Mit dieser Scheibe hat sich Iggy Pop wesentlich mehr Mühe gegeben als bei vielen Vorgängern, was man auch hören kann.
Iggy wollte hier endlich mal wieder richtig überzeugen; dabei überließ er nichts dem Zufall: mit Slash und Duff Mc Kagan von den damals sehr angesagten Guns 'n' Roses holte er sich gute Musiker ins Boot; mit Don Was einen versierten Produzenten. Auch den Zeitgeschmack in Sachen Pop ließ er nicht links liegen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Der zu dieser Zeit schon über 40- jährige Iggy zeigt hier mehr seine romantische Seite, und lässt hier weniger den Punk- Rocker raushängen. Überzeugen tut er auf jeden Fall.
Die Songs sind abwechslungsreich und bieten stilistische VIelfalt.
So richtige Knaller sind auch hier die meisten Songs nicht. Dafür blitzt dann Iggy's Genie bei einigen Songs um so mehr auf. Allen voran sind das "Candy", mit der hervorragenden B 52- Sängerin Kate Pierson, und "Living on the edge of the night".
Wer nicht glaubt, dass auch das hier Iggy in Reinkultur ist, der sehe auf die credits: fast alles Songs stammen aus der Feder von - Iggy Pop!
FAZIT: meines Erachtens nach eine der besten Platten von Iggy Pop, die er je gemacht hat, und auf jeden Fall die beste seiner neueren Sachen (seit den Stooges).
Iggy hat hier völlig seine Nischenexistenz beendet, und sich endlich auf ganzer Linie im Musikbusiness einen Namen gemacht! - Und das jenseits von Punkrock!
Zeitlos im Stil, kann man die Scheibe auch problemlos noch heute - mit Genuss! - immer wieder hören!
I like it!