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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Über die Kosten unserer Freiheit am Hindukusch, 31. Januar 2010
Wie schon in den drei vorhergehenden Bänden basiert auch dieser Kriminalroman auf einem im Anhang ausgeführten Tatsachenbericht. In diesem Fall handelt es sich um einen Bericht in der "Stuttgarter Zeitung" vom 29. Januar 2007 über "Hitzewerfer im Kriegseinsatz", eine Art Mikrowellenkanone, die die USA entwickelt haben - und die zu den "nicht-tödlichen Waffen" gehört.
Wolfgang Schorlau lässt seinen privaten Ermittler Georg Dengler auf 250 Seiten nach einem aus geheimen Einsätzen aus Afghanistan zurückgekehrten und an einem "posttraumatischen Belastungssyndrom (PTBS)" leidenden Bundeswehrsoldaten suchen.
Das Verdienst Schorlaus sehe ich vor allem in dem Mut, mit diesem Buch das von der Bundesregierung heruntergespielte Thema "Afghanistaneinsatz der Bundeswehr", wenn auch in Romanform, zu thematisieren. Die geschilderten Episoden im afghanistanischen Einsatz, die im Nachwort "Finden und erfinden" kurz umrissen werden, sind offenbar von Schorlau sauber recherchiert worden. Wenn diese so stimmen, würde sich das Buch für eine Ablösung des Verteidigungsministers und einen Rücktritt der derzeitigen Regierung eignen, denn offenbar geschehen in Afghanistan täglich Dinge, die seit einigen Jahren unter dem Euphemismus "Kollateralschaden" heruntergespielt werden.
Und bei Lichte betrachtet erscheinen diese Berichte nicht abwegig, denn aus welchem Grunde sollten die USA sich taktisch in Afghanistan anders verhalten als einst in Vietnam? Die begangenen Verbrechen, die jedem Menschen- und Völkerrecht, auch den Genfer Konventionen widersprechen, sickern im Falle Vietnams erst seit einigen Jahren durch. Was werden wir also in 25 Jahren über den Afghanistankrieg, der ja eine Friedensmission" sein soll und bei dem es sich nach offizieller Diktion, um einen "nicht-internationalen bewaffneten Konflikt" handelt, erfahren?
Schorlau hat für seinen Roman die aus dem Film bekannte Technik der kurzen Schnittsequenzen verwendet. Die Handlung bekommt dadurch ein hohes Tempo, die Spannung steigt. Die handelnden Personen wirken allerdings auch in dieser vierten Episode hölzern. Sie zu entwickeln, ihnen mehr Farbe, Persönlichkeit und Entwicklung zu geben, wäre eine wünschenswerte Entwicklung.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schorlaus bestes Buch, 15. Juni 2008
Georg Denglers gefährlichster Auftrag führt nach Afghanistan, wo er auf ein Staatsgeheimnis stößt. Sarah Singer beauftragt Dengler, ihren Mann zu finden. Mein Mann ist krank und gefährlich. Mehr erfährt Dengler, der sympathische Private Eye aus Stuttgart nicht. Er glaubt zunächst, den Mann zu kennen, der in ihm eine dramatische Kindheitserinnerung weckt. Fasziniert von der Blondine stürzt er sich in seine Ermittlungen. Sarahs Singers Mann ist Berufssoldat, der nach geheimen Einsätzen aus Afghanistan zutiefst erschüttert und traumatisiert zurückgekehrt ist. Nach kurzer Zeit verschwindet er spurlos. Und einige Morde geschehen. Als Georg Dengler sich an die Arbeit macht, erfährt er, dass Hans-Jörg Singer noch von ganz anderen Instanzen gesucht wird. Und plötzlich steht er mächtigen Interessen im Weg. Ein Erlanger Konzern, der im Auftrag des Staates Mikrowellenwaffen herstellt und testet, steht in zentraler Rolle. Wer diese Waffen kennt und versteht lebt gefährlich.
Wieder einmal hat Wolfgang Schorlau ein heißes Eisen angefasst und grundlegend recherchiert. Eine solche Waffe kann gebaut und getestet werden, wenn es nicht schon geschehen ist. Schorlau (Deutscher Krimipreisträger 2006) vermischt geschickt Tatschen und Fiktion miteinander.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Augenöffner: Politkrimi mit Mikrowellenwaffen, 6. Mai 2008
Augenöffner: Politkrimi mit Mikrowellenwaffen
Dieses Buch wird hohe Wellen schlagen. Packend,
fesselnd und enthüllend: Worst case for bad
guys. Unbedingt lesen!
Mikrowellenwaffen in Deutschland spielen darin
eine wesentliche Rolle. Und ein Konzern in
Erlangen, der Mikrowellenwaffen herstellt und
testet; BKA, Bundeskanzleramt, eine
Sondereinheit der Bundeswehr, die Geheimhaltung
der Waffen und deren Anwendung, durch Mauern
beobachten und strahlen, Mikrowellenangriffe auf
Menschen in der Wohnung, sogar das bayerische
Polizei(aufgaben)gesetz kommt vor.
"Mikrowellen. Mikrowellenwaffen. Ich sage dir, das ist die
Zukunft. Du wirst schon sehen...". Wer diese
Waffen bereits kennt und versteht lebt
gefährlich - nicht nur in diesem Thriller. "Ihm
war, als sei in seinem Inneren ein Höllenfeuer
angezündet worden. Er brannte. Innerlich."
Heimtückischer gehts nicht: "Keiner sieht sie
kommen. Keiner weiß, dass sie da sind. Und wenn
ihre Mission beendet ist, gibt es keinen Beweis
dafür, dass sie jemals da waren. Genau so hatten
sie den Überfall auf ihn durchgeführt."
Auf der Suche nach der geheimen Mikrowellenwaffe
wurde gründlich recherchiert: "Der testweise
Betrieb der neuen Waffe ist in Bayern kein
Problem" (S. 150). Und natürlich auch manches
vom Autor erfunden, besonders was Amerikaner und
Bundeswehr anbelangt. "Finden und Erfinden" ist
die größte Stärke des herausragenden deutschen
Autors für Politische Thriller.
Der geniale schwäbische Dichter Hölderlin schrieb:
"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch". Der
mutige Stuttgarter Autor Schorlau (Deutscher
Krimipreisträger 2006) hilft mit bei der
Aufdeckung ungeheuerlicher Verhältnisse.
Vielleicht kann das Buch sogar Leben retten?!
Info: Weitere Aufklärung über Verbrechen mit
Mikrowellenwaffen: www.mikrowellenterror.de
Dr. Reinhard Munzert, Erlangen
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