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Brennendes Eis
 
 
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Brennendes Eis [Gebundene Ausgabe]

David Adams Richards , David Adams Richards , Michael Mundhenk
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 459 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100101103
  • ISBN-13: 978-3100101105
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 344.872 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Adams Richards
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Kanada in den 70ern: Hier lebt Sydney in einem Dorf am Rande der tiefen Wälder. Er ist belesen, liebevoll und friedfertig wie ein Heiliger. Doch das nützt ihm nichts. Die Starken und die Underdogs, die Schufte und die Wohlmeinenden pflegen ihre Vorurteile, erkennen seine Größe nicht, demütigen ihn, verleumden ihn und schieben ihm sogar einen Mord in die Schuhe. Sein Sohn Lyle bewundert und hasst die Passivität seines Vaters gleichermaßen. Als Teenager versucht Lyle ganz bewusst, den Teufelskreis aus Armut, Scham und Wut mit Gegengewalt zu durchbrechen. Doch auch dieser Weg scheitert. Was diesen geradezu biblischen Kampf zwischen Gut und Böse so besonders macht, ist der liebevolle Blick, mit dem Richards auch seine dunklen Figuren zeichnet. Er legt ihre Motive und ihre Moral dar, selbst dem Papiermühlen-Patriarch, der einen Umweltskandal verschuldet, setzt er hellgraue Tupfen auf dessen pechschwarze Seele. "Brennendes Eis" ist das düstere Sittengemälde einer zutiefst archaischen Gesellschaft und ein mitreißend geschriebener Abgesang auf die Hoffnung, dass es im Leben gerecht zugeht. (cor)

Pressestimmen

»Dies ist ein bestechendes Buch.« The Tablet UK »Ein Meisterwerk in der Tradition von Tolstoi, Camus und Melville.« The Washington Post »Eine Geschichte von großartigem Pathos.« Scotland on Sunday »... Man möchte zurückblättern und alles noch einmal von vorne lesen.«Evening Telegraph »Endlich: der große kanadische Roman.« Book Review »Ein Meisterwerk« Maclean's »David Adams Richards ist der der größte lebende kanadische Schriftsteller.« The Vancouver Sun »

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannende Sozialstudie 24. Dezember 2006
Format:Gebundene Ausgabe
David Adams Richards Brennendes Eis S. Fischer
ISBN-10: 3100101103

Dieser Roman ist auf den ersten Blick äußerst bedrückend.
Er handelt auf weiten Passagen von der menschlichen Niedertracht.
Es geht um eine Sozialstudie weit hoch im Norden Kanadas, wo das Leben rau ist und die Menschen unter ärmlichsten Bedingungen arbeiten und hausen.
Sidney, einer der Hauptprotagonisten, hat als Junge im Streit einen Freund vom Dach gestoßen. Er schwört, wenn dieser den Sturz überlebt, keinem Menschen je wieder Gewalt anzutun.
Der Freund hat ihn nur gefoppt und steht munter aus dem Schnee wieder auf, Sidney aber hält sich an seinen Schwur.

Sidney liest und bildet sich, wird aber von niemandem gefördert. Er ist ein guter Mensch, der eine sehr schöne Frau findet, die von vielen begehrt wird.
Sie bekommen Kinder, leben aber bedürftig und arm von harter Arbeit. Das Geld reicht nie.

Bei der schweren Arbeit in den Wäldern und beim Brückenbau geschehen merkwürdige Dinge.

Es zieht sich ein Spinnenetz von Intrigen um Sidney zusammen, dem viele die Frau nicht gönnen, und der in seiner Einfachheit, Gradlinigkeit, Hilfsbereitschaft und in seinem Großmut als Außenseiter gilt. Er beteiligt sich nicht an einer Männergesellschaft, die trinkfest, gewalttätig und betrügerisch nur auf den Überlebenskampf des Stärkeren aus ist. Seine Frau, sein Sohn Lyle und seine Tochter sind infolge des Außenseitertums des Vaters den Hänseleien von Kindern und Erwachsenen ausgesetzt.

Sidney gerät in die Schusslinie von Kriminellen, die ihn anschwärzen und in Verdacht bringen, an Gewaltverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Wie es in so kleinen Kommunen zuweilen geschieht, wird er zum Verfemten und das Schicksal nimmt allmählich einen schrecklichen Verlauf.

Lyle, Sidneys Sohn, beobachtet lange die Wehrlosigkeit seines Vaters und begreift sie nicht. Zuletzt wird er selber zu einem Aufsässigen: er betrügt, trinkt und ist hin und her gerissen zwischen der Liebe zu seinen Geschwistern, seiner Mutter und zu seinem wilden Leben. Den Vater verachtet er und versteht ihn nicht.

Die Geschichte gewinnt weiter an Dynamik und zeigt ein kleines Gemeinwesen, in dem nur die Macht des Stärkeren gilt und in dem die niedrigsten Instinkte zum Überlebenskampf geweckt werden.

In dem Buch ist von Armut, Not, Hass aber auch von treuer Liebe die Rede. Dass daneben ein fast kriminaler Spannungsbogen die Geschichte zusammenfügt, macht den Roman zu einem äußerst spannenden Leseerlebnis.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. B.
Format:Gebundene Ausgabe
So rau wie die kanadische Wildnis, sind auch die Menschen in diesem Buch. Doch da ist jemand, der dieses Skript nicht lesen will und sein eigenes entwirft...Die Folgen sind erschreckend, nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie.

Brennendes Eis" ist ein sehr spannender Roman, der in einem atemberaubenden Finale mündet. Doch ist das Buch auch literarisch sehr wertvoll: Richards Prosa ist klar, einfach und dennoch tiefschürfend.

Existenziell-philosophische Fragen bestimmen die Handlung. Es geht um die ewige Frage nach der richtigen Lebensgestaltung; um die Leidensfähigkeit und die Abgründe der menschlichen Seele und ihre Fähigkeit zum Guten wie zum Schlechten. Es geht um das leidenschaftliche, ja verzweifelte Streben nach Freiheit, auf die es so viele unterschiedliche Antworten gibt. So lässt auch Richards eine abschließende Antwort nicht zu: Wie die Figuren des Buches wird auch der Leser auf sich selbst zurückgeworfen.

Brennendes Eis" hat kaum Schwächen: Stellenweise streift Richards allerdings die Grenzen zum kitschig Trivialen. So dicht die Erzählung auch ist, zuweilen ist sie dünn. Zudem fragte ich mich manchmal, ob es denn wirklich möglich ist, dass jemand so blöd" sein kann und solch extreme Ungerechtigkeiten über sich ergehen lassen kann: Manch einer könnte die Handlung für unrealistisch halten.

Letzten Endes ist Brennendes Eis" jedoch ein sehr empfehlenswertes, kurzweiliges Buch. Ich war traurig, als ich es fertig gelesen hatte. Es hat mich sehr bewegt.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
*Jetzt, im Alter von siebenundfünfzig Jahren, stand er zwischen Vätern und ihren Kindern, auf Bewährung Entlassenen und der Strafvollstreckungskammer, ein Puffer zwischen zeitfremden Männern und denjenigen, die das Leben dieser Männer verändern wollten. Er kannte diese Art Männer, denn er war einer von ihnen. Er kannte das Leben, das sie führten, ein Leben, das weder besser noch schlechter war als das anderer Männer, mit denen er zu tun gehabt hatte. Und er sah Veränderungen mit der Art von Zynismus, zu der intelligente Menschen oft neigen. Das heißt, sein Zynismus bezog sich nicht so sehr auf Veränderungen an sich, sondern auf diejenigen, die sie allein deshalb auf ihre Fahnen schrieben, weil es modisch war ...*

~~~~~~~~~~

Zum Inhalt: Unter dem Nordwind, am Rande der kanadischen Wälder, ist das Leben rau und die Menschen sind leidenschaftlich. Und alle haben sich in den Wirren der Ereignisse verfangen.

Bei einem Streit fällt Sydneys Freund vom Dach. Überlebt er den Sturz, verspricht Sydney, sein Leben lang niemandem Gewalt anzutun.

An seinem Schwur hält er eisern fest - mit letztendlich schrecklichen Folgen.

Der Heilige wird zum Sündenbock. Er und seine Familie erfahren fortan nur Demütigung, Neid und Hass. Bis sein Sohn Lyle das Spiel umdreht - mit aller Konsequenz ...

~~~~~~~~~~

Fazit: Große Spannung - große Literatur - mit leichter Hand und beeindruckend souverän dargereicht und zudem atmosphärisch dicht.

David Adams Richards erzählt eine wahrlich aufwühlende Geschichte über Rache und Gerechtigkeit, enttäuschte Hoffnungen sowie sehnsüchtige Liebe.

Und über die Angst, sich seinem Leben zu stellen - Über die Hoffnung gegen alle Widerstände ...

Ein wunderbares Buch -- meint -- Reinhard Busse
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