Wer die "Briefe" des "Grünen Fürsten" liest, kommt ins Grübeln.
Wann haben wir zum letzten Mal Geschichten, Romane oder Berichte eines zeitgenössischen Autoren gelesen, der so präzise zu beobachten vermag, über so viel Geist und Bildung verfügt und so geistreich, flüssig und witzig (im besten Sinne) zu erzählen vermag.
Ich kann mich an keinen erinnern.
Pückler`s Briefe sind nicht nur ein hervorragendes Zeitdokument, man könnte sie auch jedem angehenden Schriftsteller, ja jedem Schüler als Sprach- und Stilfibel empfehlen.
Diese genüßliche, brilliante Art des Erzählens ist mit den Autoren des 19. Jahrhunderts ausgestorben und wer wissen möchte, wozu die deutsche Sprache fähig ist, wie man mit Worten malen und Musik machen kann, der lese diese Bücher.
Die beiden Bände kommen im Übrigen im Schuber daher, so daß man die beiden Bände auch hübsch darin aufbewahren und schützen kann.