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Briefe 1932-1992
 
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Briefe 1932-1992 [Gebundene Ausgabe]

Golo Mann. Hg. von Tilmann Lahme und Kathrin Lüssi
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 535 Seiten
  • Verlag: Wallstein; Auflage: 1. Aufl. (19. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3835300032
  • ISBN-13: 978-3835300033
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 679.648 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Golo Mann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dieser Briefband, umsichtig kommentiert und herausgegeben von Kathrin Lüssi und Tilmann Lahme, präsentiert einen großen Briefschreiber. Und er entfaltet ein breites, persönlich lebendiges Panorama der wahrlich nicht ereignisarmen sechzig Jahre, die diese aus Tausenden ausgewählten 172 Briefe umfassen. Schließlich verändert er auch das Bild von Golo Mann, das Jeroen Koch und, erheblich intensiver, Urs Bitterli gezeichnet haben. So darf man auch auf die im Klappentext angekündigte Biographie Tilmann Lahmes gespannt sein. (...) Wer immer diese Briefe liest, durcheinander oder, besser, nacheinander von Anfang an - es ist, so oder so, eine wunderbare, informierende und bewegende Lektüre.« ((Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2006))

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 6.11.2006

»Zum Glück muß man nicht entscheiden, was an den Briefen Golo Manns mehr bezaubert, ihre menschliche Schönheit oder ihre intellektuelle Kraft. Der jetzt von Tilmann Lahme und Kathrin Lüssi herausgegebene Band mit 172 Stücken der Jahrzehnte zwischen 1932 und 1992 ... zeigt einen der letzten großen Briefschreiber im Zeitalter des Telefons und vor dem Aufkommen des elektronischen Nachrichtenverkehrs. Glanzvoller ist dieses traditionsreiche Genre im zwanzigsten Jahrhundert selten geübt worden, vor allem nicht mehr in dessen zweiter Hälfte. Das literarisch-historiographische Lebenswerk Thomas Manns erhält durch die mit liebevoller Sorgfalt kommentierte Ausgabe eine zusätzliche tragende Säule ...«

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
golo mann 20. Januar 2007
Von J. Fromholzer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Dass Golo Mann wunderschöne Briefe geschrieben hat, konnte man bereits ausführlich in der "Süddeutschen Zeitung" lesen. Ich würde sagen, Golo Manns Briefe sind perfekt: kein Wort zuviel, keins zu wenig! Das ist genial. Der Leser erfährt daraus die nahezu komplette Geschichte der Familie Mann, genauso wie Golo Manns Lebensweg (die Briefe enden 1992). Man erfährt Alltäglichkeiten, die das bekannte Geschichtsbild abrunden (Golo Mann hatte z.B. Hermann Hesse jahrelang für geizig und nachtragend gehalten - und wurde schließlich eines besseren belehrt - und er hatte seinen Vater als "den Alten" bezeichnet, der ja gar nicht so schrecklich alt ausgesehen hatte..... und Golo Mann hatte Franz Josef Strauss verehrt, was ich bisher auch nicht wußte). Besonders interessant sind seine Briefe an Politiker (Adenauer, Bahr, Vogel, Weizsäcker) und der kleine Briefwechsel mit Rolf Hochhuth. Hochhuth wollte ständig Ratschläge von Golo Mann, obwohl er nie damit einverstanden war, was Mann ihm riet. Schließlich beendet Golo Mann diesen Briefverkehr. Bleibt zu hoffen, dass demnächst noch mehr aus dem Golo Mann Nachlass veröffentlich wird.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Unter-Ich 13. Dezember 2006
Von MG
Format:Gebundene Ausgabe
Golo Mann gehört zu den Menschen, die man als tragische Figur bezeichnen muss, so abgegriffen der Begriff auch sein mag. Er hat im Schatten seines Vaters Thomas gestanden, sein Leben lang, Thomas, der ihm auch oder wenigstens einen literarischen Umgang mit der ansonsten unterdrückten Sexualität verstellt hat; gemeint ist ?das müde gerittene Pferd" der öffentlichen Homosexualität.

Golo Mann schreibt, er sei ?traurig von Kindheit an" gewesen, ?ich war etwas wie sein (Thomas Manns) Unter-Ich". Wie grausam! ?Wenn ich meine Geburt durch Geld rückgängig machen könnte", schreibt er, ?so wollte ich keine Kosten scheuen."

Dieser Mensch, schwermütig und einsam wie der Vater, allerdings ohne den Trost dessen Ruhmes, war einer der wichtigsten Intellektuellen der Bundesrepublik. Ein zu Lebzeiten verkannter, belächelter vielleicht, aber einer mit einem geistigem Vermächtnis, dessen Größe sich erst nachfolgenden Generationen erschließen wird; denn, wie man heute weiß, hatte Golo Mann in vielem Recht. Eigentlich in allem.

Tilmann Lahme und Kathrin Lüssi haben aus ungezählten ausfindig gemachten Briefen 172 ausgewählt, aufschlussreich kommentiert und einen Verlag gefunden, der sich all dessen angenommen hat.

Mann war einer der letzten großen Briefeschreiber unserer Zeit. Außer wenigen mehr oder minder dauerhaften Freunden schrieb er sich mit seinem Doktorvater Karl Jaspers, mit Astrid Hoppe, Ernst Jünger, Rolf Hochhuth, Marcel Reich-Ranicki, Konrad Adenauer, Willy Brandt, Edmund Stoiber und anderen Personen der Zeitgeschichte.

Man erfährt keinerlei Indiskretionen, das nicht, dafür aber Einsichten von bleibender Bedeutung. Manns Worte haben Wucht, Schärfe und eine moralische Deutlichkeit, die sich vom billigen Moralisieren bekehrter Hitlerjungen ganz erfreulich abhebt.

Manches Mal fleht er geradezu um Anerkennung, stets aber bleibt er bescheiden, uneitel und (selbst-)ironisch. Mit böser Ironie etwa porträtiert er sich 1937 auf der Rückseite eines Passfotos: ?G.M. geb. 27.III.1909. Typischer Rassenmischling und Untermensch. Wahrscheinlich negroider Einschlag. Sohn des berüchtigten Romanschmierers Th. M."

?Zum Glück", stellte Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung richtig fest, ?muss man nicht entscheiden, was einen an den Briefen Golo Manns mehr bezaubert: ihre menschliche Schönheit oder ihre intellektuelle Schärfe."
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H.M.
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann diese Briefe, die lediglich eine kleine Auswahl aus dem Briefverkehr Golo Manns darstellen, chronologisch oder auch "quer" lesen, sie strahlen immer eine besonderen Zauber aus und wecken das Interesse an diesem unabhängigen Geist. Hervorragend die Kommentare, die die Briefe in den Zusammenhang der Geschehnisse stellen und so manche Anspielung aufklären. Auch die zu seinen Lebzeiten sehr diskret behandelte Homosexualität scheint hier und da durch, etwa am Strand in Kalifornien, wo sich Matrosen für Vergnügungen bereithielten, oder wenn Golo Mann als fast 70-jähriger schreibt: Ich bin verliebt seit einem Jahr, auf ehrlichste Weise..." (Da muss man wieder an Parallelen zu Thomas Mann denken, doch damit folgt man wieder dem Reflex, Golo lediglich als "Sohn" zu sehen, womit er sein Leben lang zu tun hatte...).
Golo Mann kann sehr deutlich werden ("ich halte Ihre literarische Existenz für eine insgesamt schädliche"). Er lässt sich von keiner politischen Strömung vereinnahmen und scheut keine unpopulären Äußerungen (etwa wenn er F.J. Strauss gegen aus seiner Sicht ungerechtfertigte Anfeindungen verteidigt), "weil ich mich keinem intellektuellen Terror beuge, er komme von welcher Seite auch immer". Die Folgen - Beispiel: er könne höchstens noch in der "Welt" Artikel veröffentlichen - trägt Golo Mann mit Fassung.
Das Buch ist ein Gewinn und mit Spannung erwarten wir die Biographie Golo Manns, an der Tilmann Lahme, einer der Herausgeber der Briefe, arbeitet.
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