Die besten Essenzen aus
The Runaways
Motörhead
Plasmatics
Rammstein
Genitorturers
Nirvana
Girlschool
und Mötley Crüe
perfekt vereint zu EINER Band. Instrumente, die so klebrig wie Melasse daherkommen und geiler gar nicht tönen könnten. Die fettesten Gitarren gepaart mit dem triefendsten Bass, den sattesten Drums und den geilsten female Vocals, die je in einer Gruppe dieses Genres zu bewundern waren.
Kurze, simple und eingängige Kompositionen, die einem auf Schritt und Tritt so bekannt vorkommen, als wäre man in einem immerwährenden Déja-vu gefangen und würde die Songs schon seit Jahrzehnten täglich spielen, und die doch auf ihre prägnante Art und Weise einzigartig sind. In einem jeden einzelnen Titel finden sich Raffinessen und winzige Details, die Grosses ausmachen und sofort mitreissen.
Ein Album, das innert Sekundenbruchteilen zündet und wie ein Blitz ins Hirn schiesst, egal welchen Track man wählt. Eine soundtechnische Granate (zum Glück ohne Loudnesswar abgemischt - d.h. also nach guter alter Väter Sitte "volumereglertauglich"), welche einem wie ein Olymp vorkommt und die sich auf Anhieb einen Platz unter die persönlichen Top 10 aller sich in der Sammlung befindlichen Tonträger erobert, einem überirdischen Niveau also, wo unsterbliche Meisterwerke wie Master Of Puppets, Sweet Fanny Adams, Ace of Spades, Nevermind, Reign In Blood, Balls To The Wall, One Vice At A Time, Back In Black, Wheels Of Steel oder Piece Of Mind klassiert sind.
Eine Scheibe, die effektiv nur aus 2 Kategorien zu bestehen scheint, wo die paar schlechteren Songs immer noch das Prädikat hervorragend und die restlichen allesamt ein überragend erreichen. Mit insgesamt 11 Hymnen die so gnadenlos peitschen und süchtig nach mehr machen, dass man das Album, wie zu LPs Zeiten, 10 mal hintereinander durchhört und dabei immer noch nicht genug davon bekommt.
Ein legales Aufputschmittel, bei dem man am liebsten permanent hinausrennen und die ganze Welt erobern möchte. Es ist meine persönlich beste Album-Neu-Entdeckung der letzten 20 Jahre und lässt alles andere (auch neuzeitliche Combos wie Sister Sin oder Crucified Barbara, die im direkten Vergleich dazu direkt blutleer erscheinen und loudnesswarmässig beschissen abgemischt tönen) extrem blass aussehen.
Trotz meiner beträchtlichen Sammlung von rund 3000 CDs bin ich erst vor 2 Wochen auf diese Scheibe gestossen - Tja, manche Juwelen bleiben einem vielleicht sogar ein ganzes Leben lang vorenthalten.
Die anderen L7 CDs kenne ich (noch) nicht - habe sie jetzt aber allesamt bestellt. Nichtsdestotrotz mache ich mich auf Enttäuschungen gefasst, denn das Niveau von Bricks are Heavy als Ganzes ist so überirdisch gut, das kann unmöglich egalisiert werden. Es gibt nur eine Master of Puppets, nur eine Reign in Blood usw., okay, es gibt andere gute CDs dieser Bands, aber eben jeweils nur ein Referenzalbum. Bei L7 dürfte dies wohl Bricks are Heavy sein.
Fazit: Love at first sound, and remember: It must be played loud!!!!!!!!