Obwohl der Titel "Breitbeiner" ziemlich knackig ist, hätte ich das Buch nicht gekauft, es klingt nach Männerhass. Als es mir mein Freund schenkte (warum er es mir schenkte muss ich bei Gelegenheit mal herausfinden), las ich es nur darum weil ich gerade nichts besseres zum lesen hatte. Im ersten Kapitel schloss ich Bekanntschaft mit einer ziemlich durchgeknallten jungen Dame, bei der es sich offenbar um die Autorin handelt. Ich schwankte zwischen Mitleid und Empörung. Später wurde es dann besser. Es waren feine Beobachtungen (Machofrauen) und schöne Tabubrüche (Migrationsmachos) dabei. Am Ende war ich ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass ich das Buch bis zum Ende durchgelesen habe. Das will bei mir was heißen, denn ich gehöre zu den radikalen Spaßlesern, die ein Buch weglegen, sobald es langweilig wird. Vier Punkte hart verdient.