Briefe aus New York ist ein so warmherziges, kurzweiliges Buch wie es nur ganz wenige Sterne am Bücherhimmel gibt (jedenfalls mit so einer Leuchtkraft, die sich auch beim zehnten, zwanzigsten, hundertsetn Lesen nicht erschöpft). Man möchte dieses Buch immer und immer wieder lesen (aber es darf bitte nie nie enden). Es macht süchtig und die schlimmste Vorstellung ist, dass es nicht mehr davon geben wird. Die Menschen mit ihren liebenswerten Schwächen und großherzigen Stärken, die Hunde mit ihren eigenen Charakteren und Charisma und nicht zueletzt diese wunderbare Stadt mit ihrer einzigartigen Magie. Selten habe ich ein Buch gelesen bei dem ich den Wunsch verspürte, die Schriftstellerin gekannt zu haben und einen Spaziergang mit ihrdurch den Central-Park zu unternehmen. Mit anschließendem Besuch in einer Bar auf ein Glas Gin (als Ausklang), bei einer Unterhaltung über Literatur und bei der sie mir weitere Geschichten aus ihrem Leben erzählt und das soll bis zur Morgendämmerung anhalten. Schade, dass es dafür ein paar Jahre zu spät ist, sie ist 1997 verstorben. Helene Hanff war ein wunderbarer Mensch und macht Mut seinen eigenen Weg einzuschlagen. Ein absolut empfehlenswertes Buch.