Höchst bemerkenswertes Debütwerk der kanadischen Sängerin Esthero, die hier mit 'Breath from another' chilligen und überwiegend lässig groovenden TripHop-JazzPop abgeliefert hat. Unter tatkräftiger Mithilfe von Produzent und Gitarrist Doc ( auf dem Album gelegentlich auch als Vokalist im Einsatz) schwebt Esthero durch atmosphärische und eingängige Soundlandschaften die sie mit sinnlichen, manchmal leicht heiseren und gerne auch flüsternden Vocals bereichert (Vergleichsmöglichkeiten: unbedingt Emiliana Torrini, eventuell Hooverphonic, Björk, Stina Nordenstam oder Sarah McLachlan).
Die 11 Songs (gut 56 Minuten Laufzeit) streifen durch viele musikalische Gebiete: sanfte Electronica, NuJazz, Latin, Pop, HipHop - alles irgendwie und gekonnt in einen alles umschließenden TripHop-Mantel eingehüllt. Spannend, faszinierend und immer wieder entdeckt man etwas, das man vorher nicht gehört hat. 'Breath from another' ist ein wahres Füllhorn und mit weitläufig 'genehmigten' TripHop-Klassikern a la Archive 'Londinium', Portishead 'Dummy' oder Alben von Zero 7, Tricky, Lamb und/oder Hooverphonic absolut ebenbürtig.