Amon Barth beschreibt in seinem Buch, wie er als ein Individuum, das von sich die Meinung hatte, mehr über seine Umwelt zu wissen, als diese ihm beibringen konnte, gescheitert ist, Teil von ihr zu werden.
Gekonnt beschreibt er als Höhepunkt einen "Horror-Trip", und zeigt, wie ein Bewusstsein, aus dem jeglicher Glaube an Realität entfernt ist, scheitert, mit dieser Realität zu interagieren, weswegen er in eine Anstalt eingewiesen wird.
Dies zu lesen mag sicher für den einen oder anderen ganz interessant sein, der Bezug zum "Kiffen" wird aber nicht immer hergestellt, so dass sich der Leser die Frage stellt, ob der Autor Probleme hatte, weil er gekifft hat, oder ob er gekifft hat, weil er Probleme hatte.
Hier versucht Barth bewusst den Eindruck zu erwecken, beides wäre der Fall gewesen, indem die einzelnen Situationen in einer kausal für den Leser nicht immer durchschaubaren Reihenfolge präsentiert werden. Es gelingt ihm aber immer wieder, seine Marihuana- und Haschisch Erfahrungen so in den Erzählkontext einzubetten, dass die Verbindung zu der gescheiterten, geschädigten und gestörten Person, die er gewesen sein will, einprägsam stark auf den Leser wirkt.
Der Kiffer ist für den Leser nun ein untätiger, unfähiger und herzloser Süchtiger, der zudem unter einem ständigen Verfolungswahn, der ihn letztlich in die Anstalt befördert, leidet. In Wirklichkeit versteckt sich aber Amon Barth, ein gescheiterter Intellektueller, der sich seine Defizite nicht eingestehen kann, hinter diesem Kiffer, und macht Marihuana, ein Genussmittel, das in Maßen genossen eine gesellschaftliche Daseinsberechtigung wie Alkohol hat, verantwortlich für seine gesellschaftliche und vor allem literarische Unfähigkeit, die er mit und in dem vorliegenden Buch immer wieder durch unschön gebaute Sätze sowie grauenhafte Gedichte (Raps) mit der gleichen selbstzerstörerischen Attitüde, die ihn nach eigenen Aussagen zu seinem Massenkonsum von bewusstseinsverändernden Substanzen als Begründung reichte, zur Schau stellt.
Mit der vorliegenden, gescheiterten Selbsttherapie schädigt Barth bewusst das ohnehin schon angekratzte Image des Marijuhana Genießers, und man fragt sich als normaler Hamburger Schüler, der gerne einen raucht, was Amon Barth damit selbst bezwecken will und weshalb er damit erfolgreich ist.