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Briefe für Emily: Roman Taschenbuch – 18. Januar 2005


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 5 (18. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596159563
  • ISBN-13: 978-3596159567
  • Originaltitel: Letters for Emily
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,2 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 328.621 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Camron Wright lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salt Lake City. Die Aufzeichnungen seines Großvaters, der 1996 starb, inspirierten ihn zu seinem ersten Roman, ›Briefe für Emily‹. Zunächst im Selbstverlag nur per Internet erhältlich, fand das Buch viele tausend begeisterte Leser, kam schließlich in einem großen Verlag heraus und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Mein Bett ist kalt, und das Zimmer ist dunkel. Ich habe viele Decken auf mein Bett gelegt, aber die halten den eisigen Wasatch-Wind nicht ab, der mir bis in die Knochen fährt. Während ich durch das Fenster auf meine schneebedeckten Pflanzen schaue, merke ich, dass ich meinen Garten vermissen werde. Es wird mir fehlen zu beobachten, wie die Möhren aus den kaum staubkorngroßen Samen sprießen. Es wird mir fehlen, die Rüben im späten Frühjahr auszudünnen. Es wird mir fehlen, im Herbst Kartoffeln auszubuddeln. Es wird mir fehlen, eimerweise Zucchini zu ernten und sie ahnungslosen Nachbarn zu schenken, die nicht wissen, was sie damit anfangen sollen; es wird mir sogar fehlen zu sehen, wie die Pflanzen jedes Jahr, wenn der Winter kommt, braun werden und absterben.
Mein Garten hat mich gelehrt, dass jedes Lebewesen sterben muss. Ich beobachte es seit vielen Jahren - ich wünschte nur, mir würden noch ein paar Sommer bleiben, die ich mit Emily in meinem Garten verbringen könnte.
Ich habe noch mehr Enkelkinder, und ich möchte keins bevorzugen, aber die anderen wohnen weit weg und kommen nur selten zu Besuch. Emily kommt jeden Freitag mit ihrer Mutter. Trotz des großen
Altersunterschieds sind Emily und ich die besten Freunde.
Mein Name ist Harry. Eigentlich ein lächerlicher Name, vor allem für einen Mann, der schon in jungen Jahren fast völlig kahl war, aber so heiße ich nun einmal. Mein Vater hieß auch Harry und mein Großvater ebenfalls. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich den Namen an meinen Sohn weitergegeben hätte. Aber das kann ich nicht. Als mein Sohn geboren wurde und wir uns für einen Namen entscheiden mussten, nannten wir ihn Bob. Er besucht mich selten, und er schreibt nie. Heute wünsche ich mir manchmal, ich hätte ihn auch Harry genannt.
Seltsamerweise bin ich nicht verbittert über das, was mit mir geschieht. Warum auch? Ich bin nicht besser als alle anderen. Ich bin nicht weiser, nicht kräftiger, nicht intelligenter. (Okay, ich bin weiser als der alte Ross, der nebenan wohnt, aber das zählt nicht.) Warum also sollte es mich nicht treffen?
Ich hoffe, es wird schnell gehen, damit ich als Opa Harry in Erinnerung bleibe und nicht als der Mensch, zu dem ich mich allmählich entwickle. Aber ich fürchte, dass man mich in Erinnerung behalten wird als einen verabscheuungswürdigen, griesgrämigen alten Mann, und dieser Gedanke macht mich ganz krank. Tatsache ist, dass ich dabei bin, den Verstand zu verlieren. Ich habe Alzheimer - eine heimtückische Krankheit, die Gehirnzellen zerstört. Je mehr die Verwüstung fortschreitet, umso mehr schrumpft das Gehirn - es folgt Demenz, der Mensch wird orientierungslos und verwirrt. Es gibt keine Heilmethode und keine Möglichkeit, den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen.
Die Krankheit ist eine Diebin. Anfangs lässt sie einen hier und da Kleinigkeiten vergessen, aber sie ruht nicht, bis sie einem alles geraubt hat. Sie raubt einem die Lieblingsfarbe, den Duft des Lieblingsgerichts, die Erinnerung an den ersten Kuss und die Liebe zum Golfspielen. Ein belebender Frühlingsschauer, der die Erde mit glitzernden Wassertropfen reinigt, wird zu simplem Regen. Duftige Schneeflocken, die die Welt zu Beginn des Winters mit einer weißen Decke schmücken, fühlen sich nur noch kalt an. Das Herz schlägt, die Lunge nimmt Luft auf, die Augen sehen Bilder, aber innerlich ist man tot. Der Lebensgeist ist erloschen. Ich nenne die Krankheit heimtückisch, weil sie einem die Würde raubt - sogar die Seele. Am Ende werde ich Emily vergessen.
Die Krankheit schreitet unaufhaltsam fort, und schon jetzt fangen die Leute an zu lachen. Ich nehme es ihnen nicht übel; sie haben allen Grund zu lachen. Über die albernen Dinge, die ich tue, würde ich auch lachen. Vor zwei Tagen habe ich in die Einfahrt vor meinem Haus gepinkelt. Ich musste mal, und in dem Augenblick schien es mir der richtige Ort zu sein, um mich zu erleichtern. Vor einer Woche bin ich nachts aufgewacht, in die Küche gegangen und habe versucht, mit dem Spülmittel, das ich im Schrank unter der Spüle aufbewahre, zu gurgeln. Ich dachte, ich wäre im Badezimmer, und die grüne Flüssigkeit hatte dieselbe Farbe wie mein Mundwasser. Ich werde häufig nervös. Ich habe häufig Angst. Und ich weine; ich weine wie ein kleines Kind über die lächerlichsten Dinge. Bisher habe ich in meinem Leben kaum jemals geweint. (...)

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "andrea2882" am 21. Juni 2005
Format: Taschenbuch
"briefe für emily" war ein zufallskauf, das cover des buches sprach mich irgendwie an. oft sind diese käufe ja die besten - dies hat sich hier wirklich bewährt.
briefe für emily behandelt eigentlich zwei geschichten: zum einen ist da harry. er ist familienvater, witwer und großvater - und er leidet an alzheimer. als er sich dem ausmaß und den auswirkungen seiner krankheit bewusst wird fängt er an für seine enkelin emily briefe zu schreiben. er schreibt jedoch nicht über alltägliches, sondern er erzählt geschichten aus seinem leben, aus denen er gelernt hat. und aus denen auch seine enkelin lernen soll. doch es sind nicht einfach briefe. er hat einen gedichtband verfasst. alle gedichten beinhalten ein rätsel - des rätsels lösung ist der schlüssel zu den briefen, und zwar in form eines passwortes für pc-dateien.
der andere teil der geschichte befasst sich hauptsächlich mit harry's sohn und dessen frau - den eltern von emily. diese durchleben eine ehekrise. diese krise spielt meiner meinung nach ebenfalls eine große rolle in der geschichte.
das buch lässt sich dank des angenehmen schreibstil des autors flüssig lesen. kein kitsch, sondern wahre gefühle liest man zwischen den zeilen. ich mochte die lebensratschläge von harry - die keinen von den ratschlägen sind, die man mit erhobenem zeigefinger gibt - die geschichten aus seinem leben, von denen er so liebevoll berichtet. und ich verfolgte mit spannung den verlauf der beziehung von emily's eltern.
also: buch bestellen, beine hochlegen, lesen, genießen!!!
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Angelika Drews am 27. Oktober 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Durch Zufall fand ich "Briefe für Emily" in einer Buchhandlung und schon die Beschriebung machte mich neugierig.
Harry ist ein kranker alter Mann, sein Leben wird aufgehellt durch die Besuche seiner Schwiegertochter und seiner Enkelin Emily. Sein Sohn möchte nichts mit ihm zu tun haben, und auch seine Tochter kümmert sich kaum um ihn. Aufgrund der Alzheimer-Krankheit hat er nur noch wenig lichte Momente, die er nutzt, um Briefe an seine Enkelin Emily zu schreiben.
Nach seinem Tod findet seine Familie Bücher mit Gedichten. Diese sind der Schlüssel zu den Briefen. Als seine Familie die Gedichte entschlüsseln und die Briefe lesen, stellen sie fest, was für ein Mann Harry eigentlich war, wie lebensklug und warmherzig, was er nie so recht zeigen konnte.Dadurch nimmt das Leben einen anderen Verlauf für alle...
Ein sehr schönes Buch, das ich in einem Zug durchlesen musste. Die Briefe sprechen einen persönlich an, so manches Mal musste ich schmunzeln, aber oft auch eine Träne wegwischen. Einfach klasse.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tom Mikow am 27. Dezember 2006
Format: Taschenbuch
Briefe an Emily

Autor : Camron Wright

Harry Whitney ist krank. Er leidet an der Alzheimer Krankheit und weiß genau, er wird sein Leben vergessen.

Er hat Angst davor, aber noch größer ist seine Angst, seine Familie könnte ihn nur noch als einen kranken alten Mann in ihrer Erinnerung behalten und darüber hinaus vergessen, was er für ein Mensch war.

Als er stirbt, entdecken seine Schwiegertochter Laura und seine Enkelin Emily in, von Harry in lichten Momenten selbst angefertigten Büchern Rätsel, deren Lösung jeweils ein Passwort für die Dateien auf Harrys Computer ergeben.

Die Dateien auf dem Computer beinhalten Briefe, die Harry an Emily schrieb, voller Wärme, kleiner Geschichten und Ratschläge eines Großvaters an seine Enkelin.

Doch schon nach dem Lösen des ersten Rätsels erkennt Laura, die Briefe sind nicht allein an ihre Tochter Emily geschrieben. Sie sind viel mehr..

Camron Wright beschreibt auf einzigartige Weise die Sorgen eines alten Mannes, der genau weiß, wie seine Zukunft aussehen wird.

Die Briefe schreibt er bewusst an seine Enkelin. Doch sind sie so verfasst, dass auch Emilys Eltern ihren Vater und Schwiegervater neu kennen lernen. Die, fast beiläufig anmutende Scheidungsgeschichte von Emilys Eltern erfährt mit den Erkenntnissen, die sie aus den Briefen heraus holen eine völlig neue Betrachtungsweise.

Sehr bald erkennen sie, die Briefe an ihre Tochter sind auch Briefe an sie selber.

Sie sind der Schlüssel, mit dem sich zwei Menschen die Türen zueinander neu öffnen...
Lesen Sie weiter... ›
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sandyloona am 11. Januar 2006
Format: Taschenbuch
Die Geschichte, dass der an Alzheimer erkrankte Großvater Briefe für seine Enkelin hinterlassen hat, hat mich gleich fasziniert.
Beim Lesen des Buches haben mir die Lebensweisheiten, die er seiner kleinen Enkelin vermitteln möchte, noch viel besser gefallen. Mich hat fasziniert, wie ein alter grießgrämiger Mann wegweisende Briefe so wunderbar einfühlsam verfasst und dabei offenbar einen Spaß damit hatte, die Fundorte zu verschlüsseln.
Die Geschichte drumherum war für mich eher Beiwerk, das man in jedem 3 Groschen-Roman lesen kann - dazu wenig spannend. Deswegen gab's einen Stern Abzug.
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