Es gibt schon mal paar pragmatische Gründe zur Freude: diese Staffel enthält 13 Folgen (und nicht wie Staffel Eins nur 7) da der Autorenstreik beendet war. Es befindet sich mehr Bonus-Material auf den DVDs, wobei besonders der Audiokommentar zu Folge 1 erwähnenswert ist, da alle beteiligten Hauptdarsteller und Erfinder Vince Gilligan dabei sind und die Beteiligten sich mit fiesen Witzchen, aber auch mit interessanten Infos gegenseitig übertreffen.
Die Folgen: Staffel Eins wirkt wie eine Fingerübung zu dem, was ab JETZT passiert: die einzelnen Episoden sind spannender als vorher, teilweise sind sie nervenzerfetzend wie die für mich beste Folge "Grilled" als Tuco unsere beiden ambivalenten Liebsten gekidnappt und in die Wüste in der Nähe von Mexiko geschleppt hat. Ich finde diese Folge hat das Niveau der besten Brüder-Coen-Filme!
Neben den absurden Situationen, der Spannung, der Brutalität und des abgedrehten Humors fällt aber immer auf, daß die Handlung absolut nachvollziehbar bleibt, egal welche seltsamen Sprünge sie macht. In dem Punkt ist "Breaking Bad" die überzeugenste Serie die ich jemals sah. Oftmals dominieren kleine gute Ideen die Szenerie, wie z. B. der mysteriöse ältere Herr im Rollstuhl in der Folge "Grilled". Was macht der da? Weiß er eigentlich was um ihn herum geschieht? Treibt er die Handlung voran? Spielt er gar Schicksal?
Die anderen Folgen fallen kaum dagegen ab, die Handlung wird schneller vorangetrieben als in Season 1, die Ereignisse und dramaturgischen Wendungen sowie die einzelnen Handlungsstränge verweben sich immer mehr und bringen viel Aufregung mit sich, zum Beispiel weil Walters Schwager Hank beim Drogendezernat arbeitet.
Dazu gibt es am Schluß der Staffel einen wirklich gelungenen und fiesen Cliffhanger - ich bin schon ganz nervös wenn ich an Season 3 denke die hoffentlich sehr bald erscheint.... :o)