Klappentext
Die Geschichte der Bretagne ist mehr als ein Sonderkapitel der europäischen und französischen Geschichte; sie ist das von einigen Fakten durchsetzte, von der rationalen Forschung nur unzureichend zu erhellende Märchen eines langen Weges, der aus mythischen Zeiten und Zuständen in die Gegenwart führt, die man zumindest in der Bretagne noch nicht wirklich akzeptiert hat. Bestimmend für die Geschicke der Landschaft waren zwei geniale, rätselhafte Völker: das Megalithvolk und die Kelten. Die Megalith - Zivilisation verband die Bretagne mit dem südwestlichen England und prägte die Verbundenheit der Bretagne mit dem Meer.Seefahrt, Schiffsbau und Hochseenavigation haben das Volkes bestimmt. Zeugnisse der Megalihtzeit sind die einzelnstehenden Menhire oder die charakteristischen Ganggräber, auf die man allerorten in der Bretagne trifft.Nach den Megalihstämmen kamen die Kelten nach Nordwestfrankreich. In vielen Jahrhunderten verteidigen sie und ihre Nachkommen mehr oder weniger erfolgreich ihre Eigenarten gegen die Normannen und Engländer, die Häuser Valois, Bourbon und Orléans, die Revolution und den modernen Zentralismus. Nirgendwo in Europa gibt es eine so suggestive Verdichtung einer Entwicklung wie in der Bretagne, die unser Verständnis für Längstvergangenes weckt. Mit seinen Geschichten und Anekdoten läßt uns Hermann Schreiber eintauchen die reizvolle Fremdartigkeit rauhen Halbinsel.
Autorenportrait
Hermann Schreiber, Jahrgang 1929, war von 1964 bis 1979 Redakteur beim "Spiegel", bevor er zum Magazin "Geo" wechselte. Für eine "Spiegel"-Reportage über den Vietnam-Krieg erhielt er 1966 den Theodor-Wolff-Preis. Er ist Jury-Mitglied des vom "Stern" gestifteten Egon-Erwin-Kisch-Preises sowie des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten. Neben zwei biographischen Titeln über Willy Brandt und "Werkstatt Bayreuth" (1986) erschien 1996 "Das gute Ende. Wider die Abschaffung des Todes".