Diese Gould'schen Briefe sind sehr unterhaltsam (ich lese sie gerade in der subway) und erhellend was Gould's Auffassung der Interpretation des Bach'schen Klavierwerks und was seine "Abkehr" vom Konzertleben betrifft. Warum Gould sich "nur" noch im Aufnahmestudio wohl fuehlte und welche Vorlieben und Abneigungen (nicht nur musikalische) er pflegte, all das erfahren wir aus diesen witzigen, geistreischen Briefen. Es finden sich auch interessante Ausfuehrungen zu Goulds tragikonischer Schulterverletzung und was es genau damit auf sich hatte. Eine Zeittafel und ein Register machen dieses Buch komplett. Im Vorwort der Herausgeber erfahren wir wie Glenn Gould das Briefeschreiben praktizierte und warum er gerade die damit verbundene Distanz brauchte. Ein tolles Buch.