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Bretagne
 
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Bretagne [Gebundene Ausgabe]

Mathias Bothor , Nikolaus Gelpke , Jan Keith , Martina Wimmer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Mare Verlag (15. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866480075
  • ISBN-13: 978-3866480070
  • Größe und/oder Gewicht: 31 x 26,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 234.057 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mathias Bothor
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Man meint, beim Betrachten der meist graugrundierten Bilder das Meer rauschen zu hören - so unmittelbar und stark wirken die Fotos.« (Die Welt)

»Bothors Fotos zeigen die Bretagne wild und geheimnisvoll, ein Sehnsuchtsort, den man nach Durchblättern des Bildbandes sofort bereisen möchte.« (Die Zeit)

»Der Fotograf Mathias Bothor lässt in seinem schönen Band Landschaftsaufnahmen und Porträts von Einheimischen einander abwechseln. Die Bilder von Fischern und Studenten, Schleusenwärtern und Elektrohändlern, Rentnern, Künstlern, Aussteigern sind schwarzweiß, Farbfotografien sind vor allem dem bretonischen Licht gewidmet: ein Licht, das den Sturm anzukündigen scheint und in feinsten Abstufungen vom ewigen Kampf der Sonne gegen die Wolken kündet.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Kurzbeschreibung

Wild, schroff, wind- und meerumtost ist das Land. Seine Bewohner sind stolz, eigenwillig und sprechen eine sehr alte Sprache. Aremorica, »Land am Meer«, nannten die Kelten die Bretagne. Wo die Gezeiten gewaltig sind, die Steinhäuser sich vor den Stürmen ducken und am westlichen Zipfel Amerika zu erahnen ist, beherrscht der Atlantik das Leben. Der renommierte Fotograf Mathias Bothor bereiste für mare mehrere Monate das Land unter dem weiten Himmel. In jedem Bild ist spürbar, wie der Berliner mit den Gewalten der Natur ringt, um den Reiz der ungestümen Küste einzufangen. Mathias Bothor gelingt dies perfekt, immer entwickelt er einen ungewöhnlichen Blick. So wird Bekanntes neu erkannt, Klischees bleiben unerfüllt. Und Mathias Bothor bringt uns das alles überragende Gefühl der Bretagne nahe: die Sehnsucht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Berliner Fotograf Matias Bothor hat für dieses wunderbare Buch im Auftrag von mare insgesamt zehn Mal das alte und geheimnisvolle "Land unter dem weiten Himmel", die Bretagne, bereist. Eindrucksvolle Farb- und Schwarz-Weiß-Bilder hat er dort gemacht. Dabei waren die schwarz-weiß-Bilder für die Bewohner der Bretagne reserviert, und die Felder, die Dörfer und die Landschaft sollte er mit Farbbildern dokumentieren.

Nikolaus Gelpke hat die Bilder gesichtet und zusammen mit den kurzen und prägnanten Texten von Martina Wimmer und Jan Keith zu einem selten schönen Bildband gestaltet über eine Landschaft , die in Vergangenheit und Gegenwart die Menschen prägt und sie oft von weit her kommen lässt, um sich dem Charme dieser Landschaft und ihrer unverwechselbaren Bewohner auszusetzen.

Dem Buch ist eine CD beigefügt mit einer Auswahl von Solopianostücken des bretonischen Künstlers Didier Squiban, der alte bretonische Weisen in einer eigenen musikalischen Sprache vereint hat.
Wenn man beim Hören dieser Musik die außergewöhnlichen Porträts dieses Bandes anschaut und die tiefen Landschaftsbilder betrachtet, dann bekommt man einen auch sinnlichen Eindruck von diesem Land mit seiner alten Kultur.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Finis Terrea. Weltende. Hier ging es lange Zeit nirgendwo hin, bis zur Entdeckung Amerikas vor nicht einmal 600 Jahren. Daraus ergab sich die Möglichkeit zur Flucht über den Ozean in die Freiheit vor Hunger und vor Verfolgung durch Kirche und Politik.

Die Bretagne ist von drei Seiten von Brandung umspült. Kein Ort dieser westlichsten Halbinsel Europas ist weiter als 60 Kilometer vom Meer entfernt. Keltischen Ursprungs der frühere Name "Aremorica" = Land des Meeres, wie man auch wunderbar in "Die Druiden" von Istin, Jigourel und Lamontagne nachlesen kann. Die Vorfahren waren über das Wasser gekommen - von den Britischen Inseln. Sagenumwogen die Erzählungen aus dem Brocéliande, dem bretonischen Forst. Berühmteste Vertreter dürften Asterix und Obelix gleich nach Merlin und dessen Geliebter Viviane sein.

Bis 1951 war es nicht erlaubt, Bretonisch zu sprechen. Nach 1945 wurden 819 Männer hingerichtet, manche nur, weil sie bretonische Bücher besaßen. Ein gewisser Eigensinn und eine gewisse Sperrigkeit scheint den Einwohnern der Bretagne anzuhaften. Schon gut 100 Jahre vor der Französischen Revolution haben die bretonischen Bauern gegen drückende Steuerlast und Klassenunterschiede rebelliert.

Einen Eindruck von dieser schroffen Landschaft und seinen nonkonformistischen Einwohnern vermittelt uns dieser sehr gelungene Bildband des Berliner Fotografen Mathias Bothor. Gar nicht herausgeputzt präsentieren sich die Ortschaften und Menschen, sondern ganz natürlich. Eigentümliches Licht auf den Fotografien - Dunkelheit und Helligkeit zugleich: Regenwolken über Brest, Wolkengebilde über aufgepeitschter See, Licht und Schatten. Skurrile Felsformationen dürfen nicht fehlen - ein Haus zwischendrin, wenig Grün, Grau- und Brauntöne überwiegend und das Grau-Grün-Blau des Meeres. Trockengefallene Boote - der Tidenhub kann an der Atlantikküste bis zu 15 m betragen. Das entspricht einem vier- bis fünfgeschossigen Gebäude.

Die Menschen zeigt Mathias Bothor in Schwarz-Weiß, was den Bildern eine gewisse Strenge, aber auch sehr viel Ausdruckskraft verleiht. Reduziert auf das Wesentliche. Werftarbeiter, ein Elektriker, ein Junge in Fußballkluft, eine Familie auf der Veranda, eine hübsche Bibliothekarin, zwei Auswanderer aus England, Fischer, eine Lehrerin beim Strandspaziergang, ein Ehepaar, das eine kleine Pension betreibt usw..

Ich finde diesen Bildband außerordentlich gelungen. Auf einer Landbrücke ist ein villenähnliches, einsames Haus zu sehen. Das erinnert mich an den Film "Die Frau des Leuchtturmwärters" mit Sandrine Bonnaire, der z.T. auf der Insel Quessant vor Brest spielt. Dort umtost das Meer den Leuchtturm "La Jument".

Nicht jedes einzelne Bild ist im Buch beschriftet. Man findet aber im Anhang eine Verkleinerung aller Fotografien mit erläuternden Untertiteln. Martina Wimmer von mare-online hat eine sehr schöne Einleitung über Land und Leute geschrieben. Eine Übersichtskarte findet man nach dem Vorwort. Ich bin beeindruckt.
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