würde Autor, Leserinnen und Leser überfordern. Nein, es geht um eine, allerdings besonders schwierige (weil die Masse der naiven Internetnutzer betreffende) Abzocker-Masche, um die Abo-Fallen. Das Geschäftsmodell ist einfach: Die Betrüger wissen, dass immer mehr Menschen jede freie Minute nutzen, durchs Internet zu spazieren. Sie sehen sich diese oder jene Webseite an, vielleicht, um ein „Schnäppchen“ zu erhaschen, und schon kurze Zeit später erhalten sie von einer ominösen Firma die freundliche und dankbare Mitteilung per E-Mail und per Post, dass sie einen Vertrag für eine Dienstleistung abgeschlossen hätten. Dazu die Rechnung für ein ein- oder zweijähriges Nutzer-Abonnement, 9,80 Euro pro Monat. Das Problem, das diesem Roman einen hohen aufklärerischen Rang verleiht: Der Gesetzgeber tut sich, wenn die Geschädigten nicht Großunternehmen oder Banken, sondern Durchschnittsverbraucher ohne besondere Kenntnisse sind, besonders schwer, klare und harte Regeln zum Schutz der Nutzer einzuführen. Die liberale Justizministerin hat zwar ein Gesetz, das schon 2011 greifen soll, versprochen. Doch bekanntlich sind es die Liberalen, auch die in den übrigen Parteien und in der nicht zu vergessenden Europäischen Union, die sich am meisten dagegen wehren, die für sie selbst höchsten Rechtsgüter, die „Eigentums- und unternehmerische Betätigungsfreiheit“, auch nur geringfügig einzuschränken. Sie rangieren für sie oft weit über der von der Verfassung garantierten Menschenwürde und dem untrennbar dazugehörenden Sozialstaatsgebot. Wenn also wirklich ein Gesetz zustande kommen sollte, wird es sehr wahrscheinlich - wie die meisten Gesetze, die dazu schon existieren - ein Papiertiger sein. Und falls ein neues Gesetz doch an einer Stelle greifen sollte, werden die allzu gesetzestreuen Staatsanwälte zurückgepfiffen und gemaßregelt. Wer also in eine der vielen Abo-Fallen tappt, steht vor der unausweichlich zu beantwortenden Frage: Zahlen oder nicht zahlen? Die meisten Internetnutzer, denen so etwas passiert, ignorieren die Forderungen. Auch dann, wenn bei der dritten Mahnung mit Inkasso-Eintreibung oder - noch schlimmer – mit einem Schufa-Eintrag gedroht wird. Richtig so! Doch viele zahlen, sogar die, denen klar ist, dass sie betrogen werden. Denn sie wissen, dass eine Anzeige wegen versuchten Betrugs zu erstatten nahezu sinnlos ist. Um sich der Betrügereien dieser „Nutzlosbranche“, wie sie von Ihren Kritikern genannt wird, erfolgreich erwehren zu können, wäre eine klare Rechtslage erforderlich, und zu dieser ein klarer politischer Wille. Beides aber gibt es nicht in unserer kapitalistischen Demokratie. Hier steht der Schutz heimtückischer oder räuberischer Ausbeuter und Zocker, der Täterschutz, über dem Verbraucher-, deutlicher, über dem Opferschutz. Der Roman könnte auch den Titel: "Wie wird man ohne Mühe Millionär?" tragen. Der Autor schildert unter dem Pseudonym Andreas Sterntal in diesem Roman seinen tatsächlich geführten privaten Kampf gegen einen Abofallen-Zocker, und er zeigt, haarklein protokolliert, wie er das gemacht hat und dass hinter solchen vermeintlichen Einzeltätern oft Banden stecken, die juristisch alle Kriterien der organisierten Kriminalität erfüllen. Verpackt in eine spannende Story, beweist er, wie leicht es für die Staatsanwaltschaften wäre, die Täter aufzuspüren und ihrer Betrügereien zu überführen, aber auch, wie gering die Erfolgsaussichten sind, unter den herrschenden Verhältnissen „Unternehmern“ Betrugsabsichten oder gar Betrug nachzuweisen. Was große Gewinne abwirft, muss gut sein. Hans See Prof. Dr. Hans See, Jahrgang 1934, 12 Jahre Werkzeugmacher, nach dem Studium 5 Jahre Sozialplaner, von 1976 bis 1999 Professor für Politikwissenschaft, Sozialpolitik und Wirtschaftskriminologie an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Als Gründer und Vorsitzender der gemeinnützigen Aufklärungsorganisation Business Crime Control e.V. (BCC) und Herausgeber der Vierteljahreszeitschrift BIG Business Crime steht er seit 20 Jahren im Kampf gegen mafiose Praktiken in der Wirtschaft in der vordersten Reihe. BCC im Internet: www.wirtschaftsverbrechen.de www.businesscrime.de

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Fachbuch als Unterhaltungsroman? 2. März 2011
Keine leichte Lektüre, auch kein Krimi oder eine Erzählgeschichte für nebenbei. Es sind viele Experteninformationen, die der Leser aufnehmen muß. Das Buch ist, trotz aller Beteuerungen in Werbung und Vorwort, von einem Experten für Experten geschrieben, mühsam verpackt in eine gewöhnungsbedürftige Erzählstruktur. Als Leser sollte man sich mit Internet, Softwarefragen usw. auskennen, es wird einiges vorausgesetzt vom Verfasser. Warum der Verlag es auf seiner Internetseite als Belletristik verkauft, ist mir ein Rätsel. Es ist, als ob man ein Kochbuch angepriesen bekommt, und dann mit einem Lehrbuch über die Molekularstruktur von Lebensmitteln überrascht wird, das aber im Plauderton daherkommt. Sicherlich bekommt man einen Einblick in eine ausgewählte Ecke der Internetkriminalität, das Phänomen Internetkriminalität in seiner ganzen Breite wird aber nicht verhandelt. Ein Fachbuch sollte als Fachbuch angeboten werden, deshalb nur zwei Sterne.
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Von Amazon bestätigter Kauf
Inhaltlich allerdings durch die neuere Rechtssprechung einigermaßen überholt - mittlerweile steht ja wohl fest, dass das Betreiben von Abofallen gewerbsmäßiger Betrug ist (siehe etwa OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom 17. 12. 2010 - 1 Ws 29/09, NJW 2011, 398). Die kontoführende Bank anzuschreiben und bösgläubig zu machen - so dass sie das Konto des Betrügers schließt, um nicht ggfs selbst zu haften - ist im Übrigen wirklich ein höchst probates Mittel, um der Plage Herr zu werden...
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warum nur ? 26. März 2013
Man fragt sich, warum der "Autor" seinen Roman oder sein Fachbuch als Anonymus unter einem Pseudonym verfasst hat. Es wäre sicherlich glaubwürdiger, wenn man mit seinem echten Namen zum Ergebnis einer Recherche stünde.

So aber fürchtet man wohl, das die Wahrheit in einem Gerichtsverfahren ans Tageslicht käme und das Buch damit in die Tonne müsste.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da wird man zum Insider 11. März 2011
[...]

Ich habe das Buch auf meinem Verbraucherschutzforum schon besprochen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Die vorgenannte Kritik kann ich nicht nachvollziehen - nur soweit: Es ist kein einfaches Thema und vielleicht macht der Autor den Fehler, zu viel vorauszusetzen - aber die Thematik ist halt so, dass sie nicht rational erklärt werden kann. Für mich ist das Buch viel eher ein Beispiel dafür, wie man sich mit der Thematik auseinandersetzen kann. Eine rationale Herangehensweise gibt es nicht, dazu fehlt letzen Endes auch die gesetzliche Grundlage. Ein Sachbuch "Abzocke in Deutschland" kann es erst geben, wenn sich eine offizielle Stelle des Themas annimmt. Ich denke, das Buch kann so wie es ist Opfern helfen, das Ticken ihrer Abzocker zu begreifen, sie zu vermenschlichen und so interaktiv angreifbar machen. Und dieser Beitrag ist damit dann ein wertvoller! Sprachlich und von der Inszenierung der Geschichte her kann man zum Buch stehen wie man will. Ich finde, dass es Respekt verdient, wenn sich jemand dieses Themas annimmt, auch wenn er nicht den Pulitzerpreis dafür erwarten darf.

Grüße Usch
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