Bridie und Finn.... das ist ein Päarchen. Eigentlich kann Finn Bridie gar nicht leiden. Sie drängt sich in sein Leben, in seine Familie und keiner bemerkt, wie furchtbar eifersüchtig er ist. Und trotzdem: Ohne Bridie sieht man Finn gar nicht mehr. Und ohne es eigentlich richtig zu merken, sind Finn und Bridie die besten Freunde. Sie geht ihm auf die Nerven mit ihrer altklugen und vorlauten Art und läßt sich von ihm erklären, was denn nun ein Bordell sei.
Das Buch ist so gut geschrieben, daß ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Witzig und melancholisch, fröhlich und traurig zugleich. Bridie und Finn durchleben eine wunderschöne Kindheit mit schweren Tagen und man hat immer das Gefühl, jetzt wäre wieder mal die Gelegenheit für einen Streit... Das Buch ist aus Finns Sicht geschrieben und man merkt schon, wie sehr er Bridie mag, obwohl sie ihm manchmal so sehr auf den Wecker fällt, daß er weglaufen möchte. Obwohl er das nicht kann, denn Finn ist behindert. Das findet Bridie aber toll: "Ich war noch nie mit einem Krüppel befreundet!".
Dieses Buch ist was für dunkle Winterabende, denn trotz all der traurigen Begebenheiten (die Handlung spielt im Amerika des zweiten Weltkrieges) wärmt es Herz und Seele.