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Briefe aus dem Schweigen 1932-1935: Briefe an Nuuna
 
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Briefe aus dem Schweigen 1932-1935: Briefe an Nuuna [Taschenbuch]

Kurt Tucholsky , Mary Gerold-Tucholsky , Gustav Huonker
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 1. Aufl. (6. September 1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499154102
  • ISBN-13: 978-3499154102
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,4 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 550.283 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Kurt Tucholsky
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mehrmals wöchentlich, gelegentlich sogar jeden Tag, erhielt die Freundin in Zürich Briefe, in denen der vereinsamte und kranke Tucholsky sich rückhaltlos offenbarte. Daneben aber finden sich engagierte politische Analysen, wie etwa die vernichtende Abrechnung mit der Appeasement - Politik der westlichen Demokratien oder mit dem einst so verehrten Knut Hamsun, Betrachtungen zu Büchern und Autoren, Schilderungen von Land und Leuten, bissig manchmal, oft voll scharfsinnigen Humors und wohlgezielter Pointen: echter Tucholsky. "K. T. ist der Briefschreiber par excellence des Deutschlands zwischen den beiden Weltkriegen gewesen", schrieb Walter Mehring. In der zunehmenden Isolation seiner letzten Lebensjahre waren Briefe für K. T. die wichtigste, oft einzige Form der Kommunikation.

Über den Autor

Geboren am 9. Januar 1890 in Berlin, studierte dort und in Genf Jura und promovierte 1915 in Jena. Seit 1929 hielt sich Tucholsky in Schweden auf, wo er in Hindås am 21. Dezember 1935 aus dem Leben schied. Ab 1911 hat Tucholsky kontinuierlich kultur- und zeitkritische Glossen, satirische Gedichte und Theaterrezensionen veröffentlicht, zunächst vorwiegend im sozialdemokratischen «Vorwärts», dann häufig auch in der 1905 von S. Jacobsohn gegründeten «Schaubühne» (ab 1918 «Weltbühne»). Schon die ersten Artikel gegen Militarismus, Chauvinismus und reaktionäres Spießertum zeigen Tucholskys Begabung für polemische Zuspitzung. Der Tenor seiner Beiträge wird zunehmend schärfer, er attackiert die rechtslastige Justiz der Weimarer Republik, polemisiert gegen die Dolchstoßlegende und verfasst antimilitaristische Gedichte, zum Beispiel das «Gebet nach dem Schlachten». Auch als Literaturkritiker tritt er hervor: Seine unorthodoxen, temperamentvollen Rezensionen zeichnen sich durch eigenwillige Subjektivität aus. Sehr früh und voller Pessimismus diagnostiziert Tucholsky die Gefahren des Nationalsozialismus, dessen schärfster publizistischer Gegner erwird. 1931 veröffentlicht er den heiter verspielten Roman «Schloss Gripsholm». Ab 1932 veröffentlicht Tucholsky keine einzige Zeile mehr aus Verzweiflung über die politische Situation, seine Briefe unterzeichnet er mit «ein aufgehörter Deutscher» und «ein aufgehörter Schriftsteller».

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Herausgeber Mary Gerold-Tucholsky und Gustav Huonker

haben sich mit dieser Ausgabe viel Mühe gegeben. Mit 30

Seiten Einführung zur allgemeinen Lebenssituation von

Kurt Tucholsky zur Zeit der Briefe und mit 50 Seiten

Anmerkungen zum Text der Briefe werden die Briefe dem

Verständnis vieler Leser leicht zugänglich gemacht.

Der Inhalt der Briefe lohnt sich! Der Leser erfährt, wie

Tucholsky mit einer chronischen Naseninfektion kämpft,

leidet und erst nach Jahren Behandlung Besserung erreicht.

Auch kann man lesen, wie Tucholsky durch die Ausbürgerung

durch die Nationalsozialisten staatenlos wird und dann in

Schweden als geduldeter Ausländer lebt. Ferner geisselt

Tucholsky in diesen Briefen die Schwäche der europäischen

Politiker und Intellektuellen, und kommertiert europäische,

insbesondere französische Literatur im Spektrum zwischen

rückhaltloser Begeisterung und gnadenlosem Verriß. Ferner

kann der Leser die Beziehung Tucholskys zu seiner späten

Liebe erleben, der Schweizer Ärztin Dr. Hedwig Müller,

die Tucholsky "Nuuna" nennt.

Manchmal spüre ich in Tucholskys Briefen Verzweiflung,

wenn er einerseits von seinen Mitmenschen Entschlossenheit

und Kampfeswillen fordert, andererseits sich selbst nicht

mehr zum Kämpfen in der Lage sieht. Letztlich bleibt auch

ein Rest von Distanz zwischen Tucholsky und Nuuna, denn

vor seinen Suizid im Dezember 1935 bittet er Nuuna nicht

um Hilfe und schreibt einen Abschiedsbrief nur an Mary,

die Mit-Herausgeberin dieser Briefe. Mary war Tucholskys

große Liebe, aber seine Ehe mit ihr hielt nur ein paar

Jahre. Die Briefe an Mary sind im Buch "Unser ungelebtes

Leben. Briefe an Mary." veröffentlicht.
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