Pressestimmen
"Es sind sowohl Alltags-Geschehnisse im Umgang mit 7 einheimischen Bediensteten, was für ihn, einen sozialdemokratisch-grün geprägten Intellektuellen, zunächst sehr ambivalent ist, als auch Schilderungen der gegenwärtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation. Eine profunde historische Einleitung und ein Aufsatz zur Geschichte der christlichen Missionen in Malawi runden den insgesamt flüssig zu lesenden und dennoch sehr viel Wissen vermittelnden Band über ein kleines, weithin unbekanntes Land ab. Wenn auch vermutlich in öffentlichen Bibliotheken wegen des geringen Interesses an Malawi kaum nachgefragt, dort wo Afrika-Bestände gut entliehen werden, gerne empfohlen." (Petra Friedmann, ekz-Informationsdienst, ID 16/04)
Kurzbeschreibung
Afrika ist Europa entfernter, als die Distanz in Kilometern ausdrückt. Zwar jetten Tausende von Touristen zu Safari- und Badetouren nach Kenia, Südafrika und anderswo, aber diese Reisen finden als geschlossene Gesellschaft statt und bieten kaum Möglichkeiten, Afrika anders kennen zu lernen. So verwundert es nicht, wenn in Europa und Nordamerika nur äußerst begrenzte Informationen über den Schwarzen Kontinent vorliegen. Für ein Land wie Malawi gilt das allemal. "Malawi? Ach, Sie meinen Mali?", so oder ähnlich die Reaktionen, wenn der Name des kleinen ostafrikanischen Landes erwähnt wird.
Der Autor hatte die Möglichkeit, nach mehreren Forschungsreisen in die Region für mehr als drei Jahre in Malawi zu leben. Von den dort gemachten Erfahrungen und gewonnenen Kenntnissen will das Buch berichten. Der Hauptteil besteht aus Briefen, in denen der Gast in Malawi seine Beobachtungen für sich, seine Freunde und für eine interessierte Öffentlichkeit festgehalten hat, in der Absicht des Erinnerns und des wie auch immer begrenzten Verstehens. Hinzugefügt wurde ein Aufsatz, der sich mit der Rolle und Bedeutung der christlichen Missionen in Malawi befasst.