Es ist mir absolut unverständlich, dass eine der vielversprechensten und qualifiziertesten Death Metal Bands Deutschlands immer noch im Underground vor sich hin dümpelt während renommierte Bands mit halbgaren Veröffentlichungen weiterhin Erfolge feiern. Die Rede ist hier von LAY DOWN ROTTEN, die mit Breeding Insanity ihr drittes Album im Kasten haben und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wieder massenweise erstklassige Reviews kassieren, aber über den Status Geheimtipp nicht hinauskommen werden. Ich hoffe allerdings sehr, dass ich mich irre. Fakt bleibt aber dennoch, dass das Quintett erneut nur erstklassige Songs abgeliefert haben. Nach dem mächtigen Intro gehts zwar ungewohnt thrashig los, aber schon nach kurzer Zeit regiert wieder der Todeshammer! Ich liege sicherlich nicht falsch wenn ich behaupte, dass LAY DOWN ROTTEN zusammen mit FRAGMENTS OF UNBECOMING zu den wenigen Überlebenden eines leider beinahe ausgestorbenen Musikstils sind, da nicht mehr viele Bands mit einer solchen Inbrunst und Leidenschaft die Zeit um 10 15 Jahre zurückdrehen und man an die Götterwerke von Bands wie EDGE OF SANITY, EUCHARIST, DISMEMBER, BOLT THROWER oder frühe HYPOCRISY erinnert wird. Hier werden noch in Akkordarbeit Killerriffs und Melodien aus dem Ärmel gezaubert, hier gibt's Harmonien am Fließband und brachiale Doublebass Walzparts en masse. Besonders der Hattrick zu Beginn in Form von Pulling the Trigger, zu dem man übrigens auch einen Videoclip gedreht hat, Within the Veil und Undead Race (mit Mega Hammermelodien) versetzen den Hörer sofort in Verzückung. Im übrigen zeigen sich LAY DOWN ROTTEN beim abschließenden Venomous Blessings sehr abwechslungsreich und variieren auch öfter bereits bekannte Ideen um dadurch was völlig neues zu kreiieren. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der fette Sound, hat man zufrieden mit den letzten Resultaten doch erneut das Dessert Inn Studio auserwählt, um erneut einen druckvollen und fetten Sound zu kreieren. Im übrigen sei euch allen die limitierte Doppel-CD ans Herz gelegt die neben den 3 Coversongs Heartwork (CARCASS), Domination (PANTERA) und Black Night (DEEP PURPLE) noch den Videoclip zu Pulling the Trigger wie auch dem Making of zum Album enthält. Fans von wahrem Death Metal sollten hier nicht lange zögern sondern sofort zugreifen!