Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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129 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nur ein Bauchgefühl, und das sagt: GUT, 21. Oktober 2008
Ja, ich gehöre zu der Fraktion der trivialen Leser, denen "Breaking Dawn" gut gefallen hat.
Das "Warum" ist mir allerdings selbst nicht ganz klar. Als ich das Buch zuschlug, war ich einfach zufrieden mit der Geschichte, und vor allem mit ihrem unerwarteten Verlauf und ihrem gelungenen Ende. Erst im Gespräch mit anderen Fans und beim Lesen all der vernichtenden Kritiken bei Amazon, ist mir bewusst geworden wie viel Beanstandungen doch über diesen Biss-Abschlussroman herein geprasselt sind.
Das Schlimme ist, die meisten haben in ihrer Kritik Recht. Der Roman hat etliche Schwächen allen voran die unglaubwürdige und plötzliche Veränderung der wichtigen Charaktere z.B. Edward, und besonders Jakob ist nicht wieder zu erkennen (endlich finde ich ihn mal nicht mehr unsympathisch und ätzend ;-)). Auch Charleys Rolle und sein Charakter sind ziemlich verformt worden (dabei war gerade Charley so herrlich authentisch mit all seinen Macken). Auch missfällt mir nachträglich die arg reaktionäre (vermutlich sehr mormonische) Botschaft der Geschichte: Mädchen heiraten jung(fräulich), opfern ihr Leben der Familie, verzichten auf Studium und Karriere und sind für immer und ewig glücklich.
Aber leider ändert das gar nichts daran, dass mich diese und viele andere Schwachstellen beim Lesen des Romans kein bisschen gestört haben, ja dass sie mir nicht mal aufgefallen sind, und dass mir "Breaking Dawn" auch rückblickend und trotz aller Kritiken immer noch gut gefällt.
Vielleicht liegt es daran, dass ich von Anfang an völlig überrascht von dem Handlungsverlauf war. Alles kam ganz anders, als ich es erwartet hatte und auch ganz anders, als ich es der Autorin nach den - eher mäßigen und zum Teil sehr vorhersehbaren - beiden Vorgängerromanen zugetraut hatte. Alleine das Staunen über den Gang der Handlung (mag er nachträglich noch so abwegig und unlogisch erscheinen) hat mich bei der Stange gehalten und dazu geführt, dass ich dieses Buch nur für eine kurze Schlafperiode aus der Hand gelegt habe.
Außerdem das letzte Drittel des Romans war wirklich gut, sehr spannend, einfallsreich und überraschend - ein würdiger Schluss, der mich mit vielen kleineren Ärgernissen der Vorgängerromane versöhnte.
Dennoch einen Stern Abzug gibt es auch von mir, denn leider hat die Autorin ihrer Heldin in diesem letzten Band eine Vita verpasst, die mit einem modernen Jugendbuch nicht mehr viel zu tun hat. Ich will ja nicht SPOILERN und sage daher nur "Reneesme"! Wer Bellas familiären Werdegang noch als geeignete Jugendlektüre ansieht, der hat wohl die letzten 150 Jahre verschlafen.
Ich weiß, ich hätte diese Rezension auch in einem einzigen Satz schreiben können, der ungefähr so hätte lauten können:
"Also ich fand's suuuupi!"
Und ich hätte damit kaum weniger ausgesagt, als mit meinen vorangegangenen 500 Worten, aber manchmal kann man eben einfach nicht begründen warum einem etwas zu Herzen geht, und wenigstens das wollte ich begründen ;-)))
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44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Und wenn sie nicht gestorben sind..., 1. Oktober 2008
'Twilight' ist eines meiner liebsten Fantasy-Bücher: voller interessanter und 'rauher' Charaktere, ein subtiles Spiel mit der Frage "Was wäre wenn?".
Mit den Folgebänden zog sich der Kreis um die Geschichte von Bella und Edward natürgemäß immer enger: Geheimnisse wurden gelüftet, Bedrohungen wurden größer, so manches in dieser 'alltäglichen und doch magischen' Welt wurde expliziter.
Mit dem letzten Band verlässt Stepahnie Meyer nun völlig das Feld des "Was wäre wenn?" und der offenen Fragen. Und so befriedigend es auch sein mag alle Fäden verknüpft, alle Figuren 'versorgt' zu sehen - so schade ist es doch auch, wenn eine so vorsichtig und sensibel beginnende Reihe in Superlativen und plakativen Wahrheiten endet. Besonders die Figur der Bella, die gerade in ihren 'menschlichen Schwächen', ihrer Selbstironie und ihrem Zynismus liebenswert war, verliert in diesem Band vor lauter persönlichem Glück zusehens an Kontur und Tiefenschärfe.
Hätte ich noch einmal die Wahl, würde ich nach 'Twilight' nicht weiterlesen und die Welt von Bella und Edward lieber so in Erinnerung behalten, wie sie vor den Folgebänden war. Aber wahrscheinlich hätte das meine Neugierde doch nicht zugelassen...
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52 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreissend, 5. Januar 2009
"Breaking Dawn" ist eines der seltenen Bücher, dass mich noch Tage nach dem Lesen beschäftigt und mit einem anhaltenden Bauchgefühl herumlaufen lässt, dass ich selber nicht beschreiben kann.
Vielleicht liegt es daran, dass ich alle 4 Bücher an 4 Tagen hintereinander gelesen habe und das vielleicht einfach zuviel des Guten war, oder es liegt einfach daran, das das Buch ist wie es ist: Mitreissend, fesselnd und emotional.
Nach Buch 3 steht fest: Bella und Edward wollen heiraten und dann soll Bella verwandelt werden. Der einziger Spoiler von mir: All das passiert auch. Aber es passiert auch noch soviel mehr.
Eclipse hat mich nach dem Ende, geschrieben aus Jakobs Sicht, so verzweifelt und leer zurück gelassen. Jakobs Trauer war so...echt, so spürbar,...
Von "Breaking Dawn" habe ich deshalb erwartet,dass es Fäden zusammenfügt, Dinge zum Abschluss bringt und ... auch wenn das jetzt total schnulzig kling.... einfach alles gut wird.
Geschrieben in drei Teilen, jeweils von Bella, Jakob und wieder Bella erzählt, macht das Buch genau das, wobei zwichendurch eben noch soviel Überaschendes, Unglaubliches und Unerwartetes passiert.
!!!!Deshalb: Nicht alle Rezensionen hier lesen, denn die sind voller Spoiler. Verderbt euch nicht diese Überaschungseffekte.!!!!
Die vielfach angebrachte Kritik, dass sich Charaktere verändern , teils gar erheblich, muss ich zustimmen, aber: So ist das Leben ( oder auch das Dasein). Jeder von uns verändert sich, all das, was einem passiert, was man fühlt und was man liebt veändert einen. Folglich müssen sich auch Bella und Edward verändern. Zudem ist Bella trotz allem noch ein Teenager , eine Zeit, die nun einmal für alle voller Veränderungen steckt.
Zugeben muss ich, dass die Lösungen, die uns Meyers hier anbietet teilweise "zu perfekt" erscheinen, aber, und das ist ihr Plus, sie kommen aus dem Nicht . Ich jedenfalls habe mit nichts davon gerechnet. ( Wieder gilt: Keine Spoiler lesen)
Die große Stärke des Buchs ist zudem auch seine Schwäche: Meyers schafft wie kaum jemand Anderes den Leser "Fühlen" zu lassen. Bei Bellas Hochzeit war ich so aufgeregt wie sie und habe sogar ein, zwei Tränen vergossen, ich habe mit Jakob und Edward gelitten und mich mit ihnen gefreut.
Leider ist sowohl der Teil, aus Jakobs Sicht, als auch die Zeit nach der Ankündigung der ultimativen Bedrohung, so voller Leid, Schmerz und vorallem Trostlosigkeit, das ich mich beim Lesen eben auch entsprechend schlecht gefühlt habe. Vorallem Bellas Kapitulation vor der Bedrohung und ihre fatalistische Einstellung ... passen einfach nicht. Ein Buch , das auf einen Showdown zuläuft sollte doch wenigsten ein bißchen Hoffnung verbreiten. Das fehlt hier allerdings.
Trotz dieses Mankos, das eben ein rein subjektives ist, ist es doch gleichzeitig Meyers literarische Begabung und Freiheit, die sich dadurch zeigt, kann ich nur 5 Sterne vergeben. Es ist nicht mein Lieblingsbuch, ich bin nicht im "Edward-und-Bella"-Fanclub und das Buch hat Schwächen, aber, und damit komme ich auf meinen ersten Satz zurück: "Breaking Dawn" ist ein Buch, das nicht loslässt.
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