Beschrieben werden die Nachkriegsjahre in Berlin aus der Perspektive eines Kindes. Das macht auch diese gewiss harte und grausame Zeit erträglich. Die Perspektive des kleinen Jungen wird konsequent durchgehalten. Der Leser erfährt auch sehr viel über das Berlin dieses Zeit. Gerade wenn man im heutigen Berlin lebt ist es sehr interessant zu lesen, wie es vor über einem halben Jahrhundert war. Man gerät als Leser auch nicht in Versuchung, diese Zeit als Idylle wahrzunehmen, dafür ist sie doch zu hart. Insgesamt sehr lesenswert. Ich freue mich auf die weiteren Bände, in denen der Autor das weitere Leben und Wachsen des Jungen in Berlin beschreibt. Der Autor zeigt sehr genau, die Geschichte aus der Perspektive der sogenannten kleinen Leute, die diese Geschichte nicht gestalten, sondern oft genug nur erleiden müssen. Er zeigt sehr genau, wie die "da oben" das Leben alle beeinflussen und zeigt, wie die Politik den Alltag aller bestimmt.