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Brief an den Vater (Suhrkamp BasisBibliothek) [Taschenbuch]

Peter Höfle , Franz Kafka
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. Oktober 2008 3518188917 978-3518188910 Originalausgabe
Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, , Veranstaltung: -, Sprache: Deutsch, Abstract: Liebster Vater, Du hast mich letzthin einmal gefragt, warum ich behaupte, ich hätte Furcht vor Dir. Ich wusste Dir, wie gewöhnlich, nichts zu antworten, zum Teil eben aus der Furcht, die ich vor Dir habe, zum Teil deshalb, weil zur Begründung dieser Furcht zu viele Einzelnheiten gehören, als dass ich sie im Reden halbwegs zusammenhalten könnte. Und wenn ich hier versuche Dir schriftlich zu antworten, so wird es doch nur sehr unvollständig sein, weil auch im Schreiben die Furcht und ihre Folgen mich Dir gegenüber behindern und weil überhaupt die Grösse des Stoffs über mein Gedächtnis und meinen Verstand weit hinausgeht. Dir hat sich die Sache immer sehr einfach dargestellt, wenigstens soweit Du vor mir und, ohne Auswahl, vor vielen andern davon gesprochen hast. Es schien Dir etwa so zu sein: Du hast Dein ganzes Leben lang schwer gearbeitet, alles für Deine Kinder, vor allem für mich geopfert, ich habe infolgedessen „in Saus und Braus" gelebt, habe vollständige Freiheit gehabt zu lernen, was ich wollte, habe keinen Anlass zu Nahrungssorgen, also zu Sorgen überhaupt gehabt; Du hast dafür keine Dankbarkeit verlangt, Du kennst „die Dankbarkeit der Kinder", aber doch wenigstens irgendein Entgegenkommen, Zeichen eines Mitgefühls; statt dessen habe ich mich seit jeher vor Dir verkrochen, in mein Zimmer, zu Büchern, zu verrückten Freunden, zu überspannten Ideen; offen gesprochen habe ich mit Dir niemals, in den Tempel [das ist Kindespflicht] ich wollte solche Erklärungen schreiben Milena, aber ich bringe es nicht über mich den Brief darauf hin noch einmal zu lesen, die Hauptsache bleibt ja verständlich bin ich nicht zu Dir gekommen, in Franzensbad habe ich Dich nie besucht, auch sonst nie Familiensinn gehabt, für das Geschäft und Deine sonstigen Angelegenheiten habe ich mich nicht gekümmert, die Fabrik habe ich Dir aufgehalst und Dich dann verla
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 163 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (20. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518188917
  • ISBN-13: 978-3518188910
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Mehr über den Autor

Bedrohlich und unheimlich wirkt sie oft, die Prosa Franz Kafkas (geboren 1883 in Prag). Ihre Wirkung scheint dem Wesen des von Selbstzweifeln geplagten Schriftstellers zu entspringen, der sein ganzes Sein immerfort hinterfragte und in ständigem Konflikt mit seinem Vater lebte. Der jüdische Kaufmann hatte Franz veranlasst, Jura zu studieren. Der Sohn arbeitete bis zu seiner Erkrankung an Tuberkulose als Wirtschaftsjurist. Als Schriftsteller erlangte Kafka mit der Erzählung "Das Urteil" erstmals öffentliche Anerkennung. Es folgten Werke wie "Die Verwandlung" und "Der Prozess", die zu den bedeutendsten der Weltliteratur zählen. Der Autor wollte, dass man nach seinem Tod (1924) sein Werk vernichtet. Sein Freund Max Brod entsprach diesem Wunsch nicht.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

1883
Franz Kafka wird am 3. Juli als erstes Kind von Julie Kafka, (geb. Löwy, 1856-1934) und Hermann Kafka (1852-1931) in Prag geboren. Hermann Kafka war der tschechich erzogene Sohn eines jüdischen Fleischers und betrieb einen Laden für modische Accessoires ("Galanteriewaren"); Julie Kafka war die deutsch erzogene Tochter eines jüdischen Brauereibesitzers. Die beiden Brüder Georg (1885-87) und Heinrich (1887-88) sterben früh. Von den drei Schwestern Gabriele (Elli, verh. Hermann, 1889-1942?), Valerie (Valli, verh. Pollak, 1890-1942?) und Ottilie (Ottla, verh. David, 1892-1943), die alle in Auschwitz ermordet wurden, wird die Jüngste zu seiner besonderen Vertrauensperson innerhalb der Familie.

1889-1893
Besuch der "Deutschen Volks- und Bürgerschule", einer deutschen Knabenschule, am Prager Fleischmarkt.

1893-1901
Besuch des "Altstädter Deutschen Gymnasiums" im Kinsky-Palais; Abitur. Im August 1901 verläßt Kafka zum ersten Mal Böhmen und reist mit seinem Lieblingsonkel Siegfried Löwy nach Norderney und Helgoland.

1901-1906
Jurastudium an der Deutschen Universität in Prag; Promotion zum Dr. iuris.
Zwischenzeitlich studiert Kafka ein Semester Germanistik und besucht kunsthistorische Vorlesungen.

1902-1904
Briefwechsel mit dem Schulfeund Oskar Pollak (1883-1915); darin die älteste erhaltene Erzählung, die vertrackte Geschichte vom schamhaften Langen und dem Unredlichen in seinem Herzen (Dezember 1902) und die Ankündigung, "ein Bündel" vorzubereiten, in dem "nichts fehlen" wird als die "Kindersachen": "Du siehst, das Unglück sitzt mir von früh an auf dem Buckel" (6. 9. 1903).

1902
Erste Begegnung mit Max Brod (1884-1968), der zu seinem engsten Freund und Vertrauten werden wird.

1904-1905
Die früheste erhaltene umfangreichere Prosaarbeit, die erste Fassung der Novelle Beschreibung eines Kampfes, entsteht.

1907
Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande (Romanfragment). Eintritt in die Versicherungsgesellschaft "Assicurazioni Generali" (Oktober 1907 bis Juli 1908).

1908
In der "Zweimonatsschrift" Hyperion erscheinen als erste Veröffentlichung Kafkas acht Prosastücke unter dem Titel "Betrachtung". Ende Juli: Eintritt in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag", wo Kafka bis zu seiner Frühpensionierung am 1. Juli 1922 angestellt bleibt.

1909
Das Gespräch mit dem Beter und das Gespräch mit dem Betrunkenen aus der Beschreibung eines Kampfes erscheinen im Hyperion. Ferienaufenthalt mit Max und Otto Brod in Riva am Gardasee; gemeinsamer Besuch der Flugwoche in Brescia. Die Aeroplane in Brescia, eine auf Anregung Brods entstandene Reportage, wird in der deutschprachigen Prager Tageszeitung Bohemia abgedruckt. - Beginn der überlieferten Tagebuchaufzeichnungen.

1910
Brod rettet das Manuskript der Beschreibung vor der Vernichtung durch den Autor. Im Tagebuch entsteht Unglücklichsein, die Schlußerzählung von Betrachtung. - Reisen nach Paris und Berlin.

1911
Freundschaft mit dem ostjüdischen Schauspieler Jizchak Löwy (1887-1942, Treblinka), dessen Truppe bis 1912 in Prag gastiert. Die Beschäftigung mit der jiddischen Theatertradition regt ihn Ende des Jahres zu seinen im Tagebuch festgehaltenen Gedanken über "kleine Litteraturen" an. Eine nicht überlieferte "erste Fassung" des Amerikaromans entsteht.

1912
Im Februar veranstaltet Kafka einen Vortragsabend mit Löwy und hält einen Einleitungsvortrag über Jargon (mit "Jargon" ist die jiddische Sprache gemeint), der, zusammen mit den Fragmenten über "kleine Litteraturen", eine der wichtigsten Äußerungen Kafkas über sein Verhältnis zur Sprache und zur Literatur darstellt.
Betrachtung, Kafkas erste Buchveröffentlichung, erscheint im Rowohlt (ab 1913: Kurt Wolff) Verlag. Am 13. August lernt er seine spätere Verlobte Felice Bauer (ab 1919 verh. Marasse, 1887-1960) bei Max Brod kennen; seinen ersten Brief an sie schreibt er am 20. September. In der Nacht vom 22. auf den 23. September entsteht Das Urteil, bis zum Ende des Monats Der Heizer, das erste Kapitel des Verschollenen ("Amerika"). Kafka schreibt Die Verwandlung und die meisten weiteren Kapitel des Amerikaromans. Bei einem "Prager Autorenabend" der Herdervereinigung am 4. Dezember trägt er öffentlich Das Urteil vor.

1913
März: erster Besuch bei Felice Bauer in Berlin. Der Heizer erscheint in der Buchreihe Der jüngste Tag, Das Urteil in dem von Brod herausgegebenen literarischen Jahrbuch Arkadia. September: Reise Wien-Triest-Venedig-Riva. Dort Affäre mit G. W. (das ist Gerti Wasner, die "Schweizerin"). Im Tagebuch (21. Oktober) erster Hinweis auf den Jäger-Gracchus-Stoff ("Im kleinen Hafen eines Fischerdorfes ..."). Zwischen Februar 1913 und Juli 1914 stagniert die literarische Arbeit. Die Beziehung zwischen Kafka und Felice Bauer entwickelt sich krisenhaft. Beginn eines intensiven Briefwechsel mit Grete Bloch (1892-1944, Auschwitz), einer Freundin Felice Bauers, die zwischen beiden vermittelt.

1914
1. Juni: Offizielles Verlöbnis mit Felice Bauer in Berlin. 12. Juli: Auflösung des Verlöbnisses im Hotel "Askanischer Hof"; Kafka spricht später vom "Gerichtshof im Hotel". Noch im Juli beginnt Kafka die Arbeit an dem Proceß-Roman; zum ersten Mal kann er außerhalb der elterlichen Wohnung in eigenen Zimmern bei seinen älteren Schwestern arbeiten. Der ausbrechende Erste Weltkrieg findet in dem Tagebucheintrag vom 2. August 1914 seinen Niederschlag: "Deutschland hat Rußland den Krieg erklärt. - Nachmittag Schwimmschule". - Oktober: Das "Oklahama"-Kapitel [!] des Verschollenen und In der Strafkolonie entstehen. Wiederaufnahme des Briefwechsels mit Felice Bauer. Dezember: Vor dem Gesetz, Der Dorfschullehrer.

1915
Das Blumfeld-Fragment entsteht. Kafka mietet ein eigenes Zimmer. Er trifft Felice Bauer (Mai/Juni). Die Verwandlung erscheint in der Monatsschrift Die weißen Blätter und im Dezember in Der jüngste Tag. Carl Sternheim gibt das Preisgeld für den Fontane-Preis an Kafka weiter.

1916
Kafka bemüht sich vergeblich um eine Aufhebung seiner "Reklamation", d. h. der Befreiung vom Kriegsdienst, die er als Beamter der Versicherungsanstalt genießt. Im Juli Aufenthalt mit Felice Bauer in Marienbad, im November in München, wo er In der Strafkolonie vorträgt. Von November 1916 bis Mai 1917 arbeitet Kafka in einem Häuschen in der Prager Alchimistengasse, das ihm seine Schwester Ottla zur Verfügung stellt. In den sogenannten "acht Oktavheften" (in Wirklichkeit wohl neun, da mindestens eines nicht überliefert ist) entstehen dort u. a. die Texte des Landarzt-Bandes (außer den älteren Vor dem Gesetz und Ein Traum), der Kübelreiter, das Jäger-Gracchus-Fragment, Beim Bau der chinesischen Mauer und der Nachbar.

1917
Kafka beginnt Hebräisch zu lernen. Im Juli zweite Verlobung mit Felice Bauer. August: Heftiger Bluthusten, als dessen Ursache im September Tuberkulose diagnostiziert wird. Den Ausbruch der Krankheit nimmt Kafka zum Anlaß, das Verlöbnis mit Felice Bauer endgültig zu lösen (offiziell im Dezember); letzter Brief an sie am 16. Oktober. In den Oktavheften entstehen u. a. zahlreiche Aphorismen und der Sirenen-Text (23. oder 24. Oktober). Ab September lebt Kafka für acht Monate auf dem Land bei Ottla in Zürau (Nordböhmen).

1918
Die letzten beiden Oktavhefte entstehen, darin u. a. der Prometheus-Text (Januar) und das Tempelbau-Fragment (Frühjahr). Kafka stellt ein Konvolut mit Aphorismen zusammen, das er 1920 um weitere acht Zettel ergänzt. Im Mai nimmt er seine Arbeit in der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt wieder auf. - Die militärische Niederlage der Mittelmächte beschleunigt den endgültigen Zerfall der Donaumonarchie. Am 28. Oktober wird die Tschechische Republik ausgerufen.

1919
Kafka verlobt sich mit der jüdischen Tschechin Julie Wohryzek (1891-1939). Der für November anberaumte Hochzeitstermin scheitert; die Verlobung wird im Juli 1920 aufgelöst. Kafka verfaßt den sogenannten Brief an den Vater, den dieser allerdings nie zu lesen bekommt. In der Strafkolonie erscheint im Kurt Wolff Verlag.

1920
Der Band Ein Landarzt erscheint im Kurt Wolff Verlag (mit Impressum 1919). Die Er-Aphorismen und zahlreiche Erzählungen, darunter Zur Frage der Gesetze, Die Truppenaushebung, Poseidon, Das Stadtwappen, Die Prüfung, Der Geier, Kleine Fabel und Der Kreisel, entstehen. Liebesbeziehung und Beginn des Briefwechsels mit der tschechischen Journalistin Milena Jesenská (verh. Pollak, 1896-1944, Ravensbrück), die, als erste Übersetzerin von Kafka überhaupt, einige Dichtungen Kafkas ins Tschechische überträgt.

Dezember 1920 bis August 1921
verbringt Kafka in Matliary in einem Lungensanatorium in der hohen Tatra, wo er den jungen Mediziner Robert Klopstock (1899-1972) kennen lernt, der dort auch Patient ist. Ab Ende August noch einmal zwei Monate Büroarbeit, dann Beurlaubung bis zur Pensionierung am 1. Juli 1922. Im Spätjahr verfaßt Kafka das erste der sogenannten zwei "Testamente", in denen er von dem als Nachlaßverwalter eingesetzten Max Brod die Vernichtung seines gesamten literarischen Nachlasses verlangt. Brod wird diese Testamente 1925 im Nachwort zu seiner Edition des Proceß-Romans veröffentlichen und begründen, warum er Kafkas Wunsch nicht nachgekommen ist.

1922
Februar bis August: Arbeit am Schloß-Roman. Weiterhin entstehen u. a. Erstes Leid, Fürsprecher, Ein Hungerkünstler, Forschungen eines Hundes, Das Ehepaar und Viele beklagten sich ... Kafka schreibt das zweite der beiden "Testamente" (29. November).

1923
Kafka lernt intensiv Hebräisch. Juli/August: Urlaub mit der Schwester Elli im Ostseebad Müritz, wo er die aus Polen stammende, in ostjüdisch-chassidischer Tradition erzogende Dora Diamant (1902-1952) kennen lernt, die dort in einem jüdischen Ferienheim für Kinder arbeitet. Am 24. September übersiedelt er zu ihr nach Berlin. Es entstehen die Erzählungen Der Bau und Eine kleine Frau. Dora Diamant verbrennt auf Kafkas Anweisung zahlreiche Manuskripte; der bei ihr verbliebene Teil von Kafkas Nachlaß wird später von den Nazis beschlagnahmt und muß als verloren gelten.

1924
Rückübersiedlung nach Prag. Kafka schreibt Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse. Die Krankheit hat auf den Kehlkopf übergegriffen, so daß Kafka kaum noch essen, trinken und sprechen kann. Er kommt nach Wien, zuletzt in das "Sanatorium Dr. Hoffmann" in Kierling, wo er von Dora Diamant und Robert Klopstock gepflegt wird. Er kommuniziert schriftlich über "Gesprächsblätter". Kafka liest die Druckfahnen für seine letzte Publikation, den Hungerkünstler-Band, Korrektur. Er stirbt am 3. Juni und wird am 11. Juni auf dem jüdischen Friedhof in Prag-Straschnitz begraben. Ein Hungerkünstler. Vier Geschichten erscheint Ende August im Berliner Verlag Die Schmiede.

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Kundenrezensionen

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Briefliche Anklage 5. Dezember 2008
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Kafka, ein Name, den heute viele mit Rätsel, Mysterium oder Beunruhigung in Verbindung bringen ' dieser Name bedeutete für Franz Kafka etwas völlig anderes: polternde Stärke, Stattlichkeit, Energie und Selbstbewusstsein. Kafka, das war sein Vater, Hermann Kafka. Der Sohn, der Zweifelnde, Schwächliche, Zögernde, der eher nach der Mutter kam, schrieb seinem Vater im November 1919 einen Brief ' den dieser aber nie erhielt. Es ist eine Anklage, eine Beweissammlung von Erziehungsfehlern, eine hundertseitige Abrechnung mit einer stets als übermächtig empfundenen Person, die das ganze Leben des Schriftstellers bestimmte. Für den Leser ergibt sich das Bild eines riesenhaften, dröhnenden Tyrannen und eines gleichzeitig lächerlichen, ungebildeten Mannes ohne Tischmanieren. Die Faszination von Kafkas Brief liegt nicht zuletzt in diesen Übertreibungen. Der Text weist weit über einen individuellen Konflikt und die konkrete Vaterfigur hinaus: Deutlicher noch als die größeren Werke zeigt er, wie Kafkas Literatur funktioniert und wo die für ihn typische Atmosphäre existenziellen Ausgeliefertseins ihren Anfang nimmt: im Elternhaus. So gesehen ist der Vater dann doch wieder eine kafkaeske Figur.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
" ... ist meiner Meinung nach doch etwas der Wahrheit so sehr Angenähertes erreicht, dass es uns beide ein wenig beruhigen und Leben und Sterben leichter machen kann." Mit diesen Worten schließt Kafka's 'Brief an den Vater'. Aber es wäre nicht Franz Kafka, wenn ihm nicht auch dieser Brief, der ursprünglich wirklich für seinen Vater gedacht war, zur Literatur geriete. Indem er seine Gedanken und Gefühle in literarische Klänge transponiert, entzieht er sich und seinen Text einfachen Interpretationen. Ins Unbenennbare stiehlt er sich weg.
Vater und Sohn, Mächtiger und Ohnmächtiger, der eine, der Angst verbreitet, der andere, der sie vor ihm hat, der starke Vater, der schwache Sohn - sind sie nicht auch vertauschbar diese kunstvoll aufgebauten Gegensätze? Als Leser spürt man dieses beklemmende Gefühl des sich nicht vom Vater Lösens, eine immens kreative Verengung, in der es sich Franz Kafka unbequem gemacht hat. Man fühlt sich mit ihm steckengeblieben im Geburtskanal, ängstlich darauf bedacht, eine Abnabelung zu verhindern.
Kafka spricht zwar sich selbst und seinen Vater von jeglicher Schuld frei und doch ist der Brief eine Aneinanderreihung von Vorwürfen und Anklagen. All seine Mißerfolge, besonders seine mißglückten Versuche zu heiraten und so dem Einfluss seines Vaters zu entkommen, setzt er in Zusammenhang mit dem von ihm als übermächtig Empfundenen. Die Macht des Vaters und die Angst des Sohnes sind die zentralen Gegenpole. In diesem Brief, diesem unter die Haut gehenden labyrinthischen Beziehungsknäuel, wird er zum Führer, der selber keinen Ausweg kennt. Als Leser vertraut man einem Blinden, dessen Hellsichtigkeit die Nacht zum Tag macht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Zugang zu Kafkas Persönlichkeit 2. Februar 2007
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT
Format:Taschenbuch
1919, mit 36 Jahren schrieb Kafkas diesen langen, bitteren Brief an seinen Vater, den er allerdings nie abschickte. Es ist eine Art Abrechnung mit dem übermächtigen Vater, gegen den er sich nie durchsetzen, sich aber auch nicht von ihm lösen konnte. Er spricht von einer entfremdeten Beziehung ohne Freundlichkeit, Aufmunterung, aber voller Enttäuschungen, Entwürdigungen und Selbstzweifel, die darin gipfelte, dass der Vater beide Verlobungen des jungen Kafkas als "Fluchtversuch" ablehnte und damit dessen Familienpläne unterband. Zu diesem Zeitpunkt bereits der tödlichen Tuberkulose diagnostiziert, brachen der Brief (und viele seiner besten Werke) aus ihm hervor: "Ich hätte eine Familie, das Höchste, was man meiner Meinung nach erreichen kann." Kafka stellt fest, "Ich habe kein Mensch nach deinem Herzen werden können", und sagt später - eine der wenigen Stellen, wo er über einen Ausweg nachdenkt, "Hätte ich dir weniger gefolgt, du wärest sicher viel zufriedener mit mir."

Das Buch wird von Psychoanalytikern als Tür zu Kafkas Seelenleben gesehen. Es gelang Kafka nicht, die Vater-Kind-Beziehung zu irgendeinem Zeitpunkt in eine Beziehung zwischen ebenbürtigen Männern umzuwandeln. Für Kafka-Freunde als Hintergrund und auch für Leute, die sich für Beziehungen mit einer erdrückenden Vater-Figur interessieren, empfehlenswert.

Meine Ausgabe vom Fischer-Verlag enthält ein Nachwort vom Kafka-Biographen Wilhelm Emrich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 1000 REZENSENT
Format:Kindle Edition
"Geständnis und Lüge ist das Gleiche."
(Franz Kafka)

Im Jahre 1921 schreibt Kafka (1883-1924) einen Brief an seine Schwester Elli Herrmann. Über Erziehung meint er wie folgt: "Der wesentliche Unterschied zwischen wirklicher Erziehung und Familienerziehung ist: die erstere ist eine menschliche Angelegenheit, die zweite eine Familienangelegenheit. In der Menschheit hat jeder [...] die Möglichkeit, auf seine Art zu Grunde zu gehen, in der von den Eltern umklammerten Familie aber haben nur ganz bestimmte Menschen Platz [...]." Und weiter schreibt er, dass Kinder, die nicht entsprechen, verzehrt werden und er wünschte sich, dass dieses Verzehren allein aus Mitleid wie in der griechischen Mythologie um Kronos physisch geschähe.

Im Jahre 1919 war Kafka 36 Jahre alt, wieder war eine Verlobung geplant, das Aufgebot gar zur Hochzeit bestellt, eine Wohnung in Aussicht. Sein Vater setzt alles daran, dieses zu vermeiden. Die Wohnung ist weg, das Aufgebot wurde abbestellt und Julie Wohryzek wurde zur Ex. In diesem Zustand, den Zorn des Vaters spürend, schreibt Kafka seinen Brief an den Vater mit einer minutiösen Gedächtnisleistung aller Geschehnisse und Empfindungen von Kindheit an.

Kafka beginnt seinen Brief mit einem Geständnis von Furcht vor seinem Vater und mit der Notwendigkeit, um nichts zu vergessen, die Antwort auf genau diese Frage seitens des Vaters eben schriftlich geben zu müssen. Kafka zeigt sich - aus der Sicht des ganzen Briefes - anfänglich pharisäerhaft zuvorkommend. Er räumt ein, dass sein Vater ihm nichts Böses oder Unanständiges vorwirft, dass es beider Schuld und Unschuld an der Entfremdung gibt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Diesen Brief auf dem kindle zu lesen überzeugt auch Kritiker
Franz Kafka, Brief an den Vater ,
Brief an den Vater ist per kindle besser zu lesen, weil es im Literaturseminar behandelt wird und au diese Weise Kritiker besser... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bernhard Schaut veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen besser als freud!
mit scharfer klarheit in denken und sprache analysiert fk die beziehung zwischen (!) seinem vater und ihm, OHNE diese mit freudianischen ego-ismen zu erklären. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Dadski veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Paradigmatisch für den Vater-Sohn-Konflikt
und das in wunderbarer, plastischer Sprache. Sollte jeder Psychologe/jede Psychogin gelesen haben. Der "starke" Vater nimmt dem Sohn die Luft zu atmen.
Vor 8 Monaten von Neuwirth-Riedl, Kurt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super
Wer den sprachstil und die kritischen Themen, die Kafka thematisiert, interessant und anregend findet, der wird auch diese kurze Erzählung mögen. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Bea veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Brief an den Vater
Der "Brief an den Vater" ist ein sehr interessantes Buch. Die Sprache ist gut, Kafka wird einem als Kind und Mann viel plastischer
Vor 9 Monaten von Bärbel Krauss veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein literarisches und persönliches MUSS..auch für Frauen
Ich wurde durch eine Bekannte auf dieses wunderbare Büchlein aufmerksam gemacht, und war, als Frau erst skeptisch: Ich lese nicht gerne " Vergangenheitsbewältigung... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Larina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker!
Wir haben uns in der Schule mit dem Thema Kafka beschäftigt, anfangs war ich eher skeptisch doch ich muss sagen im Laufe der Zeit gewann es an Sympathie. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Laura veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super
Ich habe mir dieses Buch als Ebook gekauft. Schön das es, dies Kostenlos gab. Ich bin super zufrieden.
Kaufen, herunterladen und schon kann das Lesen losgehen.
Vor 19 Monaten von Kati veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wichtig für das Verständnis von Kafkas Werken
Die Beziehung Kafkas zu seinem Vater ist meiner Meinung nach von großer Bedeutung für sein Schaffen. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von widerstandspoesie veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen alles o.k.
es sind keine Problem aufgetreten - Bestellung und Buch entspricht den Vorstellungen. Damit ist soweit alles in Ordnung und ich bin zufrieden.
Vor 21 Monaten von ludger linnebank veröffentlicht
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