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Briefe an Hitler: Ein Volk schreibt seinem Führer. Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven - zum ersten Mal veröffentlicht
 
 
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Briefe an Hitler: Ein Volk schreibt seinem Führer. Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven - zum ersten Mal veröffentlicht [Gebundene Ausgabe]

Henrik Eberle
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Glühende Liebesbriefe waren ihm unangenehm, Widmungen von Musikstücken lehnte er ab, die Vermarktung seines Konterfeis mit Gipsbüsten duldete er ebensowenig wie eine "Hitler-Zigarette". In der Privatkanzlei des "Führers"wurden Tausende Briefe archiviert, viele persönlich gelesen und weiterbearbeitet.Unter Staubschichten von Jahrzehnten verbargen sich in einem Moskauer Archiv die authentischen Zeugnisse deutscher Mentalität. Henrik Eberle hat sie erstmals systematisch ausgewertet und kommentiert ═ eine Fundgrube für Psychologen, Historiker und Pädagogen. Bittbriefe, Gebete, Treueschwüre, Appelle und Hilferufe ? nicht nur aus Deutschland ═ bilden ein Stimmungsbarometer der Jahre 1925 bis 1945, das einen schauern lässt. Die Menschen legten sich dem Diktator zu Füßen ═ und wandten sich ab, als der Erfolg den "Führer"verlässt.

Klappentext

Glühende Liebesbriefe waren ihm unangenehm, Widmungen von Musikstücken lehnte er ab, die Vermarktung seines Konterfeis mit Gipsbüsten duldete er ebensowenig wie eine »Hitler-Zigarette«. In der Privatkanzlei des »Führers« wurden Tausende Briefe archiviert, viele persönlich gelesen und weiterbearbeitet. Unter Staubschichten von Jahrzehnten verbargen sich in einem Moskauer Archiv die authentischen Zeugnisse deutscher Mentalität. Henrik Eberle hat sie erstmals systematisch ausgewertet und kommentiert - eine Fundgrube für Psychologen, Historiker und Pädagogen. Bittbriefe, Gebete, Treueschwüre, Appelle und Hilferufe - nicht nur aus Deutschland - bilden ein Stimmungsbarometer, das schauern lässt. Die Menschen legten sich dem Diktator zu Füßen - und wandten sich ab, als der Erfolg ihn verlässt. Adolf Hitler und sein Volk, ungehemmt und unzensiert.


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Briefe an Hitler, 23. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Briefe an Hitler: Ein Volk schreibt seinem Führer. Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven - zum ersten Mal veröffentlicht (Gebundene Ausgabe)
Ist Henrik Eberles Briefe an Hitler" nur ein weiteres Buch, das in der Masse der Publikationen zum Nationalsozialismus untergeht? Definitiv nicht.

Und das hat vor allem zwei Gründe:

1. Eberle ist einer der wenigen deutschen Historiker, der sich wirklich in russische Archive traut. Das Ergebnis mehrerer Moskaureisen in den Jahren 2006 und 2007 liegt nun in Buchform vor. Eberle langweilt nicht durch theoretisierende Abhandlungen, die allenfalls in Proseminaren diskutiert werden. Er erschließt vielmehr bislang unbekannte Quellen und versteht es auch noch, diesen Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Und er vermag es hier und nun, dem Leser eine kommentierte Quellenedition vorzulegen, die wirklich Neues, Wissenswertes enthält. Man lese etwa die Briefe Ludendorffs an Hitler und Hindenburg (S. 189 ff.), oder die Schreiben der Zeugen Jehovas an den Führer, die, in der Argumentation alttestamentarisch und wortgewaltig und in unbedingter Totalopposition zu Hitler, selbst demjenigen Respekt abnötigen, der ihrem Bekenntnis nichts abzugewinnen vermag (S. 207 f.).

2. Eberle bedient vordergründig die altbekannten antifaschistischen Topoi, bleibt jedoch nicht an den Leimruten einäugiger, primär ideologischer Deutungsmuster kleben.

Mir scheint vielmehr, dass es sich bei den Briefen an Hitler" bei allem wissenschaftlichen Anspruch in Form und Inhalt um Eberles emotionalstes Buch handelt. Und das liegt vor allem daran, dass der Autor hier ein leidenschaftliches Plädoyer für den kritischen Individualismus, gegen das gesunde Volksempfinden", für die Originalität eigenständigen Denkens und Handelns, gegen jede kollektive politische Besoffenheit jeglicher Couleur, mithin für die Freiheit im besten Sinne des Wortes vorlegt.

Auf der historischen Schiene wird hier einer gesunden Skepsis das Wort geredet, die, pars pro toto, der Wirkungsmacht politischer Entscheidungen allzeit misstraut und vor allem dort das Misstrauen des Bürgers einfordert, wo Politiker mit einem absoluten Wahrheitsanspruch antreten.

Zum Buch selbst: Lübbe hat sich mit der ansprechenden Gestaltung des Buches große Mühe gegeben. Der Einband ähnelt in der Aufmachung dem Buch Hitler" von Eberle/Uhl aus 2005. Zu kritisieren bleibt aus meiner Sicht, dass sich die Briefe im Schriftsatz selbst kaum vom erzählend-analytischen Teil des Buches abheben. Hier hätte man ..." und [...] verwenden, oder die zitierten Schreiben kursiv setzen können. Allerdings verderben diese Wermutstropfen den Gesamteindruck nicht.

Fazit: es lohnt sich, mehr als einen Blick in dieses Buch zu werfen.

Stefan Schäfer
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wenn das der Führer wüsste, 6. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Briefe an Hitler: Ein Volk schreibt seinem Führer. Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven - zum ersten Mal veröffentlicht (Gebundene Ausgabe)
Das Buch enthält eine Sammlung von Briefen vor und aus dem Dritten Reich,

die an Adolf Hitler, zunächst Führer der NSDAP, dann Reichskanzler und

schließlich Führer und Reichskanzler des Deutschen Reiches, gerichtet waren.

In der Parteikanzlei, später in der Reichskanzlei wurde dergleichen

geöffnet, mit dem Eingangsstempel versehen und nach Lektüre durch Adjutanten

(heute würde man von persönlichen Referenten sprechen) entschieden, ob die

Eingabe Hitler vorgelegt wurde, die Sache in irgend einen Bearbeitungsgang

geriet und der Petent eine Antwort erhielt oder auch nicht. Insofern also

herrschte bürokratische Normalität - auch in jenen Jahren. Auch inhaltlich

unterscheiden sich die Briefe in ihrem Gros nicht von heutiger Behördenpost:

Bewunderungs-, Dank-, Bitt- und Schmähbriefe, gute und schlechte Ratschläge,

das sich in Erinnerung bringen und dergleichen mehr. Übergangstexte von

Eberle erleichtern die Lektüre, ja machen sie geradezu kurzweilig. Es ist

ein Panoptikum, Kinder, Greise, Frauen, königliche Hoheiten, Parteigenossen

und der Verlierer des Ersten Weltkriegs und einstige Mitputschist Hitlers

aus dem Jahre 1923, der General der Infanterie Erich Ludendorff, sie alle

haben die Feder gespitzt. Die Briefe Ludendorffs übrigens dürften das

Ruppigste gewesen sein, was Hitler erreicht hat; hier schrieb der Ex-General

an den Ex-Gefreiten. Das alles ist eine etwas andere Sicht auf die Zeit des

Dritten Reiches. Das Konvolut stammt aus einem der Moskauer Archive, wo es

vom Herausgeber vor Kurzem ausgebuddelt wurde. Was mag da noch alles auftauchen?
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Diese aufschlußreiche Edition gehört die Geschichtsabteilung jeder öffentlichen Bibliothek, 10. November 2007
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Briefe an Hitler: Ein Volk schreibt seinem Führer. Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven - zum ersten Mal veröffentlicht (Gebundene Ausgabe)
Der vorliegende Band mit einer Auswahl der über 100 000 Briefe, die Menschen unterschiedlichster Herkunft, Bildung und Profession in der Zeit zwischen 1924 und 1945 an Adolf Hitler geschrieben haben, gibt die Gelegenheit, die Geschichte und das vielbeschriebene und analysierte Phänomen des deutschen Diktators Adolf Hitler und den Aufstieg seiner nationalsozialistischen Bewegung zu einer Vernichtungs- und Militärmaschine aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.

Henrik Eberle, 1970 geborener, promovierter Historiker an der Martin-Luther-Universität in Halle hat seit vielen Jahren über die beiden deutschen Diktaturen geforscht und in der ZEIT und im Deutschlandarchiv, aber auch in dem für Intellektuelle ungewöhnlichen Printmedium der Bildzeitung darüber sehr lesbar und informativ geschrieben. Sein im Jahr 2005 im Lübbe-Verlag veröffentlichtes Buch "Das Buch Hitler" wurde ein in 30 Sprachen übersetzter internationaler Bestseller.

Die vorliegende Edition von Briefen an Adolf Hitler hat Eberle in Moskauer Archiven ausgegraben, wo sie seit Jahrzehnten unter dicken Staubschichten verschwunden waren. Von der Roten Armee 1945 aus der Reichskanzlei mitgenommen, hat Eberle sie jetzt gesichtet und in eine Ordnung gebracht. Die Briefe völlig unterschiedlicher Menschen sind authentische Zeugnisse deutscher Mentalität. Eberle hat sie in vier Abschnitte geordnet:

1. Hitlers Charisma wächst - Briefe der Jahre 1924-1932

2. Auf dem Weg zum Gipfel: Kult, Protest und Zustimmung 1933-1938

3. Führergeburtstage 1933-1945: Huldigung mit Untertönen

4. Krisen und Krieg 1938-1945: Verfall der Popularität

Diese aufschlussreiche und sehr informativ und lehrreich kommentierte Briefsammlung zeigt nicht nur Zeugnisse eines beispielslosen Kultes und einer kritiklosen, fast religiös-messianischen Verehrung des Führers", der Deutschland in den absoluten Ruin, sechs Millionen Juden in die Vernichtung, und zwanzig Millionen Russen, Franzosen, Amerikaner, Engländer und viele andere in den Kriegstod trieb, sondern auch Dokumente kritischen Widerstands und mutigen Protestes von kleinen und großen" Leuten.

Dieses Buch ist eine Fundgrube für Psychologen, Historiker und Pädagogen. Es schreibt nicht die Geschichte des Nationalsozialismus und des Dritten Reiches neu, aber es ergänzt diese durch aufschlussreiche Dokumente, die belegen, wie bis in die Seelen und Herzen einzelner Menschen hinein Hitler seine Wirkung und seinen teuflischen Einfluss hat mehren können. Dieses Buch gehört in die Geschichtsabteilung jeder öffentlichen Bibliothek
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