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Brennen muss Salem: Roman
 
 
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Brennen muss Salem: Roman [Taschenbuch]

Stephen King
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (106 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stephen Kings Meisterwerk, das neue Maßstäbe in der Horrorliteratur gesetzt hat!
Ein Klassiker der Moderne, jetzt zum erstenmal ungekürzt in einer Neuübersetzung!

Klappentext

Ben Mears, ein mittelmäßiger Schriftsteller, kehrt nach Jahren in seine Heimatstadt Salem's Lot zurück. Er interessiert sich auffällig für das Marsten-Haus, das als Spukhaus gilt und seit dem rätselhaften Tod seiner Bewohner im Jahr 1939 leer steht. Von diesem Haus geht eine unheimliche Kraft aus, und bald zeigt sich, wer in Salem's Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir. Ben Mears wagt es mit einigen Helfern, darunter ein alter Mann, eine junge Frau und ein Kind, den Kampf gegen die Macht des Bösen aufzunehmen. Doch dieses Wagnis kostet furchtbare Opfer. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Auszug aus Brennen muß Salem! von Stephen King. Copyright © 1997. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog

Wonach suchst du, alter Freund?

Nach all den Jahren in der Fremde kommst du mit Bildern, die du gehegt

unter andern Himmeln

fern von deinem eignen Land.

Giorgos Seferis

1

Fast alle dachten, der Mann und der Junge seien Vater und Sohn.

Sie durchquerten das Land mit einem alten Citroen in annähernd südwestlicher Richtung, wobei sie meistens Nebenstraßen benutzten und nur selten längere Strecken in einem Stück zurücklegten. Bevor sie schließlich ihr Ziel erreichten, machten sie an drei Orten länger Station: zuerst in Rhode Island, wo der hochgewachsene Mann mit den schwarzen Haaren in einer Textilfabrik arbeitete; dann in Youngstown, Ohio, wo er drei Monate in einer Traktorenfabrik am Fließband schuftete; und schließlich in einer kleinen kalifornischen Stadt nahe der mexikanischen Grenze, wo er an einer Tankstelle arbeitete und kleine, ausländische Wagen mit einem Erfolg reparierte, der ihn überraschte und freute.

Überall, wo sie haltmachten, kaufte er eine Zeitung aus Maine namens Portland Press Herold und suchte darin nach Artikeln über ein bestimmtes Gebiet im Süden von Maine, vor allem aber über eine kleine Stadt, die dort lag: Jerusalem's Lot. Hin und wieder stieß er auf einen solchen Artikel.

Als sie in Central Falls, Rhode Island, ankamen, hatte er in den Motelzimmern unterwegs bereits einen Entwurf für einen Roman geschrieben; den schickte er seinem Agenten.

In grauer Vorzeit war er ein recht erfolgreicher Schriftsteller gewesen - damals, als die Dunkelheit noch nicht über sein Leben gekommen war. Der Agent legte den Entwurf seinem letzten Verleger vor, der höfliches Interesse bekundete, aber keinerlei Neigung zeigte, mit einem Vorschuß herauszurücken. Fragen koste schließlich nichts, erklärte der Mann dem Jungen, als er den Brief des Agenten zerriß. Er sagte es ohne allzuviel Bitterkeit und machte sich trotzdem daran, das Buch zu schreiben.

Der Junge redete nicht viel. Sein Gesichtsausdruck war immerzu angespannt, und seine Augen waren dunkel, als ob sie ständig eine trostlose Landschaft in seinem Innern absuchen würden. In den Gaststätten und Tankstellen, an denen sie unterwegs hielten, war er höflich, sonst nichts. Er schien den hochgewachsenen Mann nicht aus den Augen lassen zu wollen und sogar schon nervös zu werden, wenn dieser ihn allein ließ, um auf die Toilette zu gehen. Er weigerte sich, über die Stadt namens Jerusalem's Lot zu sprechen, obwohl der hochgewachsene Mann hin und wieder versuchte, das Thema zur Sprache zu bringen, und er wollte partout keinen Blick in die Zeitungen aus Portland werfen, die der Mann manchmal absichtlich herumliegen ließ.

Als das Buch geschrieben war, bewohnten sie ein Strandhaus abseits vom Highway. Sie gingen oft schwimmen, denn der Pazifik war wärmer und freundlicher als der Atlantik. Er war nicht mit Erinnerungen befrachtet. Der Junge wurde mit der Zeit sehr braun. Obwohl es ihnen nicht schlechtging - immerhin hatten sie drei ordentliche Mahlzeiten am Tag und ein festes Dach über dem Kopf -, verlor der Mann allmählich den Mut und begann an dem Leben, das sie führten, zu zweifeln. Er unterrichtete den Jungen und schien in bezug auf dessen Erziehung nichts zu versäumen (der Junge war intelligent und las gern, wie der hochgewachsene Mann früher auch), aber er glaubte nicht, daß es dem Jungen guttat, Salem's Lot zu verdrängen. Nachts schrie der Junge manchmal im Schlaf und warf sich im Bett herum, so daß die Decken auf dem Boden landeten.

Aus New York kam ein Brief. Der Agent des hochgewachsenen Mannes schrieb, Random House biete 12 000 Dollar Vorschuß und der Verkauf an einen Buchklub sei so gut wie sicher. Ob er einverstanden sei?

Er war einverstanden.

Der Mann gab seinen Job an der Tankstelle auf und ging mit dem Jungen über die Grenze.

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