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Briefe bewegen die Welt: Briefe u. a. von Konrad Adenauer, Oliver Berben, Bertolt Brecht, Veronica Ferres, Sigmund Freud, Friedrich der Große, Johann ... Gunter Sachs, Sophie Scholl, Richard Wagner
 
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Briefe bewegen die Welt: Briefe u. a. von Konrad Adenauer, Oliver Berben, Bertolt Brecht, Veronica Ferres, Sigmund Freud, Friedrich der Große, Johann ... Gunter Sachs, Sophie Scholl, Richard Wagner [Gebundene Ausgabe]

Hellmuth Karasek
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: teNeues Verlag (15. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832794158
  • ISBN-13: 978-3832794156
  • Größe und/oder Gewicht: 30,4 x 22 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.088 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

...optisch schön gestaltet, ist dieser Band eine Bereicherung, nicht bloß zur Zierde des Kaffeetischs. Mit 30 Briefen aus 300 Jahren setzt Herausgeber Hellmuth Karasek einer aussterbenden Kommunikationsform ein Denkmal, dem Brief. Die Auswahl ist überraschend, da steht eine Korrespondenz zwischen Konrad Adenauer und Theodor Heuss neben Heinrich von Kleists Abschiedsbrief an seine Schwester, verfasst am Tag seines Freitods. Es sind Momentaufnahmen, teils von historischer Relevanz, teils von rührender Einfachheit. Alle Briefe sind im Original abgebildet, getippt und in Handschrift, auf Deutsch, Englisch und Französisch und Persisch. Kurzbiografien, Bilder und Informationen zur Beziehung zwischen den Schreibenden setzten die Briefe in Ihren Kontext. Auch optisch schön gestaltet, ist dieser Band eine Bereicherung, nicht bloß zur Zierde des Kaffeetischs. (Stuttgarter Nachrichten; Nr. 38, 16.02.2011)

Wertpapier Die Abschiedsnote Heinrich von Kleists, die letzten Zeilen von Sophie Scholl. 30 bemerkenswerte Briefe hat Hellmuth Karasek für das Buch Briefe bewegen die Welt (teNeues) zusammengetragen, eine Hommage an ein Kulturgut, das E-Mails fast ausgerottet haben. (Bild am Sonntag, 17.Okt. 2010)

Schreib mal wieder! Schreiben Sie noch Briefe? In Zeiten von SMS und E-Mail ist das eine berechtigte Frage, denn die elektronischen Botschaften scheinen die papiernen Grüße zu verdrängen. Aber: wenn es darauf ankommt, Vertrauliches und Persönliches zu schreiben, greifen viele Menschen noch immer lieber zu Füller und Papier. So ein Liebesbrief wirkt doch ganz anders, als eine digitale Botschaft. Wir sprechen mit unserem Studiogast Hellmuth Karasek über den Zauber des Briefeschreibens. Denn der Brief lebt und kann nach wie vor die Welt bewegen , so sieht es der Buchautor und Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der in seinem neuen Buch 30 Briefe namhafter Persönlichkeiten ausgewählt hat und zeigt, wie diese Schriftstücke uns und unsere Welt im Kleinen wie im Großen beeinflusst und verändert haben. Gerade zu Weihnachten schreiben die Menschen wieder vermehrt Karten und Briefe. Denn es ist viel schöner, im Briefkasten einen Brief mit lieben Wünschen zu haben als in der Mailbox des Computers. (daheim und unterwegs WDR Fernsehen, 13. Dezember 2010)

Kurzbeschreibung

Auch im Zeitalter der digitalen Kommunikation bleibt die Macht der Briefe ungebrochen. Wie kann der Mensch seine Verbundenheit besser zum Ausdruck bringen, als mit Füller und Büttenpapier? Was löst größere Gefühle aus, als ein Brief, den man in Händen hält?

Dieser Band präsentiert gehaltvolle und inspirierende Briefwechsel. Sei es, dass ein neues Projekt vorgeschlagen, sei es, dass wichtige Neuigkeiten übermittelt oder Gefühle offenbart werden - nichts ist so überzeugend wie das handgeschriebene Wort.

Zu jedem Brief, ob zeitgenössisch oder historisch, liefert dieses wunderbare Buch biografische Hinweise und faszinierende Hintergrundinformationen, Faksimiles der Originaldokumente vermitteln fesselnde Einblicke in die Zeit. Der Band enthält eindrucksvolle Korrespondenzen aus Politik, Geschichte, Showbusiness und allen Sparten der schönen Künste. Nicht zu vergessen natürlich die Liebesbriefe!

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension 5. November 2010
Von W. Rieger
Vorweg ein Lob an den Verlag für Format und Aufmachung. Briefe bewegen die Welt ist keines dieser 'Coffe table-Books', die unhandlich und schwergewichtig vornehme Warte- und Wohnzimmer dekorieren. Dieses Buch hat ein lesefreundliches Format, was gut ist, denn man wird es öfter zur Hand nehmen.
Dreißig persönliche Brief aus drei Jahrhunderten, jeder Brief ein Kapitel, jedes Kapitel eine persönliche Momentaufnahme ' viele davon lesenswert und zum aufbewahren.
Ich war erstaunt von der ungewöhnlichen Frömmigkeit eines Otto von Bismarck auf Freiersfüßen, habe geschmunzelt über Sigmund Freuds Sexualschreck-Theorien und war berührt vom Dankesschreiben der fast blinden Deutschlehrerin an Bastian Sick. Mit der stärkste und nachhaltigste Moment des Buches gehört für mich Gunter Sachs in seinem offenen Brief an Axel Springer, der mit nur wenigen Zeilen und beeindruckender Zivilcourage ein Umdenken beim Mediengiganten einleitete.
Störender Wehrmutstropfen ist die allgegenwärtige Anpreisung des Sponsors mit dem schwarzen Posthorn. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ach Du Feuilletonist, Du 22. Oktober 2010
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
In seinen besten Momenten ist das ein wirklich bewegendes Buch. Ein Kriegsgefangener schreibt an seine Familie. Ein junger, offenbar etwas verunsicherter Bismarck bittet weitschweifig um die Hand seiner zukünftigen Frau. Kleist verabschiedet sich von seiner Schwester - vor seinen Freitod. Und Sophie Scholl, die unfreiwillig aus dem Leben scheiden muss, schreibt von schönen Blumen, sowie von einem Treffen, zu dem es niemals mehr kommen wird.

Brecht dagegen will endlich ein vernünftiges Bier. Die Dönhoff nerven die Spießer in der Zeit, und Friedrich der Große will vor Voltaire mit seiner klassischen Bildung angeben, was einen wirklich schrägen Text ergibt. Nietzsche, so schreibt ein Heinrich Köselitz, sei zwar verrückt geworden, aber er hätte auch schließlich das Recht dazu. Was Freud dazu schreibt, das liegt natürlich auf der Hand. Thomas Gottschalk schreibt offensichtlich zu viel und sagt zu wenig, während der vermeintliche Playboy Gunter Sachs mit wenigen Worten viel deutlicher wird, als so viele vor und nach ihm über dasselbe Thema. Käthe Kollwitz Brief erscheint dagegen merkwürdig inkonsequent.

Ausgewählt hat das alles Hellmuth Karasek, dieser erfolgreiche Medienmensch, der durch das Literarische Quartett berühmt geworden ist, und bei dem schon damals der Boulevard und die Hochkultur etwas näher zusammen lagen als bei allen anderen Mitgliedern der deutschen Kulturszene. Und genau dieses merkt man dann auch der Zusammenstellung der Briefe hier an. Vieles ist rührend, intellektuell spannend, aber manches eben auch belanglos. Es mag mal wieder ein persönliches Urteil sein, aber nach dem Lesen des letzten Briefes von Walter Benjamin auf der Flucht vor den Nationalsozialisten an den schon in Sicherheit lebenden Adorno interessiert mich das Empfehlungsschreiben von Eddie Jordan für Timo Glock einfach nicht die Bohne. Und auch die Werbung für den Sponsor Post hätte durchaus etwas diskreter ausfallen können. Das Buch wirbt doch schon an sich für das Thema Brief. Warum muss man dann noch zusätzlich ständig den großen Konzern nennen? Da ist die Marketingabteilung doch wenig diskret gescheitert.

Dafür ist das Buch selbst handwerklich schön gemacht. Echt dicke Seiten, großes Format, gute Abbildung der Briefe im Original. Mal wieder ein Buch, wo es eine Freude ist, es in der Hand zu halten. Dazu gibt es sehr gut lesbare Kurzbiographien von Sender und Empfänger, und auch die Briefe werden gut in den jeweiligen historischen Kontext eingeordnet. Fast genau so schön liest sich das alles, als wenn man einen persönlichen Brief erhalten hätte. Schreibt mir doch mal wieder, Leute.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Bertold Brecht war es als Bayer gewohnt zum Essen Bier zu trinken. Das war in der DDR aber rationiert, weshalb der Dichter sich schriftlich bei der Radeberger Brauerei um zwei Kästen Bier im Monat bemühte. Ob er sie bekommen hat, ist "Briefe bewegen die Welt" von Sonja Wild und Hans Pöllmann, herausgegeben von Hellmuth Karaek, nicht zu entnehmen. Zumindest aber ist der Brief als Faksimile abgedruckt, zusammen mit einer Fassung in Druckschrift (in Brechts Fall eigentlich nicht nötig, da das Original mit Schreibmaschine getippt und sehr gut zu entziffern ist), sowie Foto und Anmerkungen zum Verfasser und zum Brief. Diesem Muster folgen dann alle weiteren, in diesem sehr schmuck gestalteten Band, vorgestellten Briefe.
Was ich schade finde ist, dass die Anmerkungen zu den Verfassern und Empfängern der Briefe in einer unnötig kleinen Schrift gesetzt wurden - Platz ist doch genug vorhanden. Auch das Vorwort und Karaseks Einleitung werben, für meinen Geschmack zu viel, die neue Errungenschaft der Deutschen Post AG, den E-Postbrief. Die Anpreisung der Deutschen Post AG beschränkt sich indes nicht bloss auf Vorwort und Einleitung. Zum Brief einer fast blinden, ehemaligen Lehrerin an Bastian Sick wird erwähnt, dass die Post Blindensendung kostenlos transportiert. Des weiteren findet sich dann auch noch ein handschriftlicher Brief von Dr. Frank Appel (Vorsitzender des Vorstands Deutscher Post AG), in dem er sich bei den Mitarbeitern des BZ (Briefzentrums) 52 für deren aussergewöhnlichen Einsatz bedankt. Es folgt eine Beschreibung der vollautomatisierten Abläufe in einem BZ. Ich wage die Vorhersage, dass dieses Buch 2010 an viele Mitarbeiter und Interessierte der Deutschen Post AG verschenkt wird.
Ansonsten ist es ein überaus gelungenes, interessantes und amüsantes Buch über die Kunst des Briefeschreibens. Gottschalk schreibt Reich-Ranicki vor dessen Auftritt in "Wetten dass...?" und weist darauf hin, dass sie Sendung eine grandiose Werbeplattform mit 15 Millionen Zuschauern ist, in der Reich-Ranicki prima sein neuestes Buch promoten könne. Und ja, ihm liege der Auftritt des Grosskritikers, sogar mehr am Herzen, als der Auftritt von Paul McCartney in der Show. Amüsant wäre zu erfahren, ob das eine Standardfloskel in Gottschalks Briefen ist und wie es wäre, wenn die Gäste untereinander davon erfahren würden. Aber so viel Platz wird weder Gottschalk noch einem anderen Briefeschreiber in diesem Band eingeräumt. Pro Person nur 1 Brief. Ein Best-of seien die 30 Briefe in diesem Buch.
Freud, Adenauer, Goethe und dazwischen Gunter Sachs und Veronica Ferres - das klingt vielleicht etwas sonderbar, aber es geht in diesem Werk eben nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung, die nur für Akademiker von Interesse ist, sondern um die vielfältigen Möglichkeiten und Wirkungen von Briefen. In der Einleitung wird von einem 3400 Jahre alten, in Stein gemeisselten, Brief berichtet, Romeo und Julias Schriftwechsel wird kurz erwähnt und der Brief als wichtiges Kulturgut gefeiert, der eben doch mehr Glanz besitzt als E-Mails.
Mitunter sehr überraschender, was in einigen Brief steht. Wer würde beim Namen Otto von Bismarck schon erwarten, einen Liebesbrief zu finden? Genau genommen ist es kein Liebesbrief, sondern der Eiserne Kanzler hält beim Vater der zukünftigen Braut um deren Hand an. Da dies in Sütterlinschrift (wenn ich mich nicht irre) verfasst wurde, war ich in diesem Fall auf die Fassung in Druckbuchstaben angewiesen. Das gleiche gilt für den Brief eines Jungen aus Afghanistans an Boris Barschow, in dem er beklagt, dass die Hilfsgüter verkauft und noch enorm viel Aufbauhilfe für sein Land erforderlich ist, damit es nicht wieder im Chaos versinkt. Bewegend auch die Dankesbriefe von deutschen Grundschülern für die Spenden aus der Aktion Ein Herz für Kinder. Ebenfalls sehr ergreifend: der Brief der Mitglieder des ärztlichen Lokalvereins Andernach an den Forscher und Nobelpreisträger Robert Koch.

Ein schönes Buch! Schreiben Sie doch mal wieder, ganz altmodisch einen Brief. Der Empfänger wird sich bestimmt freuen, auch wenn sie daran nicht so weltbewegende Themen abhandeln, wie Konrad Adenauer und Theodor Heuss. Mich persönlich hat, neben anderen, besonders der Brief von Gunter Sachs an Axel Springer beeindruckt - ein kurzer, knapper Brief kann erstaunlich viel bewegen!

160 Seiten, Hardcover, farbig, Vorwort von Jürgen Gerdes (Deutsche Post DHL), Einleitung von Hellmuth Karasek, Porträtfotos von Philipp von Hessen, Quellenverzeichnis, teNeues 2010
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