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Von Trier (Hospital der Geister, Idioten) ist mit diesem Film ein wundervolles, völlig unerwartetes, rigoroses und schließlich enthüllendes Werk geglückt, dessen formale und visuelle Gestaltung an die klassischen Filme Carl Theodor Dreyers und Robert Bressons erinnert. Emily Watson ist phänomenal, ihre mit weit aufgerissenen Augen zur Kenntnis genommene Verwunderung über die Welt als Gottes persönliches Werk wird zu einer atemberaubenden Studie des Glaubens. --Tom Keogh
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine Abrechnung mit der Kirche,
Rezension bezieht sich auf: Breaking the Waves (DVD)
"Gott schaut mit Zorn auf jene die ihn enttäuschen."Dieser Satz des Gemeindepfarrers hat Beth seit ihrer Kindheit geprägt und ist wohl ein Grund für ihre manischen Zwiegespräche mit Gott. Die kleine schottische Gemeinde am Meer wird von streng gläubigen und dogmatischen Christen beherrscht, die selbst ernannte moralische Autoritäten in allen Belangen des Lebens darstellen. Jedes Schaf, das sich von der Herde entfernt oder andere Verfehlungen begangen hat, wird sogar nach dem Tode noch verflucht und in die Hölle geschickt. Diese christliche Indoktrinierung wird für Beth zu einer psychischen Gradwanderung zwischen Gottesfürchtigkeit und Selbstverurteilung, einem fast schizophrenem Zustand, aus dem nur noch die Liebe sie retten kann. Gott erhört ihren Wunsch und Beth erhält das Geschenk der Liebe, auf die sie ihr ganzes Leben gewartet hat. Doch kurz nach der Hochzeit verunglückt ihr Mann auf einer Bohrinsel und wird gelähmt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte geben ihm kaum eine Chance. Zwischen großartigen Bildern der kargen, lichtdurchfluteten Küstenlandschaft wird das Leben von Beth in der kleinen Provinzgemeinde in seiner ganzen Härte gezeigt und fast nichts ausgelassen. Es ist ein Film über Liebe, die fast religiöse Züge annimmt und von der Außenwelt verurteilt und zerstört wird. Hier wird gezeigt, dass die Sonntagspredigten von Moral und Gotteshörigkeit nur leere Worte sind, die im praktischen Alltag ins Gegenteil verdreht und zu dogmatischen und unmenschlichen Gesetzen werden. Verständnis und Mitgefühl werden durch Drohung und Strafe ersetzt und ein Mensch der nach eigenen Vorstellungen leben will wird gnadenlos zugrunde gerichtet. Es ist ein sehr symbolischer und tragischer Film, der seine Akzente auf das Leid und Unverständnis setzt, das eine Frau erfährt, die einen eigenen Zugang zu Gott hat und für die Liebe alles tut. Nur 4 Sterne weil der Film etwas sehr konstruiert und übertrieben dramatisch angelegt ist. Ein Plus wegen den tollen Bild/Musik Kompositionen zwischendurch, die einem eine besinnliche Pause von der überaus tragischen Erzählweise gönnen und wo dann auch mal ein Kamerastativ zum Einsatz kommt um Ruhepunkte zu setzen. Ein weiteres Plus für die schauspielerische Leistung von Emily Watson. Und noch ein Plus weil die Filme von Lars von Trier in ihrer Radikalität einzigartig sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Preisgekröntes Opus des "Dogma95"-Genies.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Breaking the Waves (DVD)
"Breaking the Waves" ist sicherlich eines der Meisterwerke des europäischen Kinos am Ende des Jahrhunderts. Autor und Regisseur Lars von Trier erzählt in wackeligen Bildern und unprätentiösen Schnitten schnörkellos eine unvergessliche Tragödie, die an Dramatik und schmerzhafter Konsequenz erst wieder durch seinen eigenen späteren Film "Dancer in the Dark" erreicht wird. Schnörkellos und ohne Bonusmaterial gibt sich auch die DVD. Schade, denn von Triers vieldiskutierte Arbeitsweise wäre einen Blick hinter die Kulissen wert gewesen: u.a. arbeitet der Däne mit Hypnose, was Emily Watsons oscarnominierte Darstellung erklärt, die den Zuschauer atemlos läßt. Leider lassen sich auf dieser DVD die deutschen Untertitel aus der englischen Originalfassung nicht ausblenden, die der ungleich größere Genuß ist.
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43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Breaking the Waves - Eine Liebe bis ans Ende der Welt [VHS] (Videokassette)
„Breaking the Waves" erzählt eine im wahrsten Sinne des Wortes tragische Liebesgeschichte, die auf dem Konflikt zwischen der höchst puritanischen Gesellschaft im tiefsten Schottland und der absoluten Liebe der Protagonistin zu ihrem eben erst geheirateten Ehemann beruht. Kurz nach der Hochzeit verletzt sich ihr Mann, ein Auswärtiger, der auf einer Bohrinsel vor der schottischen Küste arbeitet, ist ans Bett gefesselt und schwebt in ständiger Lebensgefahr. Die Konsequenz der Heldin führt in die Katastrophe, da sie alles tut, um seinen Lebenswillen aufrecht zu erhalten und dabei die Notwendigkeit erkennt, gegen alle gesellschaftlichen Regeln zu verstoßen. So entsteht eine echte Tragödie, die Shakespeares Werken an die Seite gestellt werden kann und wegen der Notwendigkeit, aus der sich die Katastrophe aus dem Charakter der Protagonistin ergibt, ein hohes Maß an Stringenz und Vollendung hat. Das Sittengemälde ist vollständig, die Szenen sind ausgezeichnet fotografiert, voller Liebe zum Detail und höchst phantasievoll gestaltet, die Darsteller brillant: Ein Film, der nichts zu wünschen übrig läßt.
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