Der Film beschreibt sehr einfühlsam die Tragik eines jungen Mädchens, das Bangla Desh verlassen muss und an einen aus Bangla Desh stammenden älteren Mann verheiratet wird. Sie fügt sich ihrem Schicksal, lebt in ärmlichen Verhältnissen, weil ihr äußerlich recht fülliger, unattraktiver Mann, der auch noch vom Alter her ihr Vater sein könnte, in Großbritannien nicht Fuß fassen kann. Er liest Shakespeare, bemüht sich um perfektes Englisch, traktiert die Töchter mit seinem britischen "Bildungsfimmel", aber eine Arbeit, von der die Familie leben könnte, bekommt er nicht. Im Grunde sind beide Eheleute entwurzelt. Daran ändert auch eine Liebesgeschichte der jungen Frau mit einem jungen Mann, ebenfalls mit Migrationshintergrund, durch den sie eine Heimarbeit als Näherin bekommt, nichts. Nach dem Anschlag auf die Twin-Towers radikalisert er sich und beide entfremden sich zusehends. Im Laufe der Zeit gewinnt der Ehemann, den man am Beginn als körperlich schon fast ekligen Tyrannen erlebt an Sympathien. Es steht im Raum, dass die Familie mit den zwei Töchtern zusammen nach Bangla Desh "zurückgeht". Die Töchter sind jedoch in Großbritannien aufgewachsen, so dass sie sich sträuben, als Entwurzelte sich in Bangla Desh einleben zu sollen. Eine gute Lösung kann es nicht geben. Der Mann hält es in GB nicht mehr aus und geht zurück, die Mutter bleibt mit den Töchtern in Großbritannien, der Geliebte der Mutter verschreibt sich dem Fundamentalismus; das Leben geht mit dieser Zerissenheit weiter, irgendwie.
Es bleibt ein leider angemessenes flaues Gefühl.
Der Film ist im englischen Original gut zu verstehen, auch bei weniger guten Englischkenntnissen.